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TV - ARTE/1012: Woche vom 29.04. bis 05.05.2017


arte – 18. Programmwoche vom 29.04. bis 05.05.2017


Samstag, 29. April 2017


05:00 Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten! (30 Min.) (HDTV)
Der Ferrari California Spider
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Wiederholung vom 02.04.

Regie: Antoine Coursat, Augustin Viatte


05:30 Give Peace a Chance (90 Min.) (HDTV)
Kann Pop die Welt retten?
Dokumentarfilm Deutschland, 2015
Wiederholung vom 14.04.

Regie: Birgit Herdlitschke


07:00 Square für Künstler (30 Min.) (HDTV)
Die bitteren Tränen einer Schauspielerin: Ein Anti-Porträt
Magazin Frankreich, 2016
Wiederholung vom 27.04.

Regie: Valéria Bruni-Tedeschi


07:30 Streetphilosophy (30 Min.) (HDTV, s/w)
Hedonismus: Maximiere die Lust!
Moderation: Jonas Bosslet
Magazin Deutschland, 2016
Wiederholung vom 25. 04. 2017

Regie: Simon Hufeisen, Dominik Bretsch

In der Hauptstadt trifft Jonas den Hedonisten Thomas Tänzer. Dieser besitzt zwei Hotels in Berlin-Mitte und hat sich auf die Bedürfnisse von seinesgleichen spezialisiert. Maximale Lust heißt für ihn: alles mitnehmen – am besten links neben der Überhohlspur.
Danach streift Jonas mit Glücksforscherin und Psychologin Anna Pohlmeyer durch ein Discounter-Möbelhaus in Berlin-Marzahn. Mit ihr spricht er darüber, wie Dinge gestaltet sein müssen, damit sie uns glücklich machen, und wie man in eine "hedonistische Tretmühle" gerät.
Am nächsten Mittag geht Jonas mit Rapper Yung Hurn ins Freibad: baden und Bier, während andere arbeiten – ein perfekter Tag für beide. Sie sprechen darüber, welche Vorzüge es hat, immer ganz frei im Moment zu leben, sich auf nichts festzulegen.
Anschließend trifft Jonas auf die Philosophin Svenja Flaßpöhler. Sie erzählt Jonas, dass Hedonismus in der Philosophie viel mehr bedeutet den Schmerz zu vermeiden als allein die Lust zu maximieren.
Abends geht Jonas in Clärchens Ballhaus. Dort arbeitet Ilka Eichler bereits seit 25 Jahren an der Garderobe. Für sie bedeutet Glück nicht Whirlpool und Champagner, sondern zufrieden zu sein mit dem, was man hat.


08:00 Xenius (25 Min.) (HDTV)
Matratzen – Wie man sich bettet, so schläft man?
Moderation: Emilie Langlade, Adrian Pflug
Magazin Deutschland, 2015
Wiederholung vom 21.04.


08:25 Xenius (30 Min.) (HDTV)
Sind Tiere empathisch und gerecht?
Moderation: Emilie Langlade, Adrian Pflug
Magazin Deutschland, 2015

Im Nationalpark Taï, tief im Regenwald der Elfenbeinküste, hat ein Schimpansenkind seine Mutter verloren. Leoparden haben die Äffin gerissen. Nun ist der Kleine auf sich gestellt. Ob sich jemand aus der Affengruppe um ihn kümmern wird? Am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig werten die Verhaltensforscher die Beobachtungen aus, die sie im Nationalpark Taï sammeln. Das Schimpansenwaisenkind hat Glück: Ein älteres Tier nimmt sich seiner an. Erstaunlich, denn das Männchen hat keinen Vorteil davon. "Xenius" will wissen: Handelt es aus Mitgefühl? Im Tierpark Berlin lernen die "Xenius"-Moderatoren Adrian Pflug und Emilie Langlande ein adoptiertes Pavianbaby kennen. Der Biologe Dr. Florian Sicks, der sich um das Affenbaby kümmert, ist hier für die Säugetiere zuständig – auch für deren Gefühlswelt. Auch an der Emory University in Atlanta wird an tierischen Gefühlen geforscht. Frans de Waal belegt bei einem Experiment mit Kapuzineräffchen, dass auch im Tierreich ein Gerechtigkeitssinn existiert. Bei einem Spiel mit der Trainerin bekommen die Tiere zur Belohnung ein Stück Gurke. Plötzlich bekommt ein Äffchen eine Traube, während das andere weiterhin nur Gurke erhält. Das lässt sich das Äffchen nicht gefallen: Es protestiert und stellt letztendlich die Zusammenarbeit ein. Es reagiert genau so, wie man es von Kindern kennt. Sind also komplexe Gefühle doch nicht nur den Menschen vorbehalten?

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


08:55 360° Geo Reportage (50 Min.)
Die Mutter der Bonobos
Reportage Deutschland / Frankreich, 2005
Wiederholung vom 24.04.

Regie: Dominique Hennequin


09:45 360° Geo Reportage (70 Min.) (HDTV)
Pythons, Invasion in Florida
Reportage Deutschland, 2016
Wiederholung vom 23.04.

Regie: Gordian Arneth


10:55 Vox Pop (25 Min.)
Atomenergie – Die wahren Kosten!
Moderation: Jean-Paul Lepers
Magazin Frankreich, 2016
Erstausstrahlung

Regie: Nicolas Thepot


11:20 Mit dem Zug durch … (45 Min.) (HDTV)
Sachsen
Dokumentationsreihe Deutschland, 2014
Wiederholung vom 14.04.

Regie: Susanne Mayer-Hagmann


12:05 Die Mosel (45 Min.) (HDTV)
Von der Quelle bis nach Metz
Dokumentationsreihe Deutschland, 2013
Wiederholung vom 14.04.

Regie: Thomas Radler


12:50 Die Mosel (45 Min.) (HDTV)
Drei Länder, ein Fluss
Dokumentationsreihe Deutschland, 2013
Wiederholung vom 14.04.

Regie: Thomas Radler


13:35 Die Mosel (45 Min.) (HDTV)
Von Trier bis nach Koblenz
Dokumentationsreihe Deutschland, 2013
Wiederholung vom 14.04.

Regie: Thomas Radler


14:20 Wildes Baltikum (40 Min.) (HDTV)
Die Küste
Dokumentation Deutschland, 2014
Wiederholung vom 16.04.

Regie: Christoph Hauschild, Almut Hauschild


15:00 Wildes Baltikum (45 Min.) (HDTV)
Wälder und Moore
Dokumentation Deutschland, 2014
Wiederholung vom 16.04.

Regie: Christoph Hauschild, Almut Hauschild


15:45 John Travolta – Rückkehr nach Hollywood (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2015
Wiederholung vom 19.03.

Regie: Antoine Coursat


16:40 ARTE Reportage (55 Min.)
Reportage Frankreich, 2016
Erstausstrahlung

Das Magazin für aktuelle internationale Politik wird immer samstags gegen 17.00 Uhr ausgestrahlt. Durch die Sendung führen abwechselnd Andrea Fies und William Irigoyen. Auf der Grundlage seines redaktionellen Sendeauftrags wirft "ARTE Reportage" den etwas anderen Blick auf wichtige Ereignisse des Weltgeschehens. Aktuelle Informationen finden Sie unter: www.arte.tv/artereportage


17:35 Augenblicke der Weltgeschichte (25 Min.) (HDTV)
Anuschka und Antoinette – Mit dem Bulli nach Kathmandu
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Erstausstrahlung

Regie: Jerôme Lambert, Philippe Picard

Im Jahr 1968 brachen fast weltweit Jugend – und Studentenrevolten aus. In den Niederlanden hatte sich die junge Generation ihre Freiheit bereits zum Teil erkämpft. 1975 schlug die 29-jährige Holländerin Anuschka ihrem Ehemann Alexandre vor, nach Kathmandu zu reisen. Doch dieser wollte sein Medizinstudium beenden und lehnte ab. Daraufhin gab Anuschka eine Anzeige auf und lernte Antoinette kennen. Die beiden Frauen kauften einen VW-Bus, in dem sie die nächsten zwölf Monate lebten. Anhand ihrer Fotos und Filme erzählen sie von ihrer abenteuerlichen Fahrt nach Kathmandu – und von Drogen, Musik, Spiritualität und freier Liebe. Ihre Reise steht für das Ende einer Ära, denn mit dem Krieg in Afghanistan und der Absetzung des Schahs von Persien wurde die Route faktisch geschlossen.

Hintergrundinfo:
Das 20. Jahrhundert stand ganz im Zeichen der Fotografie. Dank der neuen Technik konnte jedermann Erinnerungen an sein Leben in Bildern festhalten. Millionen von Amateurfotografen schufen so unwillkürlich eine Chronik ihrer Zeit. Die Reihe "Augenblicke der Weltgeschichte" erzählt anhand fotografischer Zeugnisse Schicksale ganz gewöhnlicher Menschen. Die Aufnahmen werden aus der Sicht der Fotografen subjektiv und in fiktionsähnlichem Stil kommentiert. Ergänzend veranschaulichen Filmpassagen aus dem Archiv den historischen Kontext.


18:00 Augenblicke der Weltgeschichte (30 Min.)
Vom Big Apple zur Schweizer Clubikone
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Erstausstrahlung

Regie: Jerôme Lambert, Philippe Picard

Vicky Henderson wurde 1926 in Alabama geboren. Obwohl die Sklaverei bereits mehr als ein halbes Jahrhundert zuvor abgeschafft worden war, war die Rassentrennung im Süden der USA noch allgegenwärtig. Vicky Henderson zog nach Harlem und gab ihr Debüt als Sängerin auf den New Yorker Bühnen. Dann wurde sie für die Tournee eines Musicals ausgewählt und überquerte 1947 den Atlantik. Die Einstellung der Europäer zu Schwarzen war noch stark von der Kolonialzeit geprägt. Doch Vicky behauptete sich und wurde die erste nichtweiße Kabarettsängerin und Tänzerin in der Schweiz. Ihre Fotoalben erzählen die Geschichte eines schwarzen Mädchens, dessen Schicksal sich durch die Musik grundlegend veränderte.

Hintergrundinfo:
Das 20. Jahrhundert stand ganz im Zeichen der Fotografie. Dank der neuen Technik konnte jedermann Erinnerungen an sein Leben in Bildern festhalten. Millionen von Amateurfotografen schufen so unwillkürlich eine Chronik ihrer Zeit. Die Reihe "Augenblicke der Weltgeschichte" erzählt anhand fotografischer Zeugnisse Schicksale ganz gewöhnlicher Menschen. Die Aufnahmen werden aus der Sicht der Fotografen subjektiv und in fiktionsähnlichem Stil kommentiert. Ergänzend veranschaulichen Filmpassagen aus dem Archiv den historischen Kontext.


18:30 Zu Tisch in … (25 Min.) (HDTV, UT)
Aragonien
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015

Regie: Adama Ulrich

Aragonien liegt im Nordosten Spaniens. Im Norden ragen die Zentralpyrenäen mit fast 3.500 Meter hohen Gipfeln in den Himmel, und im Süden bildet das Iberische Randgebirge eine natürliche Grenze. Zahlreiche Flüsse und Stauseen sorgen für fruchtbare Böden. Die Region ist vor allem von der Landwirtschaft geprägt. Gemüse wächst in Aragonien besonders gut. Der große Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht fördert das Wachstum. Im Sommer sind in Aragonien die Tage heiß und die Nächte kühl. Borretsch ist eine regionale Spezialität. Es schmeckt intensiv nach frischen grünen Gurken und wird aus diesem Grund auch Gurkenkraut genannt. Aus den Stielen bereiten die Gemüsebauern deftige Suppen, aus den Blättern ein süßes Dessert zu. Araceli Marzo hat einen Bioladen in Mas de las Matas, einer kleinen Stadt in der Region Bajo Aragón. Anfangs musste sie gegen die Billigprodukte der industriellen Landwirtschaft kämpfen. Doch inzwischen kommen viele Kunden immer wieder. Sonia Peralta beliefert den Bioladen mit frisch geerntetem Obst und Gemüse aus ihrem Permakulturgarten. Ihr oberstes Ziel ist es, nachhaltig und umsichtig zu wirtschaften und so den Boden zu schonen. Sie verwendet keinen Kunstdünger, und Schädlinge bekämpft sie auf natürliche Weise.

Hintergrundinfo:
"Zu Tisch in …" reist in die Regionen Europas und schaut bei der Zubereitung traditioneller Gerichte zu. Die Küchenkultur europäischer Landschaften offenbart ihren Reichtum und weckt Verständnis für eine vielleicht fremde Lebensart. Rezepte können über Teletext und Internet abgerufen werden: www.arte.tv/zutischin


18:55 Karambolage (15 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Mehr Infos unter: arte.tv/karambolage
Erstausstrahlung

Regie: Claire Doutriaux

Die Geschichte
Claire Doutriaux erklärt die Hintergründe einer politischen Affäre, die in Frankreich Geschichte geschrieben hat: die Dreyfus-Affäre.

Hintergrundinfo:
Neuerdings samstags um 18.55 Uhr führt ARTE in die Welt der deutsch-französischen Eigenarten, wagt in kurzen Rubriken einen humorvollen, zuweilen auch kritischen Blick auf Besonderheiten deutscher und französischer Alltagskultur und entschlüsselt sie auf ungewohnte Weise: ein Wort, ein Gegenstand, die Einrichtung eines Büros, ein Kleidungsstück … Vieles erscheint plötzlich in einem anderen Licht, wenn man es mit fremden Augen sieht.


19:10 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


19:30 Beruf Tierfilmer (45 Min.) (HDTV)
Mark Shelley in Kalifornien
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Erstausstrahlung

Regie: Werner Schuessler

Der 60-jährige Kalifornier Mark Shelley hat das Image eines Öko-Rebellen. Sicher auch deshalb, weil er in den USA als einer der Ersten im oft verklärenden Tierfilm-Genre ökologische Bewusstseinsbildung betrieb. In seinem vorläufig letzten Projekt beschäftigt er sich mit den in der Nähe seines Wohnorts lebenden, stark gefährdeten Seeottern. Er gibt Einblick in das Rehabilitationsprogramm des Monterey Bay Aquarium, das verletzte Otter und verwaiste Otterbabys aufpäppelt und auf ihre Auswilderung vorbereitet. Erst bei der Auswilderung zeigt sich dann, ob sie in Freiheit überlebensfähig sind und wieder selbstständig Nahrung finden können. Für Shelley bedeutet sein Film eine Zerreißprobe: Als Filmemacher sieht er zwar seine aufklärende und ein waches Bewusstsein schaffende Funktion und deren Bedeutung, ist sich aber gleichzeitig im Klaren, dass er mit seinen Bildern den Lebensraum der Tiere preisgibt und sie damit erneut gefährdet. So reift während der Dreharbeiten seine Entscheidung, aus dem Filmgewerbe auszusteigen. Das Porträt des Tierfilmers zeigt auch dessen Beziehung zu seiner 15-jährigen Tochter. Der Kalifornier möchte den Teenager für die Tierwelt seiner Heimat begeistern und gleichzeitig für die Verantwortung des Planeten gegenüber sensibilisieren. In persönlicher Konsequenz heißt das für Shelley, eine eigene Landwirtschaft aufzubauen, nämlich auf der Basis von nachhaltiger Lebensmittelproduktion und Selbstversorgung.


20:15 Napoleon Bonapartes Russland-Feldzug (50 Min.) (HDTV)
Die Moskwa
Dokumentation Frankreich, 2014

Regie: Fabrice Hourlier

Napoleon braucht einen schnellen, entscheidenden Sieg, der den Zaren zur Kapitulation zwingt. Die Russen weigern sich jedoch zu kämpfen und verlegen sich auf die Taktik der verbrannten Erde, um den Vormarsch des Angreifers zu verhindern, ihn zu schwächen beziehungsweise auszuhungern. Bei drückender Hitze marschiert die Grande Armée im Sommer 1812 von Kaunas nach Smolensk. Die Soldaten brechen zusammen, verdursten oder erliegen dem Typhus. Doch die Moral der Truppe bleibt gut. Der Grenadier der kaiserlichen Garde, Sergent Bourgogne, vertraut auf einen erneuten Sieg Napoleons. Bereits im Alter von 27 Jahren wurde er Veteran der napoleonischen Armee. Es gelingt ihm, seine angsterfüllten jungen Kameraden zu beruhigen. Als Smolensk im August 1812 bei einem ersten größeren Gefecht in Flammen aufgeht und weder die historische Altstadt noch die Zivilbevölkerung verschont bleiben, löst das in der russischen Bevölkerung eine schwere Krise aus. Der Zar muss die Achtung seines Volkes zurückgewinnen und will im Kampf gegen den Besatzer und den "Antichristen" die Reihen hinter sich schließen. Tausende Leibeigene werden ihren Familien entrissen und eingezogen. Es ist an der Zeit, dem Feind die Stirn zu bieten. Bis Moskau, zum "Herzen Russlands", sind es nur noch drei Tagesmärsche. Bei Borodino, etwa 100 Kilometer vor Moskau, ließen sich die Russen unter dem Oberkommando von Fürst Michail Kutusow am 7. September auf den blutigsten Kampf des Krieges ein. Das Gemetzel endete mit dem Tod von 80.000 Soldaten. Die Schlacht weckt in Frankreich erneut Hoffnungen auf einen triumphalen Sieg Napoleons. Die Russen treten den Rückzug an und die Grande Armée marschiert am 14. September 1812 in Moskau ein. Dort erwartet Napoleon ein verhängnisvolles Geschenk: eine menschenleere Stadt und verlassene Paläste. Als die Flammen himmelhoch auflodern, schnappt die Falle zu: Moskau verwandelt sich in ein brennendes Labyrinth.


