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AUSSTELLUNG/105: Berlin - "Radikal - Lesbisch - Feministisch", Schwules Museum 6.7.-6.11.2018


Radikal - Lesbisch - Feministisch

Zur Geschichte des Lesbischen Aktionszentrums (LAZ) und der HAW- Frauengruppe, 1972-1982

Schwules Museum Berlin - Sonderausstellung vom 6. Juli bis 6. Nov. 2018


Zum Jahr der Frau_en nimmt sich die Ausstellung Radikal - Lesbisch - Feministisch erstmalig einer lange erwarteten Betrachtung von Geschichte und Bedeutung der HAW-Frauengruppe (Homosexuelle Aktion Westberlin) und des LAZ (Lesbisches Aktionszentrum) an. Die Gründerinnen dieser ersten offensiven feministischen Lesbengruppe der 1970er Jahre in der BRD kamen teils aus der antiautoritären und antikapitalistischen linken Bewegung der 68er, in der die herrschenden heteronormativen und patriarchalen gesellschaftlichen Strukturen kaum thematisiert wurden. Anfänglich als HAW-Frauengruppe, später als LAZ waren sie von 1972 bis 1982 aktiv; danach lösten sie sich auf.

Im Kontext der sich wandelnden historischen Übersichtsausstellung Tapetenwechsel veranschaulicht Radikal - Lesbisch - Feministisch die anfängliche Kooperation mit den HAW-Männern ebenso wie die produktive Zusammenarbeit und die Wechselwirkungen zwischen den Lesben- und autonomen Frauenzentren.

Eine Vielzahl bisher unveröffentlichter Originaldokumente, Bild-, Tonmaterial und nicht zuletzt kostbare Schätze aus privaten Platten- und Instrumentensammlungen illustrieren erstmals die kämpferischen Widerstandsformen, die fantasievollen Aktionen, die aus dem LAZ entstandenen Publikationen sowie die Fülle gen illustrieren erstmals die kämpferischen Widerstandsformen, die fantasievollen Aktionen, die aus dem LAZ entstandenen Publikationen sowie die Fülle der Projekte, die zum Teil bis heute existieren und dokumentieren so die Lust am lesbischen Leben in all seinen Facetten. Auch die damaligen Visionen - das Feeling einer "Lesbian Nation", das in zahlreichen europäischen Lesben-Sommercamps, beim Feiern großer Feste mit den Flying Lesbians, in kreativen Projekten wie der Lesbenpresse, oder auch in Selbstverteidigungs-und Selbsthilfegruppen entstand.

Die Ausstellung sucht die politische Bedeutung der HAW-Frauengruppe und des LAZ und die daraus entstandenen Aktionen und Projekte in der Gegenwart erlebbar zu machen. Dafür beschwören Zeitzeuginnen begleitend zur Ausstellung den Geist der damaligen Bewegung herauf und schlagen anhand von Filmen und Diskussionen, Geschichten und Musik eine Brücke zur heutigen Realität von Lesben, zu deren Selbstverständnis und Sichtbarkeit.

Was hat sich verändert - was ist geblieben - was kann noch kommen? Das Ziel der Ausstellungsmacher_innen ist, das LAZ als Vereinigung neu zu beleben, u. A. dadurch, dass "LAZ Reloaded" künftig Teil des E2H-Projekts (Elberskirchen-Hirschfeld-Haus) werden soll.

Kuratiert von Christiane Härdel, Regina Krause, Monne Kühn - und Wolfgang Theis, einer der Gründer des Schwulen Museums; in enger Zusammenarbeit mit Aktivistinnen und Zeitzeuginnen von HAW/LAZ.

Vernissage am 05. Juli 2018, 19 Uhr, im Schwulen Museum. Der Eintritt ist frei.

Öffnungszeiten: Sonntag, Montag, Mittwoch & Freitag 14-18 Uhr

Donnerstag 14-20 Uhr, Samstag 14-19 Uhr, Dienstag Ruhetag

Radikal - Lesbisch - Feministisch ist Teil des Jahresprogrammes Jahr der Frau_en - eine konzertierte queerfeministische Intervention. Das Jahr der Frau_en wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

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Quelle:
Schwules Museum
Lützowstraße 73, 10785 Berlin
Tel: 030 69 59 92 52, Fax: 030 61 20 22 89
Internet:www.schwulesmuseum.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 13. Juni 2018

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