21:05 Napoleon Bonapartes Russland-Feldzug (55 Min.) (HDTV)
Die Bjaresina
Dokumentation Frankreich, 2014

Regie: Fabrice Houlier

Durch den Brand von Moskau hat die Grande Armée große Entbehrungen hinzunehmen, es fehlt an Unterkünften und Lebensmitteln. Doch Napoleon hält Zar Alexander I. für einen Schwächling und glaubt weiter an seinen guten Stern. Er bleibt so lange in der Stadt, bis er schließlich den Tatsachen ins Auge sehen muss: Der Zar würde niemals kapitulieren. Michail Kutusow, Generalfeldmarschall der russischen Armee, lehnt Verhandlungen über einen Waffenstillstand grundsätzlich ab. Napoleon hat keine andere Wahl, als den Rückzug anzutreten. Die ungeordneten Reihen der Grande Armée brechen gen Westen auf. Doch der harte russische Winter mit Schnee und arktischen Temperaturen unter minus 30 Grad Celsius trifft sie unvorbereitet. Den Pferden mangelt es an Heu, sie werden immer schwächer. Zuletzt werden die Tiere geschlachtet, um die hungernden Soldaten zu ernähren. Es ist ein schier endloser Leidensweg. Als das Pferdefleisch ausgeht, stillen die Soldaten ihren Hunger mit dem Fleisch toter Kameraden. Jeder ist sich selbst der Nächste. Und Gott stehe dem bei, der sich wie Sergent Bourgogne im Schneesturm verläuft und den Kosaken in die Hände fällt. An der Bjaresina im heutigen Weißrussland kam es Ende November 1812 zur letzten großen Schlacht. Nach Napoleons taktischem Sieg über Kutusow stellt die Überquerung des Flusses den fatalen Höhepunkt des Rückzugs dar. Trotz der heldenhaften Leistungen der Pontoniere und Sappeure kommt es zu einer Katastrophe: Das dramatische Gedränge auf den Brücken führt zu unzähligen Opfern unter Zivilisten, Kranken und Verletzten, die in das Eiswasser stürzen oder am falschen Flussufer zurückbleiben. Die Reste der Grande Armeé können sich bei großen Verlusten ans andere Ufer retten. Napoleon erfährt, dass ein gewisser General Claude-François Malet in Paris einen Putschversuch gegen ihn unternommen habe. Daraufhin lässt er seine Armee im Stich und reist mit General Caulaincourt im Schlitten zurück nach Frankreich. Die Memel, Ausgangspunkt des Feldzuges, erreichten im Dezember nur noch 20.000 halbverhungerte Gestalten. Der Sieg über Napoleon bildet die Grundlage eines identitätsstiftenden Patriotismus, der es Russland schließlich ermöglicht, sich dauerhaft als Großmacht zu etablieren.


22:00 Insekten, Superhelden auf sechs Beinen (50 Min.) (HDTV)
Dokumentation Deutschland, 2017
Erstausstrahlung

Regie: Björn Platz

Die kleinen "Kerbtiere", so die lateinische Übersetzung des Wortes Insecta, sind die erfolgreichsten Lebewesen dieses Planeten. Sie haben im Laufe der Evolution Fähigkeiten entwickelt, die den Menschen staunen lassen. Mit rund einer Million bekannter Arten gibt es mehr Insektenarten als Säugetier-, Pflanzen-, Bakterien – und Virenarten zusammen. Die Insektenforscherin Audrey Dussutour untersucht in Toulouse das Verhalten Argentinischer Ameisen und die überlegene Logistik dieser Tiere. Denn Ameisen kennen keinen Stau. Mit ihren Erkenntnissen will Dussutour helfen, die menschlichen Verkehrsprobleme zu lösen. Außerdem wird das ausgeklügelte Logistiksystem der Ameisen seit neuestem zur Steuerung von Robotern benutzt.
Der Zoologe Andreas Vilcinskas dagegen möchte die Fähigkeiten der Asiatischen Marienkäfer nutzen. Er hat entdeckt, dass der Asiatische Marienkäfer sich deshalb hierzulande so schnell ausbreitet, weil er ein besonders leistungsfähiges Immunsystem besitzt. Nun möchte Vilcinskas herausfinden, wie dieses Immunsystem entschlüsselt und für die Medikamentenentwicklung nutzbar gemacht werden kann. Er hofft, dass mit Hilfe der Asiatischen Marienkäfer der Kampf gegen multiresistente Keime gelingen kann. Die Dokumentation zeigt, wie Insekten dabei helfen können, einige der größten Probleme der Gegenwart zu lösen. Insekten sind bei weitem mehr als kleine lästige Krabbeltiere, sie sind die Superhelden der Natur.


22:50 Planet Sand (45 Min.) (HDTV)
China – Der Kampf gegen den "Gelben Drachen"
Dokumentation Frankreich, 2016
Erstausstrahlung

Regie: Thierry Berrod

China ist bedroht. Seine uralten, vor langer Zeit im Norden und in der Mitte des Landes entstandenen Wüsten wachsen unaufhörlich. Und neue bilden sich. Aride und semiaride Gebiete bedecken mittlerweile die Hälfte des Landes. Die Wüsten breiten sich in besiedeltem Gebiet aus und verdrängen dort wertvolles Ackerland in dramatischer Weise.
Die natürlichen Vegetationsbarrieren am Rande der Wüsten reichen nicht aus und können den Sandstaub, der sich auf Peking niederlässt, nicht mehr aufhalten. Jedes Frühjahr verschwindet die chinesische Hauptstadt samt Umland tagelang in Sandstürmen, die 270 Millionen Menschen die Luft zum Atmen nehmen. Untersuchungen zufolge gingen im Jahr 2010 über Peking mehr als 1.300.000 Tonnen Sandstaub nieder. Die Sandstürme kommen aus Regionen, die aus vier Gründen verwüstet sind: Raubbau, Entwaldung, Wassermangel und zunehmende Urbarmachung für die Viehzucht. China kämpft gegen diesen "Gelben Drachen", der das Land zu verschlingen droht. Eine Armee von 32.000 Regenmachern kämpft tagtäglich an der Front und baut eine "Grüne Mauer", so lang wie die Chinesische Mauer, die den Feind in Schach halten soll. Durch die Analyse des Staubs, der regelmäßig über Peking niedergeht, haben die Forscher erfahren, dass dieser aus Wüsten stammt, die sich mehrere Hundert Kilometer von der Stadt entfernt befinden. Die latente Gefahr beunruhigt die chinesischen Behörden so sehr, dass sie die Wüsten unter strenge Überwachung gestellt haben.

Hintergrundinfo:
Die Gletscher ziehen sich zurück, die Wüsten breiten sich aus. Im Zuge des Klimawandels hat dieses Phänomen in den letzten 50 Jahren weltweit dramatisch zugenommen. Die fünfteilige Dokumentationsreihe bereist China, Zentralasien, Südamerika, Australien und Afrika, wo fruchtbare Böden und wichtige Wasserreserven den wachsenden Wüsten zum Opfer fallen. Die Reihe lässt Wissenschaftler und Umweltschützer zu Wort kommen und stellt unterschiedliche Projekte vor, mit denen die fortschreitende Wüstenbildung gestoppt werden soll.


23:35 Naturopolis (55 Min.) (HDTV)
Rio – Es grünt am Zuckerhut
Dokumentationsreihe Frankreich, 2013

Regie: Bernard Guerrini, Mathias Schmitt

In dieser Folge geht es nach Rio de Janeiro, in die Metropole am Zuckerhut. Rio de Janeiro ist eine der schönsten Städte der Welt. In der Metropole mit ihrer Bucht, den legendären Stränden, den Bergen und großen Stadtwäldern ist auch die Natur allgegenwärtig. Doch hinter der Postkartenkulisse verbergen sich Umweltprobleme wie Luft - und Wasserverschmutzung, Erdrutschgefahr, planlose Bautätigkeit und wilde Müllkippen. Rio hat seine Umwelt der Industrialisierungspolitik geopfert, und heute wird man sich dessen bewusst. Die Öffnung der Favelas und das wachsende Umweltbewusstsein der Zivilbevölkerung infolge der gescheiterten Weltumweltgipfel sind nur einige Kräfte, die den Wandel herbeiführen. Große und kleine Initiativen mehren sich. Werden die Politiker dieses Engagement zu nutzen wissen? Mit der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 und den Olympischen Spielen 2016 rückt die Stadt ins Rampenlicht. Ein Anstoß für Rio, tatsächlich eine saubere Stadt zu werden, wie man es sich für 2016 zum Ziel gesetzt hat?

Hintergrundinfo:
Im "Naturraum Stadt" sind die Beziehungen zwischen Mensch, Tier und Pflanze eng und vielfältig. "Naturopolis" lädt dazu ein, die vier Megastädte New York, Rio de Janeiro, Tokio und Paris aus einem neuen Blickwinkel zu entdecken: Wie hat die Natur diese Städte geprägt? Inwiefern wurde die Natur vergessen oder zerstört? Wie hat die Natur die Stadt zurückerobert? Und warum ist es für die Städte überlebenswichtig, ihre Beziehung zur Natur neu zu definieren und auf Nachhaltigkeit zu setzen?


00:30 Naturopolis (50 Min.) (HDTV)
Paris – Der Traum vom Grün
Dokumentationsreihe Frankreich, 2013

Regie: Isabelle Cottenceau

Während Berlin über rund 25 Quadratmeter Grünfläche pro Einwohner verfügt und London sogar über 45 Quadratmeter, gibt es im Zentrum von Paris nur fünf Quadratmeter. Und auch mit ihrer Artenvielfalt liegt die französische Hauptstadt weit hinter anderen europäischen Metropolen wie Berlin oder Wien zurück. Wissenschaftler, Experten und Stadtverwaltung sind sich dessen bewusst und möchten die Stadt grüner machen. Damit würde die Stadt nicht nur schöner werden und ihren Bewohnern mehr Lebensqualität bieten. Wie überlebenswichtig beispielsweise der Einfluss von Baumalleen sein kann, hat Paris während der Hitzewelle 2003 leidvoll erfahren. So musste Paris die höchste Sterberate in den Stadtvierteln verzeichnen, in denen es kaum Bäume gab, die Schatten spenden und für niedrigere Temperaturen sorgen konnten. Seit die Hauptstadt erkannt hat, dass die Natur helfen kann, die Umweltprobleme von morgen zu lösen, wird die Begrünung in alle Richtungen vorangetrieben – inzwischen auch himmelwärts. So wurde das Dach eines Einkaufzentrums im Hochhausviertel Beaugrenelle am linken Seine-Ufer begrünt und gilt heute als größter Dachgarten der Stadt: 7.000 Quadratmeter Grünfläche mitten in Paris. Bis 2020 will die Stadtverwaltung insgesamt sieben Hektar begrünte Terrassen schaffen. Doch der Weg zum grünen Paris ist noch lang: Die Stadt wird ökologische Korridore er – und einschließen müssen, um Beton und Grünflächen, urbane Realität und Sehnsucht nach Natur, Zentrum und Peripherie miteinander in Einklang zu bringen und so den Traum vom Grün zu verwirklichen.

Hintergrundinfo:
Im "Naturraum Stadt" sind die Beziehungen zwischen Mensch, Tier und Pflanze eng und vielfältig. "Naturopolis" lädt dazu ein, die vier Megastädte New York, Rio de Janeiro, Tokio und Paris aus einem neuen Blickwinkel zu entdecken: Wie hat die Natur diese Städte geprägt? Inwiefern wurde die Natur vergessen oder zerstört? Wie hat die Natur die Stadt zurückerobert? Und warum ist es für die Städte überlebenswichtig, ihre Beziehung zur Natur neu zu definieren und auf Nachhaltigkeit zu setzen?


01:20 Naturopolis (55 Min.) (HDTV)
New York – Die grüne Revolution
Dokumentationsreihe Frankreich, 2012

Regie: Bernard Guerrini, Mathias Schmitt

Diese Folge führt nach New York, wo der grüne Wandel bereits begonnen hat. Im Herzen New Yorks trifft die Natur auf die Stadt, sie fordert sie heraus und bricht sich schließlich ihre Bahn. Der Natur, die jahrelang im Zuge der Urbanisierung verdrängt oder gar zerstört wurde, gelingt es nach und nach, die Stadt zurückzuerobern. Unterstützung erhält sie von Menschen, die mitten im Herzen der Stadt für die Natur leben. Sie setzen sich dafür ein, die Natur zu einem gesellschaftlichen Projekt werden zu lassen und arbeiten hartnäckig daran, New York in eine umweltfreundliche "Green City" umzuwandeln, die sich dem Schutz der Umwelt verpflichtet fühlt. Sie wollen eine "Post-Kyoto-Metropole", eine Niedrigenergie-Stadt mit begrünten Dächern und Passivgebäuden, in der vertikale Landwirtschaft und Bionik fester Bestandteil des Alltags sind. Alles Utopie? Ja und nein. Der Wandel hat bereits begonnen – wie das Beispiel New York vor Augen führt.

Hintergrundinfo:
Im "Naturraum Stadt" sind die Beziehungen zwischen Mensch, Tier und Pflanze eng und vielfältig. "Naturopolis" lädt dazu ein, die vier Megastädte New York, Rio de Janeiro, Tokio und Paris aus einem neuen Blickwinkel zu entdecken: Wie hat die Natur diese Städte geprägt? Inwiefern wurde die Natur vergessen oder zerstört? Wie hat die Natur die Stadt zurückerobert? Und warum ist es für die Städte überlebenswichtig, ihre Beziehung zur Natur neu zu definieren und auf Nachhaltigkeit zu setzen?


02:15 Naturopolis (50 Min.) (HDTV)
Tokio – In Zukunft grün?
Dokumentationsreihe Frankreich, 2012

Regie: Bernard Guerrini, Mathias Schmitt

Tokio – eine Millionenstadt, die unaufhaltsam wächst. Es ist eine Stadt, die sich durch die Beseitigung ihrer Grünflächen ein eigenes Klima geschaffen hat und unter ihrem Gigantismus leidet. Die Tokioter suchen nach Lösungen für ihre überhitzte Stadt, die so zubetoniert ist, dass nicht einmal mehr das Meer zu sehen ist. Doch tief im Innern haben die Bewohner von Tokio ihre spirituelle Verbindung zur Natur niemals ganz verloren. Vor einem Jahrhundert, als Tokio noch "Edo" hieß, war der japanische Regierungssitz die größte Gartenstadt der Welt, ein Vorbild für Ökologie und den Einklang mit der Natur. Alle freien Flächen innerhalb der Stadt wurden als Felder genutzt. Man hatte Bewässerungskanäle gebaut, um den Anbau von Reis zu ermöglichen. Die Stadt war also reich an Wasser und Grünflächen und zeichnete sich durch eine hohe Biodiversität aus. Tokio möchte nun an seine Vergangenheit anknüpfen, um sich neu zu erfinden. Heute ist es ein zentrales Anliegen, wieder mehr Natur in die Stadt zurückzubringen: Stadtplaner, Wissenschaftler, Gartenkünstler und Politiker arbeiten an der Entstehung einer grünen Stadt. Tokio soll eine "Smart City" mit vielen Parks und Grünflächen werden; die intelligente Stadt widersteht Naturkatastrophen und erzeugt ihre eigene Energie – eine autarke Idealstadt, der Unwetter und Erdbeben nichts anhaben können. Umweltvisionäre sehen in Tokio bereits die ideale Gartenstadt des dritten Jahrtausends.

Hintergrundinfo:
Im "Naturraum Stadt" sind die Beziehungen zwischen Mensch, Tier und Pflanze eng und vielfältig. "Naturopolis" lädt dazu ein, die vier Megastädte New York, Rio de Janeiro, Tokio und Paris aus einem neuen Blickwinkel zu entdecken: Wie hat die Natur diese Städte geprägt? Inwiefern wurde die Natur vergessen oder zerstört? Wie hat die Natur die Stadt zurückerobert? Und warum ist es für die Städte überlebenswichtig, ihre Beziehung zur Natur neu zu definieren und auf Nachhaltigkeit zu setzen?


03:05 Durch die Nacht mit … (55 Min.) (HDTV)
Sasha Grey und Mary Ocher
Magazin Deutschland, 2013

Regie: Fred Schut, Markus Heidingsfelder

In Hamburg trifft die außergewöhnliche Ex-Pornodarstellerin Sasha Grey auf die russischstämmige Musikerin und Künstlerin Mary Ocher, die aufgrund ihrer unkonventionellen Videos und ihrer eigenwilligen, Pop und Polka fusionierenden Musik hohes Ansehen in der Indie-Szene genießt. Für Ocher ist Grey mehr als nur ein Ex-Porno - und künftiger Hollywoodstar: Sie sieht in ihr ein Vorbild für junge Frauen. Grey habe gezeigt, dass Frauen in Sachen Sex die Initiative ergreifen können. Die Voraussetzungen für den Abend sind gut: Es treffen zwei Frauen aufeinander, die genau das machen, was sie wollen - Sasha Grey hat ihre eigene Karriere fest im Blick, Mary Ocher ihre Kunst. Und doch könnten sie, obwohl sie alterstechnisch nur drei Jahre auseinander liegen, unterschiedlicher nicht sein.
Schon bei der ersten Begegnung der beiden wird klar: Hier stoßen zwei Welten aufeinander. Mary bewundert Sasha für ihren offenen und expliziten Umgang mit Sex, weil die bekennende Exzentrikerin eigentlich introvertiert ist. Nur wenn sie am Klavier sitzt, geht sie aus sich heraus. Sasha dagegen bleibt die schüchterne, oft verlegen kichernde Liedermacherin fremd. Zu professionell und businesslike ist ihr Denken, um den auf viele charmant wirkenden Dilettantismus Ochers schätzen zu können. Sie gibt den Profi, betont immerzu die geschäftlichen Aspekte ihrer Karriere. Für sie ist auch ihr erster Roman "Die Juliette Society", der sich im Fahrwasser von "Shades of Grey" bewegt, Ergebnis eines Marktkalküls. Bei der Stadtrundfahrt mit einem der berühmten roten Doppeldecker werden die unterschiedlichen Charaktere klar. Während Grey sich über den im Bus für sie bereitgestellten Alkohol freut, betont Ocher: "I don't drink alcohol. Only on special occasions." – wozu dieser Abend für sie offensichtlich nicht gehört. Beim Besuch der Dionysos-Ausstellung bleiben beide für sich – still versunken in die modellierten Penisse und erotischen Anzüglichkeiten auf den antiken Vasen. Doch dann offenbart Hamburg sein Potenzial.
Im Rotlichtviertel zeigt sich, dass Greys rebellisches Image alles andere als ein Fake ist. Die Herbertstraße ist für Frauen verboten? "Ok, let's go", entscheidet sie kurzerhand, und Ocher folgt ihr fröhlich kichernd auf den wohl berühmtesten Freilicht-Strich der Welt. Und die Reaktion der Prostituierten lässt nicht lange auf sich warten. Anschließend klärt Ocher ihre Begleitung darüber auf, dass es sich hier um ein "perfectly safe environment" handle und auch die Gesundheitsversorgung der käuflichen Damen vorbildlich sei. Beim Besuch des Ateliers der Hamburger Künstlerin Mariola Brillowska und bei dem 'etwas anderen' Schauspielunterricht an der Open Acting Academy erleben sie herrlich bizarre, unfreiwillig komische Momente der Körperarbeit. Aber zueinander finden die beiden Frauen trotzdem nicht. Zu groß ist der Mentalitätsunterschied. So bleibt der Abend Dokument einer gescheiterten Annäherung zweier Welten: Europa und die USA, Indie-Kleinkunst und Hollywood-Business.


04:00 Humanima – Mensch und Tier (25 Min.) (HDTV)
Leben im Biodôme
Dokumentationsreihe Kanada, 2008
Wiederholung vom 11.04.

Regie: Simon C. Vaillancourt


04:25 (Fast) die ganze Wahrheit (3 Min.) (HDTV)
Scarlett Johansson
Fernsehserie Frankreich, 2014

Regie: Nicolas Rendu

Scarlett Johansson ist eine der begabtesten und attraktivsten Schauspielerinnen Hollywoods. Doch manchmal fühlt sie sich wie eine alte Frau, die in einem jungen Körper gefangen ist.

Hintergrundinfo:
(Fast) die ganze Wahrheit – in drei Minuten alles über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. Mit Ironie und Absurdität skizziert jede Folge eine Person des Zeitgeschehens, die Schlagzeilen machte.


04:28 Sendeschluss

 

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Sonntag, 30. April 2017


05:05 Kurzschluss – Das Magazin (55 Min.)
Schwerpunkt "Go East Festival – Georgien"
Magazin Deutschland, 2017
Wiederholung vom 26.04.

Warten auf Mama
Deda
Kurzfilm
Georgien, 2011
ZDF
Wiederholung vom 26.04.
Produktion: Polare Film

Regie: Nana Ekvtimishvili
Drehbuch: Nana Ekvtimishvili

Der Regenschirm
Zontik
Kurzfilm
UdSSR, 1967
ZDF
Wiederholung vom 26.04.
Schwarzweiß

Regie: Mikhail Kobakhidzé
Drehbuch: Mikhail Kobakhidzé

Karussell
Karusel
Kurzfilm
UdSSR, 1962
ZDF
Wiederholung vom 26.04.
Schwarzweiß

Regie: Mikhail Kobakhidzé
Drehbuch: Mikhail Kobakhidzé


06:00 Abgedreht! (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Wiederholung vom 23.04.


06:45 Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten! (30 Min.) (HDTV)
Die Prosa von der Transsibirischen Eisenbahn … und der kleinen Jehanne von Frankreich
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Wiederholung vom 23.04.

Regie: Antoine Coursat, Augustin Viatte


07:15 Wildes Baltikum (45 Min.) (HDTV)
Die Küste
Dokumentation Deutschland, 2014
Wiederholung vom 16.04.

Regie: Christoph Hauschild, Almut Hauschild


08:00 Einmal ohne Ritalin (15 Min.) (HDTV)
Kindersendung Niederlande, 2013
Erstausstrahlung

Regie: Susan Koenen

Nike ist sieben Jahre alt. In der Schule war sie oft sehr unruhig. Deshalb ging ihre Mutter mit ihr zum Arzt, der ein Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) bei ihr diagnostizierte. Seither nimmt sie Ritalin-Tabletten. Wenn sie selbst entscheiden könnte, würde sie die Tabletten sofort absetzen. Sie schmecken wirklich scheußlich. Nike will nicht anders sein als ihre Freunde und fragt sich, warum ausgerechnet sie Medikamente nehmen muss und andere ebenfalls unruhige Kinder nicht. Leider ist die Krankheit erblich und ihre Mutter hat sie auch. Nike selbst fühlt keinen Unterschied, ob sie die Tabletten genommen hat oder nicht. Weil sie wirklich darauf besteht, darf Nike einen Tag ohne Ritalin in die Schule gehen. Sie will beweisen, dass es auch ohne Medikamente geht …

Hintergrundinfo:
Die Dokumentationsreihe erzählt Geschichten von Kindern aus Kinderperspektive. Einige der sieben Filme wurden mit Preisen bedacht. Die Dokumentarfilme lassen junge Menschen in einer besonderen Lebenssituation oder an einem Wendepunkt zu Wort kommen. Auch wenn es anfangs nicht immer einfach oder sogar unmöglich erscheint, für jede schwierige Thematik gibt es eine Lösung.
"Einmal ohne Ritalin" lief 2015 auf dem Providence Children's Film Festival in den USA.


08:15 Die rasenden Engel der Linea 5 (15 Min.)
Kindersendung Deutschland, 2010

Ein paar Bretter und vier Räder aus Kugellagern bestimmen ihr Leben: Auf ihren selbst gebauten Karren stürzen sich die Balineros die höchste und gefährlichste Passstraße Kolumbiens, die Linea 5, hinunter, um überall dort mit anzupacken, wo sie gebraucht werden. Seit über 30 Jahren ist auch Loco mit seinen Kollegen jeden Tag bergab – und bergauf unterwegs. Er regelt den Lkw-Verkehr, organisiert Ersatzteile und bewacht havarierte Lastzüge. Für den 15-jährigen Felix ist es der größte Traum, irgendwann ein Balinero wie Loco zu sein. Noch verrichtet er die weniger ehrenvollen Aufgaben wie das Waschen der Schwertransporter. Ein Jahr lang hat er alle Einzelteile für seinen eigenen Kugellagerkarren zusammengetragen. Nun ist es so weit – mit der ersten Fahrt in seinem neuen Karren wird er zur Mannschaft der rasenden Engel der Linea 5 gehören.

Hintergrundinfo:
ARTE zeigt außergewöhnliche Kinder und deren Schicksale: Ein Bauernmädchen aus Rajasthan wird Ministerin in einem Kinderparlament und lernt so Demokratie. Simon, ein junger Indianer aus dem bolivianischen Dschungel, geht mit seinem Dorforchester auf große Konzertreise. Ein kolumbianischer Junge lebt an der berüchtigten, steilen und kurvigen Passstraße "Linea 5". Dort hilft er Fahrern liegengebliebener Lastwagen – und träumt von seinem eigenen Bollerwagen. In manchen der Geschichten, die die ARTE-Reporter aus der ganzen Welt mitgebracht haben, spielen außerdem Tiere die Hauptrolle.


08:30 Bunt, gesund und manchmal rund (25 Min.) (HDTV)
Kokosnuss – Erbsen
Kindersendung Frankreich, 2015

Regie: Claudia Marschal

Heute liefern sich Super-Kokosnuss und Johann Ludwig zur Erbse ein Rennen. Die Kokospalme ist heutzutage nahezu überall in den Tropen anzutreffen. Hauptanbaugebiete sind die Länder Südostasiens sowie Zentral – und Südamerikas. Kokosfrüchte können Tausende von Kilometern im Meer treiben, und wenn sie wieder an Land gespült sind, können sie dort wieder keimen. Kokospalmen können eine Höhe zwischen 20 und 35 Meter Höhe erreichen und werden auch "Baum des Lebens" genannt. Marco Polo hat die Kokosnuss vor etwa 800 Jahren auf einer seiner zahlreichen Expeditionen entdeckt. Das weiße Fruchtfleisch der Kokosnuss schmeckt nicht nur sehr lecker, auch das Fett, das die Nuss zu zwei Dritteln enthält, wird für Kosmetikprodukte wie Seifen und Cremes verwendet. Die Erbse ist eine Hülsenfrucht. Die krautige Pflanze, an der Erbsen in einer Schote sprießen, wächst am Boden oder rankend und kann bis zu zwei Meter hoch werden. Man sät die Pflanze im April aus, und im Juli können die kleinen grünen Erbsen geerntet werden. Und was hat eine Erbse unter einer Matratze zu suchen? Das erzählt am Ende das berühmte Märchen "Die Prinzessin auf der Erbse".

Hintergrundinfo:
Warum sind Zitrone, Möhre und Co. so gesund? Wieso sollten sie auf keinen Fall in unserem Speiseplan fehlen? Die Doku-Reihe "Bunt, gesund und manchmal rund" geht diesen Fragen auf die Spur. Aus der Sicht jeweils einer Obst – und Gemüsesorte werden Kindern in jeder Folge spielerisch, dynamisch und anschaulich die Vorteile der leckeren Vitaminbomben nähergebracht. Protagonisten wie die Super-Möhre, Johann Ludwig zur Erbse und Agent Brokk sind nicht auf den Mund gefallen, wenn es darum geht, von ihrem guten Geschmack und ihren Stärken zu schwärmen.


08:55 Die Zeitfälscherin (25 Min.) (HDTV, UT)
Junge Liebe
Kindersendung Dänemark, 2014
ARTE / NDR

Regie: Kaspar Munk

Ein Glück, dass Sofie die Heimatchronik von 2014 bei sich hat. So kann sie im Jahr 1984 vorhersagen, was die Zukunft bringen wird. Sie bastelt gemeinsam mit Opa ein Zeitungshoroskop, um Camilla wieder an die Sterne glauben zu lassen. Das Vorhaben gelingt. Und das macht nicht nur Sofie und Dixie glücklich, sondern auch Oma Esther als Mondschein, die in Sofie ihre Enkelin erkennt. Die Kinder können beruhigt ins Jahr 2014 zurückkehren. Aber was ist inzwischen dort passiert?
Die 13-jährige Sofie leidet unter der Scheidung ihrer Eltern. Kurz vor Weihnachten ist es ihr sehnlichster Wunsch, dass die Familie gemeinsam das Fest verbringt. Doch wie kann sie dafür sorgen, dass die Eltern wieder zueinanderfinden? Zum Glück ist Sofies Großvater Alfred Wissenschaftler. Seine neueste Erfindung ist die perfekte Lösung für Sofies Problem: eine Zeitmaschine! Sofie – selber ein Wissenschaftsfreak – beginnt mit Hilfe der Zeitmaschine in die Vergangenheit zu reisen, um die Ehe ihrer Eltern zu retten. Doch bald schon muss sie feststellen, dass man vorsichtig sein muss beim Spiel mit der Zeit. Denn Veränderungen in der Vergangenheit können fatale Auswirkungen auf die Zukunft haben …

Hintergrundinfo:
Die dänische Fantasieserie "Die Zeitfälscherin" erzählt in 24 Episoden die Geschichte der 13-jährigen Sofie, die in der Weihnachtszeit mit Hilfe einer Zeitmaschine versucht, die Ehe ihrer Eltern zu retten. Die Kinderserie fungierte 2014 als Fernsehadventskalender im dänischen Kinderprogramm von DR1.


09:20 ARTE Junior Das Magazin (15 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


09:35 Pünktchen und Anton (105 Min.) (HDTV)
Spielfilm Deutschland, 1998
Wiederholung vom 14.04.
Produktion: Bavaria Film, Lunaris Film – und Fernsehproduktion, ZDF

Rollen und Darsteller:
Pünktchen – Elea Geissler
Anton – Max Felder
Bettina Pogge – Juliane Köhler
Richard Pogge – August Zirner
Elli Gast – Meret Becker
Laurence – Sylvie Testud

Regie: Caroline Link
Produzent: Peter Zenk, Uschi Reich
Drehbuch: Caroline Link
Musik: Niki Reiser
Kamera: Torsten Breuer
Schnitt: Patricia Rommel
Autor: Erich Kästner


11:20 Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten! (30 Min.) (HDTV)
Flugzeugemblem mit Storch
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Erstausstrahlung

Regie: Antoine Coursat, Augustin Viatte

In Saal 10 des Auktionshauses Hôtel Drouot in Paris drängen sich Schaulustige und Flugzeugsammler. Die Auktionsobjekte ziehen vorbei, als plötzlich ein besonderer Gegenstand zu Gebot steht: ein großes Stück khakifarbener Flugzeugbespannung mit dem berühmten Storchenlogo. Was ist an einem simplen Stück Stoff so begehrenswert? Und wozu diente es einst? Der majestätische Storch mit durchdringenden Blick und ausgebreiteten Schwingen auf khakifarbenen Stoff zierte einmal den Rumpf eines Flugzeugs. Zu Beginn der Luftfahrt wurden Flugzeuge aus Holz gefertigt. Um Gewicht zu sparen, wurden Cockpit und Tragflächen nicht massiv ausgeführt, sondern als stoffbespanntes Gerüst. Dass allerdings gerade dieses Stück Stoff so viele Sammler in Verzückung versetzt, liegt an einer handschriftlichen Widmung, die sich von dem khakifarbenen Grund abhebt: "avec mon meilleur souvenir" – in bester Erinnerung. Sie stammt von dem berühmten Flugpionier und Kampfpiloten Dieudonné Costes. Diese Folge der Dokumentationsreihe hebt ab in die Welt der Luftfahrliebhaber und entdeckt die besondere Geschichte dieses interessanten und seltenen Auktionsobjekts.

Hintergrundinfo:
Jedes Jahr werden in Auktionshäusern Tausende Kunstgegenstände und Kunstwerke versteigert. Einige Objekte heben sich durch ihre Machart, ihre Nutzung, ihre früheren Besitzer oder ihre Umwidmung – also durch ihr "Vorleben" – von den übrigen ab und wecken dadurch das Interesse und zuweilen auch die Gier der Auktionatoren. Mit Unterstützung von Auktionatoren und Experten wurden auffällige, seltene und faszinierende Gegenstände ausgewählt. Ein echter Kunstkrimi, der mit der Versteigerung im Auktionshaus seinen Anfang nimmt und weit in die Geschichte zurückführt.


11:50 Abgedreht! (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Erstausstrahlung

(1): Ikone: Toulouse-Lautrec
Der französische Maler Henri de Toulouse-Lautrec zählt mit zu den größten Ikonen von Montmartre. Seine Bilder halten eine Epoche ebenso wie dieses legendäre Pariser Stadtviertel auf ewig fest. Der Romanschriftsteller Franck Maubert erzählt die Lebensgeschichte des beeindruckenden Künstlers.
(2): Listomania: 10 Dinge, die man nicht unbedingt über die Montmartre-Maler weiß
Jeder weiß, dass Montmartre früher das Künstlerviertel schlechthin war, dass Picasso hier im Bateau Lavoir sein Bild "Demoiselles d'Avignon" präsentierte und dass die Place du Tertre zu bestimmten Zeiten hoffnungslos überlaufen ist. Hier jetzt aber zehn Infos zu den Malern von Montmartre, die weniger geläufig sind …
(3): Rare Perle: Jean Renoir und Montmartre
Am 27. Oktober 1968 war Jean Renoir bei der französischen Fernsehsendung "L'invité du dimanche" eingeladen. Eine Reportage zeigt den Regisseur in seinem Viertel. Renoir führt eine amerikanische Journalistin durch Montmartre, berichtet, wie es sich in diesem Viertel zu Zeiten seines Vaters lebte und wie es für seinen Film "French Cancan" zur Inspiration wurde.


12:35 Zu Tisch im … (25 Min.) (HDTV, UT)
Bergischen Land
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Wiederholung vom 22.04.

Regie: Adama Ulrich


13:00 Humanima – Mensch und Tier (25 Min.) (HDTV)
Begegnung mit Eisbären
Dokumentationsreihe Kanada, 2008
Wiederholung vom 23.03.

Regie: Simon C. Vaillancourt


13:25 Rheingold – Gesichter eines Flusses (90 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Deutschland, 2014
Wiederholung vom 17.04.

Regie: Peter Bardehle, Lena Leonhardt


14:55 Napoleon Bonapartes Russland-Feldzug (55 Min.) (HDTV)
Die Moskwa
Dokumentation Frankreich, 2014
Wiederholung vom 29.04.

Regie: Fabrice Hourlier


15:50 Napoleon Bonapartes Russland-Feldzug (55 Min.) (HDTV)
Die Bjaresina
Dokumentation Frankreich, 2014
Wiederholung vom 29.04.

Regie: Fabrice Houlier


16:45 Metropolis (45 Min.)
Metropole Potsdam
Magazin Deutschland, 2017
Erstausstrahlung

Yasmine Hamdan
Die libanesische Underground-Ikone Yasmine Hamdan meldet sich mit einem neuen Album zurück: "Al Jamilat" – erneut ein Brückenschlag zwischen arabischer Volksmusik und modernem westlichen Pop. "Metropolis" trifft die charismatische Sängerin bei einer Bandprobe in Paris, kurz bevor sie ab Mai zu einer Tour nach Deutschland aufbricht.

(1): Metropolenreport Potsdam
(2): Musik: Yasmine Hamdan


17:30 Im Herzen des Moulin Rouge (50 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentation Deutschland, 2015

Regie: Nina Rose

Seit 125 Jahren inszeniert das Moulin Rouge Tag für Tag einen glitzernden Traum aus Tanz, Erotik und Varieté-Einlagen. Doch hinter der federgeschmückten Leichtigkeit steckt Knochenarbeit. Diese Erfahrung haben Generationen von Tänzerinnen machen müssen, die ihr Leben dem berühmtesten Revuetheater der Welt verschrieben haben. Die Dokumentation "Im Herzen des Moulin Rouge" ist die Eintrittskarte in den Backstage-Bereich der Pariser Cabaret-Szene, eine magische und unterhaltsame Reise in das Paralleluniversum der erotischen Unterhaltung, Lust, Avantgarde und Dekadenz. Höhepunkt der Show ist der fulminante Auftritt der Doriss Girls, die ebenso in der Sendung zu Wort kommen wie ehemalige Tänzerinnen, Kostümbildnerinnen und Choreographen. Trotz aller gesellschaftlichen Widrigkeiten war das Leben einer Tänzerin im weltberühmten Moulin Rouge von Beginn an eine Hommage an die Freiheit, die sich sonst nur wenige Frauen nahmen. Geliebt, verehrt, bewundert, verachtet, ohne soziale Sicherheiten, dafür aber voller Leidenschaft und Inbrunst. Im Laufe der vergangenen 125 Jahre seit der Gründung des Moulin Rouge hat sich einiges verändert. Die Tänzerinnen sind heute sozial - und krankenversichert, bekommen Mutterschutz, und es gilt längst nicht mehr als verrucht, spärlich bekleidet auf der Bühne zu stehen. In persönlichen Geschichten gibt der Film "Im Herzen des Moulin Rouge" tiefgründige und nie zuvor gesehene Einblicke in die Welt des Varietés, das geprägt ist von Exzessen und dem Spiel mit der Verführung – ein Spiel, so alt wie die Menschheit selbst, das Männer fasziniert und in den Wahnsinn treiben kann. Aber was fasziniert die Frauen daran? Warum ist es für einige Frauen das Großartigste auf der Welt, Abend für Abend barbusig auf der Bühne zu stehen und mit gerafften Röcken die Beine in die Luft zu schwingen? "Im Herzen des Moulin Rouge" nimmt den Zuschauer mit auf eine magische und fröhliche Reise in das Paralleluniversum der erotischen Unterhaltung, Lust, Avantgarde und Dekadenz.


18:20 Rostropowitsch spielt Dvorak (50 Min.)
Musik Großbritannien, 1979
Erstausstrahlung

Regie: Hugo Käch

Dirigent: Carlo Maria Giulini

Das Cellokonzert h-Moll Opus 104 ist eines der berühmtesten Cellokonzerte. Voller Sehnsucht nach seiner Heimat Böhmen, schrieb Antonin Dvorák dieses Konzert für Violoncello und Orchester 1894/95 in New York. Damals war er auf der Höhe seines Ruhmes. 1896 führte er es erstmals in London auf.
Ebenfalls in London traf der Cellist Msitislav Rostropowitsch 1979 auf den Dirigenten Carlo Maria Giulini. Die zwei Musikgiganten nahmen, verstärkt durch das London Symphony Orchestra, Dvoráks Cellokonzert auf. Der Ausnahmedirigent Carlo Maria Giulini war ein Maestro, der die Orchestersprache prägte. Sein Gespür für die Musik führte zu legendären Aufnahmen. Seine Zusammenarbeit mit Rostropowitsch stellte einen Höhepunkt beider Karrieren dar.
Rostropowitsch, der oft als der Welt größter Musiker gehandelt wird, beging sein Debüt als Cellist 1942. Seitdem etablierte er sich als perfekter Meister seines Instrumentes sowie als Initiator vieler neuer Kompositionen für Cello. Rostropowitsch führte Dvoráks Cellokonzert unzählige Male auf, unter anderem in Moskau, wo das Konzert seine Rückkehr auf die Bühnen der Sowjetunion bedeutete, nachdem er von dort wegen seiner Unterstützung für Alexander Solschenizyn verbannt worden war.

Hintergrundinfo:
Rostropowitschs Aufführung von Dvoráks Cellokonzert h-Moll Opus 104 in London strahlt ARTE im Gedenken an Rostropowitsch, der 2017 seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte, aus, um dessen 10. Todestag im April 2017 zu begehen.
Die Kamera des Bildregisseurs Hugo Käch schwelgt dabei in der eleganten Bogenführung und im expressiven Ausdrucksvermögen des Cellisten wie in der ruhigen Autorität und der beeindruckenden Erhabenheit des Dirigenten.


19:10 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


19:30 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV, UT)
Das Elefantenkrankenhaus von Thailand
Reportage Deutschland, 2016

Regie: Markus Zwilling

Elefanten sind ein fester Bestandteil in der thailändischen Kultur, die Tiere gelten als Glücksbringer, das Königshaus hält sich selbst eine eigene Armee an Elefanten, und bis zum Ende des letzten Jahrhunderts konnten die Tiere ganz legal als Arbeitstiere eingesetzt werden. Doch wenn es um die Pflege von kranken Tieren ging, dann war dafür lange Zeit niemand zuständig, genau genommen wollte niemand dafür zuständig sein. Es musste erst eine Frau kommen und mit eisernem Willen etwas auf die Beine stellen, was bis zum Jahre 1993 als undenkbar galt. Ein Elefantenkrankenhaus, professionell ausgestattet, rund um die Uhr geöffnet, mit einer kostenlosen Behandlung für jeden Elefanten, der Versorgung benötigt: eine bis dato weltweit einmalige Auffangstation für kranke und verletzte Elefanten. Soraida Salwala ist die Gründerin und Besitzerin des ersten Elefantenkrankenhauses in Lampang. Zusammen mit ihren Tierärzten und Tierpflegern führt sie einen täglichen Überlebenskampf um den Fortbestand dieser Institution. Fünf Tiere leben hier als Langzeitpatienten und können aufgrund ihrer Krankengeschichte nicht mehr zu ihren Besitzern zurückkehren. Bis zu zehn weitere Tiere sind in ständiger Behandlung. Sie sind physisch und teilweise auch psychisch krank. Zu viele Traumata haben sie erlebt.
Die spektakulärsten Fälle sind zwei Elefanten, die durch Landminen einen Teil ihres Beines verloren haben und weltweit die einzigen Elefanten mit Beinprothesen sind. Allerdings müssen diese Prothesen immer wieder mühevoll erneuert werden. Seit zwei Jahren wartet Elefantendame Motala auf eine neue Prothese. Ein Ersatzbein für die bis zu vier Tonnen schweren Tiere herzustellen wird niemals zur Routine. Und so fiebern die Mitarbeiter des Krankenhauses seit Monaten der Fertigstellung einer neuen Prothese für Motala entgegen. Wird es gelingen, dem Elefanten erneut zu helfen?

Hintergrundinfo:
"360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.


20:15 Jean Renoir: Hommage an einen großen Realisten (100 Min.)
Filmreihe
Jean Renoir gilt als einer der wichtigsten Regisseure der Filmgeschichte. Der Vertreter des
Poetischen Realismus prägte das Schaffen von Regisseuren wie Rohmer und Visconti.
Anlässlich einer Werkschau in Paris zeigt ARTE vier seiner wichtigsten Filme sowie eine
Dokumentation als TV-Premiere.
Jean Renoir gilt als einer der bedeutendsten Regisseure Frankreichs und wurde von
namhaften Kollegen wie Charlie Chaplin und Orson Welles schon als der größte
Filmemacher aller Zeiten bezeichnet. Der Sohn des Malers Auguste Renoir bedient sich in
seinen Filmen wiederkehrender Themen wie Liebe, Lust und Eifersucht und vermag mit ihrer
Hilfe auf poetische Weise auf Missstände in der Gesellschaft hinzuweisen. In "Die Hündin"
verfällt ein Ehemann einer Prostituierten und wird zum Clochard. In "Boudu – Aus den
Wassern gerettet" bringt ein ebensolcher Clochard das Leben einer Familie durcheinander.
"French Can Can" ist gleichermaßen eine Hommage an das Varieté wie eine Kritik an der
Sucht nach Unterhaltung. In seinem Meisterwerk "Die Spielregel" rechnet Renoir mit dem
eskapistischen Verhalten von Bourgeoisie und Adel unmittelbar vor dem Zweiten Weltkrieg
ab; er zeigt eine Gesellschaft, die sozialpolitische Probleme ungeachtet der Konsequenzen
in Laster und Kurzweil ertränkt. Einen Einblick in Leben und Werk des Regisseurs bietet der
Dokumentarfilm "Jean Renoir, französische Filmlegende", den ARTE in Erstausstrahlung
zeigt.


Jean Renoir: Hommage an einen großen Realisten
20:15 French Can Can (100 Min.) (HDTV)
(French Cancan)
Spielfilm Frankreich / Italien, 1955
Produktion: Jolly Films

Rollen und Darsteller:
Henri Danglard – Jean Gabin
Nini – Françoise Arnoul
Lola de Castro de la Fuente de Extremadura María Félix
Kapitän Valorgueil – Michel Piccoli
Esther Georges – Anna Amendola
Eugénie Buffet – Edith Piaf
La Génisse – Dora Doll
Baron Walter – Jean-Roger Caussimon
Casimir – Philippe Clay
Prinz Alexander – Giani Esposito
Yvette Guilbert – Patachou
Paulo – Franco Pastorino

Regie: Jean Renoir
Produzent: Louis Wipf
Drehbuch: Jean Renoir, André-Paul Antoine
Musik: Georges Van Parys
Kamera: Michel Kelber
Schnitt: Borys Lewin

Die junge Nini besucht mit ihrem Geliebten Paulo einen Ball im Varieté-Theater "Reine Blanche". Hier fällt sie Varieté-Betreiber und Unternehmer Danglard ins Auge. Als Nini Danglard wenig später auf der Straße wiedertrifft, bietet dieser ihr an, bei ihm eine Ausbildung zur Tänzerin zu machen und in seinem neuen Theater, dem "Moulin Rouge", aufzutreten. Nini willigt ein und gerät so in ein Netz aus verhängnisvollen, unerwiderten Liebesbeziehungen. Denn Paulo ist nun eifersüchtig auf Danglard, ebenso wie der reiche Prinz Alexander, der gleichfalls ein Auge auf Nini geworfen hat. Auf der anderen Seite ist Lola, die Geliebte Danglards, eifersüchtig auf Nini. Die hochkochenden Emotionen drohen, das junge Projekt "Moulin Rouge" zu torpedieren und gleichzeitig nicht nur die Beziehungen, sondern auch das Leben der Beteiligten zu zerstören, als Danglard die Finanzierungshilfe für das Varieté gekündigt wird und Prinz Alexander versucht, sich das Leben zu nehmen. François Truffaut lobte den Film seines Regie-Kollegen Jean Renoir als Meilenstein der Geschichte der Farben im Kino. Jede Szene sei ein bewegtes Gemälde und Renoir präsentiere sich so "jung und kraftvoll wie eh und je".

Hintergrundinfo:
"French Can Can" wurde 1956 mit dem Grand Prix de l'Académie du Cinéma ausgezeichnet und von dem berühmten US-Kritiker Roger Ebert 2012 in seine Liste großartiger Filme aufgenommen. Jean Renoirs Bemühen um Schönheit und Prunk im Film äußerte sich auch darin, dass die Sängerin des Titellieds "La complainte de la Butte", Cora Vaucaire, nicht selbst im Film zu sehen ist, da sie für nicht attraktiv genug befunden wurde. Stattdessen wurde die Italienerin Anna Amendola gefilmt, die den Liedtext im Playback-Verfahren nachahmte.


Jean Renoir: Hommage an einen großen Realisten
21:55 Jean Renoir, französische Filmlegende (55 Min.)
Dokumentation Frankreich, 2015
Erstausstrahlung

Regie: Alexandre Moix

Der Sohn des impressionistischen Malers Auguste Renoir stieg nach ersten Stummfilmen in den 30er Jahren zu einem der führenden Regisseure des französischen Kinos auf. Filme wie "Die Spielregel" (1939) ließen ihn zu einem bedeutenden Vertreter des Poetischen Realismus avancieren, der auch den italienischen Neorealismo entscheidend prägte. Jean Renoir wurde 1894 geboren – ein Jahr vor der ersten öffentlichen Filmvorführung in Paris. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs war Renoir zunächst als Keramiker tätig. 1920 heiratete er die Schauspielerin Andrée Heuschling, die in vielen seiner späteren Stummfilme spielte. 1924 debütierte er mit seinem ersten Film "Die Tochter des Wassers". Es folgten "Nana" (1926), "Marquitta" (1927) und der Märchenfilm "Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern" (1928). Sein erster Tonfilm "On purge Bébé" verschaffte Renoir 1931 den Durchbruch. Vier Jahre später schuf er mit "Toni" einen Vorläufer des italienischen Neorealismo. "Die große Illusion" (1937), ein Plädoyer für Menschlichkeit und Brüderlichkeit, wurde im faschistischen Italien und in Hitlerdeutschland verboten. Mit der Gesellschaftssatire "Die Spielregel", in der Renoir selbst die Hauptrolle spielte, legte er 1939 eines seiner größten Meisterwerke vor. Während des Zweiten Weltkriegs ging Renoir in die USA und realisierte in Hollywood weitere Filme. Zu seinen bekanntesten Nachkriegswerken zählen "French Can Can" (1954) oder "Das Frühstück im Grünen" (1959). 1975 wurde er für sein Lebenswerk mit einem Ehren-Oscar ausgezeichnet. Doch Renoirs Weg zum Erfolg war steinig und voller Rückschläge. Lange stand er im Schatten seines berühmten Vaters. In den frühen 30er Jahren fand er nur schwer Produzenten für seine Vorhaben, und auch das Publikum begegnete seinen Werken zunächst mit Unverständnis. Als er während des Zweiten Weltkriegs nach Hollywood floh und bei den großen Filmstudios auf Ablehnung stieß, glaubte er sogar, das Filmgeschäft an den Nagel hängen zu müssen. Alexandre Moix zeichnet ein nuanciertes und sehr persönliches Porträt des Regisseurs. Er vermittelt eine neue Sicht auf Renoirs Werk, sein bewegtes Leben und seine vielschichtige Persönlichkeit.


22:50 Anna Netrebko & Piotr Beczala in "Lohengrin" (95 Min.) (HDTV)
Musik Deutschland, 2016
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Elsa von Brabant – Anna Netrebko
Lohengrin – Piotr Beczala
Friedrich von Telramund – Tomasz Konieczny
Heinrich der Vogler – Georg Zeppenfeld
Ortrud – Evelyn Herlitzius
Heerrufer des Königs – Derek Welton

Regie: Tiziano Mancini
Kostüm: Peter Heilein
Inszenierung: Christine Mielitz
Mitwirkende: Sächsische Staatskapelle Dresden, Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Dirigent: Christian Thielemann
Komponist: Richard Wagner
Licht: Friedewalt Degen

Zwei Weltstars gaben im Mai 2016 in Wagners "Lohengrin" ihre Rollen-Debüts an der Semperoper Dresden: Anna Netrebko als Elsa und Piotr Beczala in der Titelpartie. Mit Christian Thielemann stand einer der derzeit bedeutendsten Wagner-Dirigenten am Pult der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Mit Evelyn Herlitzius (Ortrud), Tomasz Konieczny (Friedrich) und Georg Zeppenfeld (Heinrich) waren auch die weiteren Rollen hochkarätig besetzt. Geradezu euphorisch fiel die Kritik aus, so urteilte die "Süddeutsche Zeitung": "Die Aufführung ist von grandioser sängerischer Präsenz. Die Semperoper bebte vor Ovationen." Weil die Karten für die vier Vorstellungen im Nu ausverkauft waren, wird eine der Aufführungen im Fernsehen übertragen. ARTE kombiniert die hochklassigen Bilder aus dem berühmten Opernhaus mit dem stimmungsvollen Open-Air-Erlebnis von "Lohengrin". Die Höhepunkte dieser Aufführung werden mit Einblicken hinter die Bühne ergänzt: Wie bereiten sich die Künstler auf ihren Auftritt vor? Wie funktioniert die Bühnentechnik? Die einstige Lieblingsoper von König Ludwig II. ist in der Inszenierung von Christine Mielitz an der Semperoper zum Klassiker geworden: Gerade als sich die unrechtmäßig des Mordes bezichtigte Elsa in höchster Bedrängnis und ihren Widersachern Ortrud und Telramund hilflos ausgeliefert sieht, erscheint ein geheimnisvoller Schwanenritter, der der Erbin Brabants nicht nur zu Recht und Land verhilft, sondern auch um ihre Hand anhält. Alles scheint gerettet, wäre da nicht das unselige Verbot des Ritters, nach seinem Namen und seiner Herkunft zu fragen – und Elsas unstillbare Neugier. Als sie nicht mehr widerstehen kann, gibt er sich als Gralsritter Lohengrin zu erkennen und nimmt trotz Flehen und Drängen schmerzvoll Abschied von seiner Gattin und ihrem Reich.


00:25 Mozart und Tschaikowsky bei den Proms (60 Min.) (HDTV)
Musik Deutschland, 2016
Erstausstrahlung

Regie: Pati Marr

Mitwirkende: City of Birmingham Symphony Orchestra
Barbara Hannigan (Sopran)
Dirigent: Mirga Grazinyte-Tyla
Komponist: Peter Tschaikowsky
Wolfgang Amadeus Mozart
Hans Abrahamsen

Bei den Londoner Sommerkonzerten, den Proms, spielte letztes Jahr das City of Birmingham Symphony Orchestra unter Leitung von Mirga Grazinyte-Tyla. Als erste Frau leitet sie seit 2016 das CBSO, bei dem schon Dirigenten wie Simon Rattle oder Andris Nelsons ihre Karriere begannen. ARTE zeigt das Konzert, das in ganzer Länge auch auf ARTE Concert zu sehen ist. Seit Ende des 19. Jahrhunderts sind die Sommerkonzerte der Londoner Proms ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens der Weltstadt. Wer Rang und Namen hat kommt und spielt in ausgelassener Atmosphäre – selten fällt der Zugang zur klassischen Musik leichter. Ein Höhepunkt der letztjährigen Proms war das Konzert des City of Birmingham Symphony Orchestra, das erstmals mit seiner neuen Chefdirigentin auftrat: Mirga Grazinyte-Tyla. Mit erst 29 Jahren wurde sie 2016 in diese Position gewählt und folgte damit Weltstar Andris Nelsons auf diesem Posten nach. Die junge litauische Dirigentin entstammt einer Musikerfamilie und zählt zu den größten Talenten ihrer Generation. Keine Frage: Ihr Enthusiasmus steckt jeden an, wenn man sie dirigieren hört und sieht – sie begeistert Musiker und Publikum gleichermaßen. Auf dem Programm standen Mozarts Ouvertüre zur Zauberflöte und Tschaikowskys vierte Symphonie, die der Komponist in für ihn schwierigen Zeiten schrieb. Heute zählt sie zu seinen beliebtesten Werken. Das vollständige Konzert, bei dem Mirga Grazinyte-Tyla auch den Orchesterzyklus "Let Me Tell You" von Hans Abrahamsen aufführte (Sopran: Barbara Hannigan) ist im Internet auf ARTE Concert zu sehen: concert.arte.tv


01:25 Glanz und Elend der Kurtisanen im Spiegel der Malerei (50 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2015
Wiederholung vom 19.03.

Regie: Sandra Paugam


02:15 Falbalas – Sein letztes Modell (110 Min.) (s/w)
(Falbalas)
Spielfilm Frankreich, 1944
Wiederholung vom 10.04.
Produktion: Essor Cinématographique Français

Rollen und Darsteller:
Philippe Clarence – Raymond Rouleau
Micheline Lafaurie – Micheline Presle
Daniel Rousseau – Jean Chevrier
Solange – Gabrielle Dorziat
Paulette – Jeanne Fusier-Gir
Anne-Marie – Françoise Lugagne

Regie: Jacques Becker
Produzent: André Halley des Fontaines
Drehbuch: Maurice Aubergé, Jacques Becker, Maurice Griffe
Musik: Jean-Jacques Grünenwald
Kamera: Nicolas Hayer
Schnitt: Marguerite Houllé-Renoir


04:05 Humanima – Mensch und Tier (30 Min.) (HDTV)
Der Natur auf der Spur
Dokumentationsreihe Kanada, 2008
Wiederholung vom 21.03.

Regie: Jean Fontaine


04:35 (Fast) die ganze Wahrheit (3 Min.) (HDTV)
Monty Python
Fernsehserie Frankreich, 2014

Regie: Nicolas Rendu

Monty Python – kommen wir jetzt zu etwas völlig anderem …

Hintergrundinfo:
(Fast) die ganze Wahrheit – in drei Minuten alles über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. Mit Ironie und Absurdität skizziert jede Folge eine Person des Zeitgeschehens, die Schlagzeilen machte.


04:38 Sendeschluss

 

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Montag, 01. Mai 2017


05:00 Nemanja Radulovic spielt Bach (50 Min.)
Musik Frankreich, 2016
Wiederholung vom 02.04.

Regie: Jean-Pierre Loisil

Mitwirkende:
Ensemble Double Sens
Nemanja Radulovic (Violine)
Tijana Milosevic (Violine)


05:50 ARTE Reportage (50 Min.)
Reportage Frankreich, 2016
Wiederholung vom 29.04.


06:40 Xenius (30 Min.) (HDTV)
Tierische Gefühle – Wie teamfähig sind Tiere?
Moderation: Emilie Langlade, Adrian Pflug
Magazin Deutschland, 2015
Wiederholung vom 22.04.


07:10 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


07:15 Xenius (30 Min.) (HDTV)
Bier – Das unbekannte Wesen
Moderation: Carolin Matzko, Gunnar Mergner
Magazin Deutschland, 2016
Wiederholung vom 28.04.


07:45 360° Geo Reportage (50 Min.) (HDTV)
Bangladesch, Schiff der Hoffnung
Reportage Deutschland, 2012
Wiederholung vom 24.04.

Regie: Andrea Oster


08:35 Sarah Wiener (45 Min.) (HDTV)
Eine Woche unter Fischern
Dokumentationsreihe Deutschland, 2016
Wiederholung vom 10.04.

Regie: David Nawrath


09:20 Höhle der Haie (45 Min.) (HDTV)
Unterwasserlandschaften vor Mauritius
Dokumentation Südafrika / Mauritius, 2008

Regie: Joe Kennedy, Ann Strimling, Garth Lucas

Vor einiger Zeit entdeckten der Hai-Experte Ryan Johnson und der Tauchlehrer und Umweltschützer Hugues Vitry in einem der Riffe vor der Tropeninsel Mauritius eine höhlenähnliche Einbuchtung, in der es von Haien wimmelte. Um das Geheimnis der Haigrube zu lüften, tauchen die beiden noch einmal hinunter in die schroffe unterseeische Vulkanlandschaft vor Mauritius. Doch das ist kein leichtes Unterfangen. Die Meeresströmung ist in den Gruben besonders stark und macht jeden Tauchgang gefährlich. Außerdem kommt es zu Konflikten mit den einheimischen Fischern, die die Höhlen als Einkommensquelle entdeckt haben. Doch trotz dieser Probleme gelingt es Hugues Vitry und Ryan Johnson, in einer abenteuerlichen Forschungsexpedition zu klären, was die Haie an diesem Ort zusammenführt. Die bizarre vulkanische Unterwasserlandschaft vor der tropischen Insel Mauritius mit ihrem vielfältigen maritimen Leben stellt die Kulisse für diese aufwendig produzierte Tierdokumentation dar.


10:05 Unter Schakalen (45 Min.) (HDTV)
Familien in der Serengeti
Dokumentation Südafrika / Tansania, 2008

Regie: Joe Kennedy, Garth Lucas, Ann Strimling

Auch unter Schakalen in der Serengeti verlaufen Familienbeziehungen recht unterschiedlich, wie die Dokumentation am Beispiel von Hunter und seiner Partnerin Whitetip sowie Zaber und seiner Gefährtin Storm zeigt. Hunter ist ein Familienvater, der gern alles fest im Griff hat. Er denkt in erster Linie an sein eigenes Wohlergehen. So gibt er nur unwillig etwas von seiner Jagdbeute an hungernde Familienmitglieder ab. Seine Partnerin Whitetip muss für sich selber sorgen. Und Verehrer seiner Tochter jagt Hunter auch schon mal kurzerhand über die Steppe davon, obwohl er sich sonst um die Aufzucht der Jungen wenig kümmert. Zaber dagegen ist ein Schakalmännchen, wie jedes Weibchen es sich wünscht. Er und seine Gefährtin Storm gehen gemeinsam auf die Jagd, Zaber teilt seine Beute, und Kindererziehung ist für ihn eine gemeinsame Angelegenheit. Die beiden Schakalfamilien sind die Protagonisten dieser aufwendig produzierten Tierdokumentation, bei der es vor allem um den täglichen Kampf und um das Überleben der Jungtiere geht, die den Fortbestand der Goldschakale in der Serengeti sichern sollen.


10:50 Vertraute Feinde (45 Min.)
Elefanten und Löwen am Chobe-Fluss
Dokumentation Botswana / Südafrika, 2008

Regie: Joe Kennedy, Ann Strimling, Garth Lucas

Jahrelang haben sich die 40 Löwen des Savuti-Rudels, die an der Westgrenze des Chobe-Nationalparks in Botsuana leben, als Herren über alle anderen Tiere aufgespielt. Weil sie so viele sind, schrecken sie nicht einmal vor dem Angriff auf Elefanten zurück. So wurde auch die alte Anführerin der hier lebenden Serondela-Elefanten vor kurzem von Löwen getötet. Jetzt ist Thandi die neue Leitkuh der Herde. Extreme Trockenzeit zwingt die Elefanten, nach Norden an den viele Tagesmärsche entfernten Chobe-Fluss zu ziehen. Die Löwin Seeva folgt der Herde gemeinsam mit ihrer trächtigen Mutter Venda und zwei Schwestern. Obwohl Seeva den Geschmack von Elefantenfleisch von Jugend an kennt, hat sie noch niemals selbst einen Elefanten gejagt. Wird es ihr gelingen, eines der jungen Elefantenkälber zu reißen? Und wie verteidigen sich die Elefanten gegen die Angriffe der Löwen?


11:35 Die letzte Königin von Liuwa (45 Min.) (HDTV)
Überleben in Afrikas Wildnis
Dokumentation Südafrika / Sambia, 2008

Regie: Ann Strimling, Garth Lucas, Peter Venn

Die Ebene von Liuwa ist eine spektakuläre und abgelegene Wildnis im Westen der afrikanischen Republik Sambia. Jedes Jahr fegen gewaltige Stürme über die von sattem Grasland dominierte Landschaft. Der Sambesi tritt über seine Ufer und verwandelt die Savanne in einen großen, seichten See. Zahlreiche der dort lebenden Tierarten verlassen die Überschwemmungsgebiete – die, die bleiben, müssen sich an die Bedingungen der veränderten Landschaft anpassen und um Territorium und Futter kämpfen. Die Tierdokumentation erzählt die Geschichte einer Löwin, die als Einzige ihres Rudels ein sinnloses Massaker überlebt. Durch ihre Geschichte wurde sie zum Symbol von Liuwa, einem Landstrich, dessen dramatische Veränderungen für Mensch und Tier eine große Herausforderung darstellen.


12:20 Re: (30 Min.)
Wölfe in Deutschland – Jäger und Gejagter
Reportage Deutschland, 2016
Wiederholung vom 28.04.


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


13:00 Stadt Land Kunst (35 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Die Insel Gotland und ihre Kalksteinsäulen
Olivia ist auf der schwedischen Ostseeinsel Gotland aufgewachsen. Das karge Eiland ist berühmt für seine Kalksteinsäulen, die als schroffe Riesen den Strand bevölkern. Die bizarren Formen entstanden nach der letzten Eiszeit durch Erosion und Auswaschungen.

Hintergrundinfo:
Ab dem 13. März nimmt "Stadt Land Kunst" seine Zuschauer werktäglich mit auf Entdeckungsreise an Orte unseres gemeinsamen Kulturerbes. Jede Reise erzählt ihre ganz eigene Geschichte und ermöglicht eine Erkundung der verschiedensten Plätze der Welt auf eine ganze neue Weise. Drei Reisen, drei Einladungen und drei unterschiedliche Geschichten – in jeder Ausgabe von "Stadt Land Kunst" bringt Linda Lorin den Zuschauer an Orte, die große Künstler inspiriert oder deren Werke beeinflusst haben. Eine einmalige Gelegenheit, eine Stadt oder Region mit anderen Augen zu sehen oder aus einer ganz anderen Perspektive kennenzulernen. "Stadt Land Kunst" ist ein Moment der Ruhe und der Freude in unserem beschleunigten Alltag und zeigt, wie der Mensch Landschaften, Städte und einzigartige Kulturen erschaffen und geformt hat. Das Kulturmagazin versteht sich weder als Reiseführer noch öffnet es Türen zu Museen, dafür aber den Blick auf die Schätze der Welt. "Stadt Land Kunst" lädt zur Entdeckung oder Wiederentdeckung der Kunst, der Landschaften und der Menschen ein. Eine Reise der besonderen Art, die kleine Fluchten aus dem Alltag ermöglicht.


13:35 Meuterei auf der Bounty (180 Min.) (HDTV)
(Mutiny on the Bounty)
Spielfilm USA, 1962
Produktion: Arcola Pictures, Metro-Goldwyn-Mayer

Rollen und Darsteller:
Erster Maat Fletcher Christian – Marlon Brando
Kapitän William Bligh – Trevor Howard
John Mills – Richard Harris
Alexander Smith – Hugh Griffith
William Brown – Richard Haydn
Maimiti – Tarita
Matthew Quintal – Percy Herbert
John Williams – Duncan Lamont

Regie: Lewis Milestone, Carol Reed
Produzent: Aaron Rosenberg
Drehbuch: Charles Lederer
Musik: Bronislau Kaper
Kamera: Robert Surtees
Schnitt: John McSweeney Jr.
Autor: Charles Nordhoff, James Norman Hall

Die "Bounty" soll in königlicher Mission von England nach Tahiti segeln, um von dort die seltene und begehrte Brotfrucht zu importieren. Das Blühverhalten der sensiblen Pflanze erfordert eine schnelle Überfahrt, und so soll Kapitän Bligh für jeden Tag, den er entgegen dem Zeitplan hinzugewinnt, tausend Pfund erhalten. Fortan ist Geschwindigkeit alles, was Bligh interessiert, und so schreckt er auch vor archaischen Bestrafungsmethoden nicht zurück, um seine Besatzung zu Höchstleistungen anzustacheln. Auf halber Strecke entschließt sich Bligh zudem, die gefährliche Umrundung Kap Hoorns zu wagen, statt in die andere Richtung Afrika zu umschiffen – um so noch mehr Zeit zu sparen. Als bei diesem Manöver ein Matrose stirbt und die Sicherheit der gesamten Besatzung auf dem Spiel steht, entwickelt der charismatische Erste Maat Fletcher Christian Zweifel am Urteilsvermögen seines Kapitäns. Gemeinsam mit dem Seemann John Mills zettelt er eine Meuterei an. Lewis Milestone und Carol Reed führten 1962 offiziell Regie bei der Adaption des Abenteuer-Romans von Charles Nordhoff und James Norman Hall. Doch hinter den Kulissen soll Darsteller Marlon Brando einen Großteil der Regiearbeit übernommen haben, wodurch der Film selbst – so wie die "Bounty" eben – seinen Zeitplan nicht einhalten konnte und zum finanziellen Desaster wurde.

Hintergrundinfo:
"Meuterei auf der Bounty" sollte der größte Blockbuster des Jahres 1962 für Metro-Goldwyn-Meyer werden. Das Studio investierte damals enorme 19 Millionen Dollar in das Projekt, welche es allerdings bei weitem nicht einspielte. Auch in anderen Belangen setzte der Film Maßstäbe. So gilt er als der erste Film überhaupt, der im überdimensionalen "Ultra Panavision 70"-Format gedreht wurde. 2015 geriet das totgeglaubte Breitbildformat wieder in die Schlagzeilen, als Regisseur Quentin Tarantino beschloss, es nach rund 50 Jahren mit seinem Western "The Hateful 8" wiederzubeleben.


16:35 Kannibalen auf dem Medusa-Floß (90 Min.) (HDTV)
Mythos und Wahrheit
Dokumentarfilm Frankreich, 2014

Regie: Herlé Jouon

Weil die vor der Küste Mauretaniens auf Grund gelaufene Fregatte "Medusa" nicht genügend Beiboote besaß, wurde aus ihren Schiffsplanken eilig ein Floß zusammengezimmert: Auf ihm wurden 151 Seeleute ausgesetzt und grausam ihrem Schicksal überlassen. Nur 15 überlebten den 13-tägigen Kampf auf hoher See gegen Hunger, Meuterei und Kannibalismus. Théodore Géricaults Gemälde "Das Floß der Medusa" kennen viele. Doch nur wenige wissen um die wahre Tragödie, die sich im Jahr 1816 auf stürmischer See abspielte und den Maler zu seinem weltberühmten Meisterwerk inspirierte.

Hintergrundinfo:
Théodore Géricaults monumentales Gemälde "Das Floß der Medusa" kennen viele. Wenige wissen, dass die grausame Geschichte eines Schiffbruchs, verewigt in einer äußerst naturalistisch dargestellten Szene, auf einer wahren Begebenheit beruht, die sich vor zwei Jahrhunderten vor der westafrikanischen Küste abspielte. "Medusa" war der Name der auf Grund gelaufenen französischen Fregatte, aus deren Planken ein Floß gezimmert wurde.
Was führte zu jener Tragödie, die den Maler zu seinem weltberühmten Bild inspirierte? Im Jahr 1816 wurde das Floß der "Medusa" zum Schauplatz eines furchtbaren Überlebenskampfes auf stürmischer See. Vorausgegangen war der barbarische Befehl, 151 Seeleute vor der Küste Mauretaniens auf dem Floß auszusetzen und ihrem Schicksal zu überlassen. Den Befehl gab Kapitän Hugues Duroy de Chaumareys. 1816 hatte England die während der Napoleonischen Kriege besetzte westafrikanische Kolonie Senegal an Frankreich zurückgegeben. Dies veranlasste die französische Regierung, vier Fregatten mit Infanteristen zum Schutze des überseeischen Besitzes sowie mit Verwaltungsbeamten und Forschern nach Afrika zu entsenden. Die Fregatte "Medusa" mit 400 Menschen an Bord gehörte dem Konvoi an. Das Schiff stach von der nahe Rochefort gelegenen Ile d'Aix aus in See. 2016 jährt sich der Jahrestag des Unglücks zum 200. Mal. Anlass für Philippe Mathieu, früherer Marineoffizier und heutiger Leiter des Marine-Museums in Rochefort, die wahre Geschichte des Floßes der "Medusa" zu ergründen. Dazu befragt Philippe Mathieu Geschichtswissenschaftler und Kunsthistoriker und stöbert in Archiven – unter anderem gibt ein Briefwechsel des Kapitäns sowie der Romanbericht zweier Überlebender, Alexandre Corréard und Jean-Baptiste Henri Savigny, wichtige Aufschlüsse. Detailreich schildert er den Kampf auf hoher See sowohl gegen den Hunger als auch gegen die Leidensgenossen. Berühmt wurde der Text nicht nur durch die erstaunlich nüchterne Schilderung von Meuterei und Kannibalismus, sondern auch aufgrund seiner politischen Dimension. Basierend auf seinen Nachforschungen lässt Philippe Mathieu das Floß für das Marine-Museum erstmals originalgetreu im Maßstab 1:1 nachbauen. Anhand der Ermittlungen des passionierten Museumsdirektors und der Recherchen, die der Maler Théodore Géricault seinerzeit selbst anstellte, bringt der Dokumentarfilm Stück für Stück Licht in dieses traurige Kapitel der französischen Seefahrts – und Kolonialgeschichte.


18:05 Frankreichs mythische Orte (30 Min.) (HDTV)
Caunes-Minervois
Dokumentationsreihe Frankreich, 2011

Regie: Jean-Michel Vennemani

Inmitten von Weinbergen am Fuß der Montagne Noire, etwa 20 Kilometer vom südfranzösischen Carcassonne entfernt, liegt Caunes-Minervois. Das Dorf ist bekannt für seinen überwiegend roten Marmor, der unter anderem die Mezquita-Catedral in Córdoba und das Schloss von Versailles schmückt. Auch in den mittelalterlichen Gassen des Dorfes, die einen mediterranen Charme verströmen, stößt der Besucher allerorten auf den seltenen blutroten Stein, der hier auf besonders kunstvolle Art verarbeitet wird. Er wurde schon für die im Jahr 780 gegründete Benediktinerabtei verwendet, die als ein Meisterwerk der Romanik gilt und auf dem Gelände eines gallo-römischen Gutes errichtet wurde.

Hintergrundinfo:
Frankreich verfügt über zahlreiche historische Ortschaften. Viele liegen in landschaftlich reizvollen Gebieten und besitzen kulturgeschichtliche Bedeutung. Die Dokumentationsreihe stellt 40 französische Orte mit ihren faszinierenden Besonderheiten und Geheimnissen vor. Ob Geburtsort, Ort der eigenen Jugend, Wahlheimat oder malerischer Ferienort – häufig ist das Dorf ein Ort der Erinnerung und der Sehnsucht. Die Dokumentationsreihe lädt dazu ein, 40 der schönsten und kunstgeschichtlich reizvollsten Ortschaften Frankreichs mit ihren Traditionen, Legenden, gastronomischen Spezialitäten und ihrer vielfältigen Flora und Fauna zu entdecken. Spektakuläre Luftaufnahmen heben bauliche und geografische Besonderheiten hervor und lassen Verborgenes, Unbekanntes und Mythisches zutage treten.


18:35 Planet Sand (45 Min.) (HDTV)
Aralkum – Die jüngste Wüste der Welt
Dokumentationsreihe Frankreich, 2016
Erstausstrahlung

Regie: Pierre-François Gaudry

Im Herzen Zentralasiens liegt die zeitgeschichtlich jüngste Wüste der Welt: die Aralkum. Die lebensfeindliche Salzwüste ist das Ergebnis einer der größten vom Menschen verursachten ökologischen Katastrophen: der Verlandung des an der Grenze von Kasachstan zu Usbekistan gelegenen Aralsees, die in den 60er Jahren begonnen hat. Hauptgrund hierfür war die massive Vergrößerung der bewässerten Agrarflächen zum Anbau von Baumwolle während der kommunistischen Herrschaft. Der Raubbau an den beiden Zuflüssen Amudarja und Syrdarja hatte zur Folge, dass der Aralsee am Ende der Sowjetzeit nur noch ein Zehntel seiner einstigen Frischwasserzufuhr erhielt. Gestrandete Geisterschiffe, Haufen von Muschelschalen, dicke Salzkrusten und karge Dünenlandschaften sind alles, was vielerorts vom See geblieben ist. Eine Fläche von rund 50.000 Quadratkilometern, die 1970 noch rund 20 Meter tief unter der Wasseroberfläche lag, gleicht heute einer Mondlandschaft. Der See - einst das viertgrößte Binnengewässer der Erde – hat innerhalb von 50 Jahren drei Viertel seiner Fläche eingebüßt. Kann der Mensch das von ihm selbst zerstörte ökologische Gleichgewicht wiederherstellen? Wissenschaftler untersuchen vor Ort die Klima – und Umweltveränderungen wie etwa die Salz – und Sandstürme, die mit der Entstehung der Wüste einhergehen. Sie versuchen, die verheerende Desertifikation zu stoppen und wieder Leben in die Region zu bringen. Die Menschen leiden unter den Umweltveränderungen und erkranken überdurchschnittlich häufig an Krebs, Asthma und Bronchitis. Wissenschaftlern zufolge ist es unmöglich, zum ursprünglichen natürlichen Zustand zurückzukehren – es ist jedoch dringend nötig, zumindest ein neues Gleichgewicht zu schaffen und damit einen Teil der Katastrophe zu lindern.

Hintergrundinfo:
Die Gletscher ziehen sich zurück, die Wüsten breiten sich aus. Im Zuge des Klimawandels hat dieses Phänomen in den letzten 50 Jahren weltweit dramatisch zugenommen. Die fünfteilige Dokumentationsreihe bereist China, Zentralasien, Südamerika, Australien und Afrika, wo fruchtbare Böden und wichtige Wasserreserven den wachsenden Wüsten zum Opfer fallen. Die Reihe lässt Wissenschaftler und Umweltschützer zu Wort kommen und stellt unterschiedliche Projekte vor, mit denen die fortschreitende Wüstenbildung gestoppt werden soll.


19:20 ARTE Journal (25 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


19:45 Re: (30 Min.) (VPS: 19:45)
Außen vor statt mittendrin
Woher kommt die Wut in den Pariser Banlieues?
Reportage Deutschland, 2017
Erstausstrahlung

Was Europa bewegt
In den Pariser Vororten, nur wenige Kilometer vom mondänen Stadtkern entfernt, kommt es immer wieder zu aggressiven Attacken zwischen Polizei und Bewohnern. Feindselig und voller Unverständnis stehen sich dann meist Jugendliche und Polizisten gegenüber. Häufig werden diese urbanen Aufstände von den Einsatzkräften brutal niedergeschlagen. In den Banlieues empfinden fast alle eine tiefsitzende Wut auf die in ihren Augen rassistische Mehrheitsgesellschaft, die sie ausgrenzt, erniedrigt und demütigt. "Re:" blickt hinter die Kulissen dieses zentralen sozialen Konflikts in Frankreich.

Hintergrundinfo:
Die neue Reportage-Reihe auf ARTE erzählt Geschichten von Menschen – authentisch und ganz nah dran. Es sind Geschichten, die hinter den Schlagzeilen stecken, die berühren, erstaunen und zum Nachdenken anregen. In 28 Minuten zu einem aktuellen Thema zeigt jede Reportage eine Facette Europas, begegnet spannenden Menschen und taucht in andere Lebenswelten ein. "Re:" macht damit Europa in seiner Vielfalt erlebbar und begreifbar. Immer montags bis freitags um 19.45 Uhr und jederzeit im Netz.


20:15 Fritz Lang – Der Andere in uns (100 Min.) (HDTV)
Dokudrama Deutschland, 2012
Produktion: Belle Epoque Films
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Fritz Lang – Heino Frech
Ernst Gennat – Thomas Thieme
Peter Kürten – Samuel Finzi
Thea von Harbou – Johanna Gastdorf
Lisa Lang – Lisa Charlotte Friederich
Anton Lang – Michael Mendl
Kriminalassistent Müller – Jens Kipper
Seymour Nebenzal – Philipp Baltus

Regie: Gordian Maugg
Produzent: Nicole Ringhut
Drehbuch: Gordian Maugg, Alexander Häusser

Ein Serienmörder versetzt Düsseldorf in Angst und Schrecken. Der Regisseur von Meisterwerken wie "Die Nibelungen" und "Metropolis" sucht Anfang der 30er Jahre in Berlin nach dem Stoff für seinen ersten Tonfilm. Fritz Lang ist ein Besessener, ein Getriebener, und begegnet auf den Spuren des Triebtäters Peter Kürten seiner eigenen tragischen Geschichte. Fritz Lang – dargestellt von Heino Ferch – fühlt sich von den Schlagzeilen um den "Vampir von Düsseldorf" magisch angezogen. Die unaufgeklärten Sexualmorde verbreiten Angst und Schrecken. Der Starregisseur ist fasziniert vom Bösen, das in diesen grausamen Taten zum Ausdruck kommt, und von den eigenwilligen Ermittlungen des Kriminalrats Ernst Gennat. Die beiden kennen sich. Sie verbindet der Tod von Fritz Langs erster Ehefrau Lisa. Der junge Gennat hatte einst ermittelt, als Lisa auf ungeklärte Weise durch Fritz Langs Waffe zu Tode gekommen war. Als Ernst Gennat den unscheinbaren Peter Kürten dingfest macht, besucht Fritz Lang den "Vampir" regelmäßig im Gefängnis und wird von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt. Die kriminologische Suche nach der Wahrheit führt Fritz Lang in die Welt seiner eigenen Kindheits – und Kriegserinnerungen. Als Regisseur begeisterte er sich immer für Menschenmassen mit unzähligen Komparsen. Doch nun konzentriert er sich auf das Individuum und auf die drängende Frage, was dieses zum Mörder werden lässt. "Fritz Lang – Der Andere in uns" erzählt in einer Mischung aus Fakten und Legenden über die Entstehung von "M – Eine Stadt sucht einen Mörder".

Hintergrundinfo:
Pressestimmen: "Überraschend gelingt Heino Ferch die Darstellung dieses Mannes – halb Biest, halb Begnadeter – phänomenal. ( …) So ist der Film von Gordian Maugg Denkmalsturz und Verehrung eines Genies in einem." (Moritz Holfelder in "BR2 Kulturwelt", Radiobeitrag) "Heino Ferch spielt Fritz Lang, den perfiden und skrupellosen Mörder verkörpert Samuel Finzi, Thomas Thieme den ermittelnden Kommissar. In dem Film 'Fritz Lang' begegnen Regisseur und Täter sich – auch schauspielerisch ein Hochgenuss." (aus "RBB zibb", Fernsehbeitrag) "Mauggs 'Fritz Lang' gehört zu einem Genre, das in Deutschland so gut wie nicht existiert: der eigenen Filmgeschichte im Spielfilm. ( …) Unter den Legionen deutscher Filme über die jüngere Vergangenheit findet sich kaum einer, dem man so fasziniert seine Weimarer Republik abnimmt. Das ist aller Ehren Wert." (Hanns-Georg Rodek in "Die Welt") "Normalerweise haben deutsche Filme keine Vergangenheit und keine Geschichte – was man besonders deutlich in jenen Filmen sieht, welche in der Vergangenheit spielen und von der Geschichte zu handeln behaupten. ( …) dafür muss man Gordian Mauggs Spielfilm 'Fritz Lang' sehr loben: dass er nicht nur leistet, was der deutsche Film sonst verweigert – er macht es geradezu zu seinem Thema." (Claudius Seidl in "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung")


21:55 Die Spielregel (105 Min.) (HDTV, s/w)
(La règle du jeu)
Spielfilm Frankreich, 1939
Produktion: Nouvelle Edition française

Rollen und Darsteller:
Christine de la Cheyniest – Nora Grégor
Lisette – Paulette Dubost
Geneviève de Marras – Mila Parély
Madame de la Plante – Odette Talazac
Madame de la Bruyère – Claire Gérard
Jackie – Anne Mayen
Marquis Robert de la Cheyniest – Marcel Dalio
Marceau – Julien Carette
André Jurieux – Roland Toutain
Jagdhüter Schumacher – Gaston Modot
Octave – Jean Renoir

Regie: Jean Renoir
Produzent: Jean Renoir
Drehbuch: Jean Renoir, Carl Koch
Musik: Roger Desormières, Joseph Kosma
Kamera: Jean Bachelet
Schnitt: Marguerite Renoir, Marthe Huguet

Der Pilot André Jurieux wird nach seinem Transatlantikflug jubelnd von einer Horde Menschen in Paris empfangen – mit dabei auch sein Freund Octave, der allerdings schlechte Nachrichten für ihn hat: Christine, die Frau, für die er all das getan hat, ist nicht gekommen. Sie verweilt zur selben Zeit in ihren luxuriösen Pariser Gemächern, die sie mit ihrem Mann bewohnt, dem Marquis de la Cheyniest. Dieser hat seit Jahren eine heimliche Affäre mit Geneviève de Marras, die er nun beenden möchte. Um an Christine heranzukommen, bespricht sich André mit Octave, der die Angebetete schon seit seiner Kindheit kennt. Dieser überredet Christine und ihren Mann, André zu dem Jagdfest einzuladen, das am Wochenende auf ihrem Landgut veranstaltet werden soll. So kommt es, dass André sich bald inmitten der hohen Gesellschaft auf dem Landgut in der Sologne befindet, wo er als Held gefeiert wird. Der Marquis nutzt das Wochenende, um die Affäre mit Geneviève endgültig zu beenden. Die Intrigen und Eifersüchteleien der Jagdgesellschaft spiegeln sich auch bei den Hausangestellten wieder, wo sich ebenfalls ein Eifersuchtsdrama anbahnt: Der Diener Marceau macht Lisette, der Ehefrau des Jagdhüters Schumacher, den Hof. Das Chaos ist perfekt, als der Marquis Christine und André auf die Schliche kommt und eine Schlägerei beginnt, während Jagdhüter Schumacher seinen Nebenbuhler durch das Gut jagt. Es dauert nicht lange, bis der erste Schuss fällt …

Hintergrundinfo:
Bei der Premiere im Juli 1939 wurde der Film im Pariser Kino an den Champs-Elysées zunächst noch verlacht und verpfiffen. Im Herbst wurde er als "demoralisierend" von der Militärzensur verboten. Das Original-Negativ wurde schließlich im Krieg durch einen Bombenangriff zerstört. 1958 stellten die beiden Cineasten Jean Gaborit und Jacques Maréchal aus einem wieder aufgetauchten Dup-Negativ und alten Filmsequenzen unterschiedlichster Quellen in mühsamer Kleinarbeit den Film wiederher. 1965 kam der Film erneut in die Pariser Kinos und wurde triumphal gefeiert.
"In Renoirs Meisterwerk verbergen sich unter einer komödiantischen Oberfläche Zeitkritik und bittere Skepsis; der Zusammenbruch der sanktionierten Lüge wird als sarkastisch-heiterer Reigen inszeniert, und die gesellschaftlichen 'Spielregeln' jener Zeit entpuppen sich als selbstzerstörerische Konventionen." (Lexikon des Internationalen Films)


23:40 I Pay for Your Story (85 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Frankreich, 2015
Erstausstrahlung

Regie: Lech Kowalski

"Erzählt mir eure Geschichte. Ich zahle euch den zweifachen Mindeststundenlohn dafür." Mit Flyern und einer Leuchtreklame, auf der in rot-blauen Lettern "I Pay For Your Story" aufblinkte, machte Lech Kowalski die Bewohner von Utica auf sein Projekt aufmerksam. Die Stadt im Nordosten der USA, dem ehemaligen "Rust Belt", war ein florierender Industriestandort, bis die meisten Betriebe abwanderten und die Menschen im Elend zurückließen. So ungewöhnlich wie die Idee ist auch die Umsetzung des Films: keine Infografiken, keine Expertenmeinungen, keine sensationsheischenden Kamerafahrten über verfallene Gebäude, geschlossene Geschäfte und stillgelegte Fabriken. Wie zerfallen die Stadt – auch im übertragenen Sinne – ist, erlebt der Zuschauer aus einer sehr persönlichen Innenschau. Männer und Frauen sprechen vor der Kamera über ihren Existenzkampf, über Drogen, schnelles Geld und Gefängnisstrafen. Und den Wunsch, einmal rauszukommen. Vor allem wegen der Kinder. Sie wollen eigentlich nicht Stereotypen entsprechen, die die Kriminalstatistik bedienen, wie alleinerziehende Junkie-Mutter oder schwarzer Dealer mit Vorstrafen. Doch was tun, wenn nicht dealen in Utica, wo es keine Arbeit gibt? Kowalski porträtiert Menschen, die ihr Leben lang dafür zahlen mussten, arm geboren zu sein. Indem er ihre Geschichte kaufte, gab er ihnen ein bisschen Sehnsucht, ein paar wenige Träume und Rechte zurück. Sein Dokumentarfilm trifft mit beunruhigender Genauigkeit den Nerv dessen, was Amerika zu einem gespaltenen Land macht.


01:05 Die Maisinsel (95 Min.) (HDTV)
(Simindis kundzuli)
Spielfilm Deutschland / Frankreich / Georgien, 2014
Wiederholung vom 19.04.
Produktion: 42film, Alamdary Film, Arizona Productions, Axman Production, Kazakhfilm, Nino Devdariani, Guillaume de Seille, Eike Goreczka, George Ovashvili, Karla Stojakova, Sain Gabdullin

Rollen und Darsteller:
Alter Mann – Ilias Salman
Mädchen – Mariam Buturishvili
Abchasischer Offizier – Tamer Levent
Soldat – Irakli Samushia

Regie: George Ovashvili
Drehbuch: Roelof Jan Minneboo, George Ovashvili, Nugzar Shataidze
Musik: Iosif Bardanashvili
Kamera: Elemer Ragalyi
Schnitt: Sun-Min Kim


02:40 Metropolis (45 Min.)
Metropole Potsdam
Magazin Deutschland, 2017
Wiederholung vom 30.04.


03:25 Humanima – Mensch und Tier (25 Min.) (HDTV)
Hilfe für verletzte Tiere
Dokumentationsreihe Kanada, 2008
Wiederholung vom 03.04.

Regie: Denis Paquet


03:50 28 Minuten (45 Min.)
Moderation: Élisabeth Quin
Magazin Frankreich, 2016
Erstausstrahlung


04:35 (Fast) die ganze Wahrheit (3 Min.) (HDTV)
Die Simpsons
Fernsehserie Frankreich, 2014

Regie: Nicolas Rendu

Die Simpsons sind die mächtigste Familie der Welt. Eigentlich die normalste der Welt, oder wenigstens Amerikas …

Hintergrundinfo:
(Fast) die ganze Wahrheit – in drei Minuten alles über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. Mit Ironie und Absurdität skizziert jede Folge eine Person des Zeitgeschehens, die Schlagzeilen machte.


04:38 Sendeschluss

 

*


Dienstag, 02. Mai 2017


05:00 Alexandre Tharaud spielt Bachs Goldberg-Variationen (70 Min.) (HDTV)
Musik Frankreich, 2015
Wiederholung vom 09.04.

Regie: Stéphan Aubé
Mitwirkende: Alexandre Tharaud (Klavier)
Komponist: Johann Sebastian Bach


06:10 Vox Pop (30 Min.)
Atomenergie – Die wahren Kosten!
Moderation: Jean-Paul Lepers
Magazin Frankreich, 2016
Wiederholung vom 29.04.

Regie: Nicolas Thepot


06:40 Xenius (30 Min.) (HDTV)
Plastik – Erfolgsgeschichte oder Zeitbombe?
Moderation: Carolin Matzko, Gunnar Mergner
Magazin Deutschland, 2016
Wiederholung vom 27.04.


07:10 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


07:15 Xenius (30 Min.) (HDTV)
Tierversuche – Es geht nicht ohne
Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard
Magazin Deutschland, 2015

Seit Jahrzehnten gehen Tierschützer auf die Straße, um Tierversuche abzuschaffen; und trotzdem gehen die Zahlen an Versuchstieren nicht zurück, vor allem in der Grundlagenforschung. Ganz weit vorn in der europäischen Tierversuchsstatistik stehen Deutschland und Frankreich. Warum gibt es nach wie vor so viele Tierversuche?
Die beiden "Xenius"-Moderatoren Adrian Pflug und Emilie Langlande treffen auf dem Europäischen Fachkongress EUSAAT dessen Schirmherrn Horst Spielmann und erfahren Erstaunliches: Tierversuche gelten zunehmend als "Testverfahren von gestern", die damit erzielten Ergebnisse seien kaum übertragbar auf den Menschen und außerdem unpräzise. Gleichzeitig würden immer bessere und kostengünstigere Ersatzmethoden entwickelt. Und wenn ein Tierversuch unumgänglich ist, müssten die Forscher streng nach der 3-R-Strategie (replace, reduce, refine = "verringern, verfeinern, ersetzen") vorgehen, um die Versuchstiere so wenig wie möglich leiden zu lassen.
Ganz ohne Tierversuche geht es aber momentan leider noch nicht: "Xenius" erzählt die Geschichte eines kleinen Mädchens, das weiterleben kann, weil ein Schaf dafür sterben musste. Am Schaf konnte eine neuartige, mitwachsende Herzklappe erprobt werden, und so eine Art von Therapie lässt sich nur an einem kompletten Lebewesen überprüfen. Noch ist die Entwicklung von Ersatzverfahren nicht weit genug, noch gelingt es nicht, einen ganzen Menschen mit all seinen Organen "nachzubauen" – aber in naher Zukunft soll auch das möglich sein.
Bleibt die Frage, ob die Entwicklung von Ersatzmethoden schnell genug stattfindet – "Xenius" überprüft das am Beispiel des Antifaltenmittels Botox. Eigentlich dürfen Kosmetika innerhalb der EU gar nicht mehr mit Tierversuchen getestet werden. Da Botox aber auch ein hochwirksames Medikament ist, das bei falscher Dosierung eine tödliche Wirkung hat, ist eine Prüfung im Tierversuch gesetzlich vorgeschrieben. Die gute Nachricht: Inzwischen gibt es Ersatzmethoden, die sogar in der EU zugelassen sind. Die schlechte Nachricht: Diese Methoden sind nicht für alle Botox-Hersteller verfügbar.

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


07:45 360° Geo Reportage (50 Min.) (HDTV, UT)
Malaysia, von Frauen und Motorrädern
Reportage Deutschland, 2016
Wiederholung vom 19.03.

Regie: Therese Engels


08:35 Sarah Wiener (45 Min.) (HDTV)
Eine Woche unter Ringern
Dokumentationsreihe Deutschland, 2016
Wiederholung vom 11.04.

Regie: David Nawrath


09:20 Big Five Asien (45 Min.) (HDTV) (VPS: 09:25)
Der Elefant
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Wiederholung vom 19.04.

Regie: Felix Heidinger


10:05 Big Five Asien (45 Min.) (HDTV)
Die Nashörner
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Wiederholung vom 21.04.

Regie: Markus Schmidbauer, Paul Hien


10:50 Big Five Asien (45 Min.) (HDTV)
Der Löwe
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Wiederholung vom 17.04.

Regie: Felix Heidinger


11:35 Mit dem Zug durch … (40 Min.)
Sri Lanka


12:15 Re: (35 Min.)
Reportage Deutschland, 2017
Wiederholung vom 01.05.

Was Europa bewegt


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


13:00 Stadt Land Kunst (40 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Die malerische Steilküste bei Cassis
Fernando lebt seit 30 Jahren in Cassis. Der ehemalige Profikletterer kennt die Steilkünste und ihre Calanques genannten Buchten wie seine Westentasche. Jeder Vorsprung ist ihm vertraut. Türkisfarbenes Wasser, Schirmkiefern und weiß leuchtenden Felsen bilden die Kulisse dieses magischen Fleckchens.

Hintergrundinfo:
Ab dem 13. März nimmt "Stadt Land Kunst" seine Zuschauer werktäglich mit auf Entdeckungsreise an Orte unseres gemeinsamen Kulturerbes. Jede Reise erzählt ihre ganz eigene Geschichte und ermöglicht eine Erkundung der verschiedensten Plätze der Welt auf eine ganze neue Weise. Drei Reisen, drei Einladungen und drei unterschiedliche Geschichten – in jeder Ausgabe von "Stadt Land Kunst" bringt Linda Lorin den Zuschauer an Orte, die große Künstler inspiriert oder deren Werke beeinflusst haben. Eine einmalige Gelegenheit, eine Stadt oder Region mit anderen Augen zu sehen oder aus einer ganz anderen Perspektive kennenzulernen. "Stadt Land Kunst" ist ein Moment der Ruhe und der Freude in unserem beschleunigten Alltag und zeigt, wie der Mensch Landschaften, Städte und einzigartige Kulturen erschaffen und geformt hat. Das Kulturmagazin versteht sich weder als Reiseführer noch öffnet es Türen zu Museen, dafür aber den Blick auf die Schätze der Welt. "Stadt Land Kunst" lädt zur Entdeckung oder Wiederentdeckung der Kunst, der Landschaften und der Menschen ein. Eine Reise der besonderen Art, die kleine Fluchten aus dem Alltag ermöglicht.


13:40 So wie wir waren (130 Min.) (HDTV)
(The Way We Were)
Spielfilm USA, 1973
Wiederholung vom 16.04.
Produktion: Rastar Productions, Columbia Pictures

Rollen und Darsteller:
George Bissinger – Patrick O"Neal
J.J. – Bradford Dillman
Katie – Barbra Streisand
Hubbell – Robert Redford
Carol Ann – Lois Chiles
Paula Reisner – Viveca Lindfors

Regie: Sydney Pollack
Produzent: Ray Stark
Drehbuch: Arthur Laurents
Musik: Marvin Hamlisch
Kamera: Harry Stradling Jr.
Schnitt: John F. Burnett


15:50 Magische Gärten (30 Min.) (HDTV)
Sacro Bosco
Dokumentationsreihe Frankreich, 2016
Wiederholung vom 11.04.

Regie: Aloïs-Marie Lenoan


16:20 Frankreichs mythische Orte (25 Min.) (HDTV)
Saint-Guilhem-le-Désert
Dokumentationsreihe Frankreich, 2011
Wiederholung vom 25.04.

Regie: Emmanuel Descombes


16:45 Frankreichs mythische Orte (25 Min.) (HDTV)
Bonneval-sur-Arc
Dokumentationsreihe Frankreich, 2011

Regie: Jean-Michel Vennemani

Dieser Teil der Reihe zeigt den Wintersportort Bonneval-sur-Arc an der Grenze zu Italien. Der Wintersportort Bonneval-sur-Arc in Savoyen liegt auf über 1.800 Meter Höhe, unweit der italienischen Grenze. Hier beginnt die höchste befahrbare Passstraße Europas. Bis in die 70er Jahre hinein wurde das Dorf jeden Winter völlig eingeschneit und war wochenlang vom Rest der Welt abgeschnitten. So entstand dort eine ganz besondere Solidarität unter den Dorfbewohnern. Und so weiß man hier bis heute, wie wichtig in den Bergen gute Nachbarschaft ist.

Hintergrundinfo:
Frankreich verfügt über zahlreiche historische Ortschaften. Viele liegen in landschaftlich reizvollen Gebieten und besitzen kulturgeschichtliche Bedeutung. Die Dokumentationsreihe stellt 40 französische Orte mit ihren faszinierenden Besonderheiten und Geheimnissen vor. Ob Geburtsort, Ort der eigenen Jugend, Wahlheimat oder malerischer Ferienort – häufig ist das Dorf ein Ort der Erinnerung und der Sehnsucht. Die Dokumentationsreihe lädt dazu ein, 40 der schönsten und kunstgeschichtlich reizvollsten Ortschaften Frankreichs mit ihren Traditionen, Legenden, gastronomischen Spezialitäten und ihrer vielfältigen Flora und Fauna zu entdecken. Spektakuläre Luftaufnahmen heben bauliche und geografische Besonderheiten hervor und lassen Verborgenes, Unbekanntes und Mythisches zutage treten.


17:10 Xenius (30 Min.) (HDTV)
Projekt Schwangerschaft – Alles unter Kontrolle?
Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard
Magazin Deutschland, 2016

"Wir bekommen ein Baby!" Mit dem positiven Schwangerschaftstest beginnt für die werdenden Eltern eine aufregende Zeit – neun Monate Warten auf das Kind. Wird das Kind gesund zur Welt kommen? Ist es ein Junge oder ein Mädchen? Und wie wird es wohl aussehen? In Zeiten von künstlicher Befruchtung und Frühdiagnostik meinen wir, bei einer Schwangerschaft alles unter Kontrolle zu haben. Doch ist das wirklich so? Mit der Befruchtung der Eizelle beginnt die aufregende Reise des Lebens, und die ist nicht ganz ungefährlich. Viele Frauen finden es deshalb beruhigend, im Projekt Schwangerschaft möglichst viele Untersuchungen wahrzunehmen. Die "Xenius"-Moderatoren treffen eine werdende Mutter und begleiten sie zu einer ganz besonderen Ultraschalluntersuchung. Mit feindiagnostischen Methoden können werdende Eltern schon vor der Geburt einen Blick auf ihr Kind werfen – und zwar in 3D. Die Untersuchung gibt außerdem Aufschluss über Entwicklung und Gesundheitszustand des Kindes. Doch was, wenn bei pränatalen Untersuchungen Komplikationen sichtbar werden? Wie bereitet man die werdenden Eltern auf eine möglicherweise niederschmetternde Diagnose vor? Welche Hilfe erhalten betroffene Eltern bei ihren Entscheidungen? So ist die häufigste Ursache für Fehlbildungen bei Kindern der offene Rücken. Einzige Rettung: eine Operation noch im Mutterleib. "Xenius" lernt eine Familie kennen, die genau das erlebt hat.

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


17:40 Athos (55 Min.) (HDTV, UT) (VPS: 17:40)
Die Republik der Mönche
Dokumentation Deutschland, 2016
Wiederholung vom 15.04.

Regie: Peter Bardehle


18:35 Planet Sand (45 Min.) (HDTV)
Atacama – Dem Wasser auf der Spur
Dokumentationsreihe Frankreich, 2016
Erstausstrahlung

Regie: Paul-Aurélien Combre

Die Atacama-Wüste erstreckt sich über ganz Nordchile bis hinein nach Bolivien, Peru und Argentinien. Sie ist zwar weder die größte noch die heißeste Wüste – gilt aber als trockenste Wüste der Erde. Sie ist extrem arid, eine Wüste, in der kein Regen fällt. Im zentralen, trockensten Bereich regnet es nie. Diese Trockenheit hat sichtbare Folgen: Nirgendwo gibt es weniger Leben als in der Atacama-Wüste – ohne Regen, Luftfeuchtigkeit und Grundwasser ist sie der lebensfeindlichste Ort unseres Planeten. Der zentrale Bereich der Atacama ist eine felsige, staubige Landschaft, in der sich nichts regt. Seit Jahrmillionen herrscht hier extreme Trockenheit. Am Rande der Wüste jedoch finden sich einige weniger lebensfeindliche Orte. Im Westen grenzt die Atacama an den Pazifik, an dessen Küste diverse Großstädte liegen. Im Osten steigt sie bis an die Vorgebirge der Anden, wo die Ureinwohner ihre Dörfer gegründet haben und es Wasser gibt. Doch trotz ihrer Unwirtlichkeit hat die Wüste einen attraktiven Aspekt: Sie birgt bedeutende Bodenschätze wie Erze. Die Bergbauindustrie sowie große Städte entlang der Küste haben die kostbaren Wasserressourcen in Beschlag genommen – auf Kosten kleinerer Dörfer und sensibler Ökosysteme. Wissenschaftler setzen sich ein, um diesem Problem entgegenzuwirken: Um der Bedrohung von Mensch und Umwelt entgegenzuwirken, tritt die Forschung auf den Plan: Es gilt, Wasserkreisläufe zu verstehen, Ressourcen zu managen, um die letzten Oasen zu retten. Von den kleinsten Lebensformen bis zur Großindustrie sind mittlerweile alle dem Wasser auf der Spur. Die extreme Trockenheit in der Atacama schürt immer wieder Konflikte. Dies zeigt, wie schwierig es ist, die Wasserressourcen gerecht aufzuteilen. Die wenigen verbliebenen Ökosysteme sind als kleine Inseln des Lebens von besonderer Bedeutung, denn sie helfen den Wissenschaftlern im Kampf gegen die Desertifikation.

Hintergrundinfo:
Die Gletscher ziehen sich zurück, die Wüsten breiten sich aus. Im Zuge des Klimawandels hat dieses Phänomen in den letzten 50 Jahren weltweit dramatisch zugenommen. Die fünfteilige Dokumentationsreihe bereist China, Zentralasien, Südamerika, Australien und Afrika, wo fruchtbare Böden und wichtige Wasserreserven den wachsenden Wüsten zum Opfer fallen. Die Reihe lässt Wissenschaftler und Umweltschützer zu Wort kommen und stellt unterschiedliche Projekte vor, mit denen die fortschreitende Wüstenbildung gestoppt werden soll.


19:20 ARTE Journal (25 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


19:45 Re: (30 Min.)
Projekt Versöhnung
Das Roma-Hotel im Kosovo
Reportage Deutschland, 2017
Erstausstrahlung

Was Europa bewegt
Die neue Reportage-Reihe auf ARTE erzählt Geschichten von Menschen – authentisch und ganz nah dran. Es sind Geschichten, die hinter den Schlagzeilen stecken, die berühren, erstaunen und zum Nachdenken anregen. In 28 Minuten zu einem aktuellen Thema zeigt jede Reportage eine Facette Europas, begegnet spannenden Menschen und taucht in andere Lebenswelten ein. "Re:" macht damit Europa in seiner Vielfalt erlebbar und begreifbar. Immer montags bis freitags um 19.45 Uhr und jederzeit im Netz.


20:15 Eine Blutspur durch Frankreich – Die SS-Panzer-Division "Das Reich" (90 Min.)


21:45 1945. Nach Hause! (55 Min.)


22:40 Hitlers Madonna und die Retter der Raubkunst (55 Min.)


23:35 Streetphilosophy (30 Min.) (HDTV, s/w)
Pragmatismus: Sei kein Träumer
Moderation: Jonas Bosslet
Magazin Deutschland, 2016
Erstausstrahlung

Regie: Simon Hufeisen, Dominik Bretsch

Pragmatismus und Träumereien sind dieses Mal die Themen bei "Streetphilosophy". Pragmatismus ist Zeitgeist: keine Zeit verlieren, durchstudieren, die Karriere planen und zwischendurch noch mal schnell um die Welt reisen. Die Welt so nehmen, wie sie ist, statt sie verändern zu wollen. Jonas fragt sich, ob Träume nicht unnütz sind und nur dazu führen, dass man eine Menge Zeit verplempert, ohne etwas zu erreichen. Muss Jonas sich einfach mehr an den Tatsachen orientieren und weniger an seinen schrägen Ideen? Nachts in der Eissporthalle. Jonas begegnet dort der Eiskunstläuferin Miriam Ziegler. Miriam, 22, bereitet sich auf Olympia vor. Dafür trainiert sie jeden Tag viele Stunden. Jonas will wissen, wo es einen hinführt, wenn man alles im Leben einem Traum unterordnet. Danach trifft sich Jonas mit Philosoph Christian Uhle auf einen nächtlichen Tee. Christian erklärt Jonas, wie eine Philosophie aussieht, in der sich alles darum dreht, ob etwas in der Realität funktioniert oder nicht – und welche Konsequenzen damit verbunden sind. Als Nächstes verbringt Jonas einen Nachmittag mit Matt Nimmo. Matt kommt vom anderen Ende der Welt, aus Australien. In Berlin ist er der "Sprudelboy", verkauft selbst gemachte Limo auf Märkten. Auf den ersten Blick klingt das nicht nach einer pragmatischen Lebensweise – im Kern geht es Matt aber schlicht um Business. Am Ende seiner Reise besucht Jonas Walter Rothschild. Der ist Rabbi und Kabarettist – und um einiges älter als Jonas. Mit Walter spricht Jonas darüber, ob er nun eher seine Träume oder doch die harte Realität ernst nehmen soll. Welche Triebe muss man unterdrücken, um sinnvoll und effizient zu leben?

Hintergrundinfo:
Nach der Auszeichnung mit dem Grimme-Preis Innovation geht das ARTE-Format "Streetphilosophy" in die nächste Runde: Für Deutschlands Jugend hat Religion ausgedient, Politik keine Antworten parat, und die großen Ideologien sind irgendwie auch passé. Was also taugt noch als Guideline fürs Leben? Das fragt sich Wahl-Berliner Jonas stellvertretend für die Generation Y in "Streetphilosophy". Auf der Suche nach Antworten folgt "Streetphilosophy" Jonas durch Berlin. Am Anfang jeder Folge steht ein "Call to Action", eine philosophische These oder eine ethische Forderung.


00:05 Im Nirgendwo (90 Min.)
Wiederholung vom 28. 04. 2017


01:35 Rendezvous mit einem Kometen – Mission Rosetta (90 Min.)
Wiederholung vom 25. 03. 2017


03:05 Frankreichs mythische Orte (30 Min.) (HDTV)
Rocamadour
Dokumentationsreihe Frankreich, 2011
Wiederholung vom 18.04.

Regie: Emmanuel Descombes


03:35 28 Minuten (45 Min.)
Moderation: Élisabeth Quin
Magazin Frankreich, 2016
Erstausstrahlung


04:20 Augenblicke der Weltgeschichte (26 Min.)
François Dullin – Ein Offizier im strahlenden Paradies
Wiederholung vom 25. 03. 2017


04:46 Sendeschluss

 

*


Mittwoch, 03. Mai 2017


05:00 Stars von morgen mit Rolando Villazón (60 Min.) (HDTV)
Hanna-Elisabeth Müller, Raphaël Sévère, Valentin Radutiu …
Musik Deutschland, 2013
Wiederholung vom 17.04.

Regie: Elisabeth Malzer
Moderation: Rolando Villazón

Mitwirkende:
Junge Sinfonie Berlin
Hanna-Elisabeth Müller (Sopran)
Raphaël Sévère (Klarinette)
Valentin Radutiu (Cello)
10forBrass

Dirigent: Patrick Lange
Gäste: Christoph Seuferle


06:00 Abgedreht! (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Wiederholung vom 30.04.


06:45 Xenius (25 Min.) (HDTV)
Fasten – Steckt hinter dem Hungern mehr?
Moderation: Carolin Matzko, Gunnar Mergner
Magazin Deutschland, 2017
Wiederholung vom 24.04.


07:10 ARTE Journal Junior (10 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


07:20 Xenius (25 Min.) (HDTV)
Projekt Schwangerschaft – Alles unter Kontrolle?
Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard
Magazin Deutschland, 2016
Wiederholung vom 02.05.


07:45 360° Geo Reportage (55 Min.) (HDTV)
Die Samurai von Fukushima
Reportage Deutschland / Frankreich, 2013
Wiederholung vom 20.03.

Regie: J. Michael Schumacher


08:40 Sarah Wiener (45 Min.) (HDTV)
Eine Woche unter Winzern
Dokumentationsreihe Deutschland, 2016
Wiederholung vom 12.04.

Regie: David Nawrath


09:25 Eine Blutspur durch Frankreich (90 Min.)
Die SS-Panzer-Division "Das Reich"
Wiederholung vom 02. 05. 2017


10:55 Hitlers Madonna und die Retter der Raubkunst (55 Min.)
Wiederholung vom 02. 05. 2017


11:50 Mein Schuppen – Meine kleine Welt (30 Min.)
England


12:20 Re: (30 Min.)
Reportage Deutschland, 2017
Wiederholung vom 02.05.

Was Europa bewegt


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


13:00 Stadt Land Kunst (35 Min.) (VPS: 13:00)
Magazin Frankreich, 2017
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Das niedersächsische Rundlingsdorf Köhlen Vor zehn Jahren besuchte Doris zum ersten Mal einen Rundling. Die Siedlungsform entstand im Mittelalter und weist eine Besonderheit auf: Alle Häuser gruppieren sich um den zentralen runden oder ovalen Dorfplatz. Doris war von den Runddörfern so fasziniert, dass sie schließlich ins niedersächsische Köhlen zog.

Ab dem 13. März nimmt "Stadt Land Kunst" seine Zuschauer werktäglich mit auf Entdeckungsreise an Orte unseres gemeinsamen Kulturerbes. Jede Reise erzählt ihre ganz eigene Geschichte und ermöglicht eine Erkundung der verschiedensten Plätze der Welt auf eine ganze neue Weise. Drei Reisen, drei Einladungen und drei unterschiedliche Geschichten – in jeder Ausgabe von "Stadt Land Kunst" bringt Linda Lorin den Zuschauer an Orte, die große Künstler inspiriert oder deren Werke beeinflusst haben. Eine einmalige Gelegenheit, eine Stadt oder Region mit anderen Augen zu sehen oder aus einer ganz anderen Perspektive kennenzulernen. "Stadt Land Kunst" ist ein Moment der Ruhe und der Freude in unserem beschleunigten Alltag und zeigt, wie der Mensch Landschaften, Städte und einzigartige Kulturen erschaffen und geformt hat. Das Kulturmagazin versteht sich weder als Reiseführer noch öffnet es Türen zu Museen, dafür aber den Blick auf die Schätze der Welt. "Stadt Land Kunst" lädt zur Entdeckung oder Wiederentdeckung der Kunst, der Landschaften und der Menschen ein. Eine Reise der besonderen Art, die kleine Fluchten aus dem Alltag ermöglicht.


13:35 Kampf der Titanen (135 Min.) (HDTV)
(Clash of the Titans)
Spielfilm Großbritannien / USA, 1981
Wiederholung vom 17.04.
Produktion: Charles H. Schneer Productions, Peerford Ltd.

Rollen und Darsteller:
Hera – Claire Bloom
Thetis – Maggie Smith
Zeus – Laurence Olivier
Poseidon – Jack Gwillim
Aphrodite – Ursula Andress
Perseus – Harry Hamlin
Andromeda – Judi Bowker
Calibos – Neil McCarthy

Regie: Desmond Davis
Produzent: Charles H. Schneer, Ray Harryhausen
Drehbuch: Beverley Cross
Musik: Laurence Rosenthal
Kamera: Ted Moore
Schnitt: Timothy Gee


15:50 Magische Gärten (25 Min.) (HDTV)
Daitoku-ji
Dokumentationsreihe Frankreich, 2016
Wiederholung vom 12.04.

Regie: Emmanuel Descombes


16:15 Frankreichs mythische Orte (30 Min.) (HDTV)
Talmont-sur-Gironde
Dokumentationsreihe Frankreich, 2011
Wiederholung vom 26.04.

Regie: François Chayé


16:45 Frankreichs mythische Orte (25 Min.) (HDTV)
Flavigny-sur-Ozerain
Dokumentationsreihe Frankreich, 2011

Regie: Jean-Michel Vennemani

Hoch über der Tiefebene des Burgunds thront das Dorf Flavigny-sur-Ozerain. Der nach dem römischen General Flavinius benannte Ort liegt nicht weit von einer archäologischen Ausgrabungsstätte, wo man Alesia freizulegen hofft, den Schauplatz von Julius Cäsars entscheidendem Sieg über die Gallier. Von der Römerzeit bis ins 12. Jahrhundert war Flavigny ein florierendes Handelszentrum, das für seinen Reichtum beneidet und deshalb mehr als einmal überfallen wurde. Heute ist der Ort weltbekannt für seine Anisbonbons, deren Geheimrezeptur im 16. Jahrhundert im ortsansässigen Kloster erfunden wurde und die noch heute in einem Familienbetrieb hergestellt werden. Vor einigen Jahren boten die malerischen Gässchen von Flavigny-sur-Ozerain die Kulisse für den Kinoerfolg "Chocolat" von Lasse Hallström mit Juliette Binoche und Johnny Depp in den Hauptrollen.

Hintergrundinfo:
Frankreich verfügt über zahlreiche historische Ortschaften. Viele liegen in landschaftlich reizvollen Gebieten und besitzen kulturgeschichtliche Bedeutung. Die Dokumentationsreihe stellt 40 französische Orte mit ihren faszinierenden Besonderheiten und Geheimnissen vor.


17:10 Xenius (30 Min.) (HDTV)
Diäten – Wie sinnvoll sind Diäten?
Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard
Magazin Deutschland, 2016

Low Carb, Steinzeitessen, Trennkost oder Friss-die-Hälfte – kaum eine Ernährungsform, die nicht schon als die neue Super-Diät gehandelt wurde. Trotzdem ist ein Großteil der Deutschen und Franzosen übergewichtig. Denn die meisten Schlankheitskuren führen nur kurzfristig zum Erfolg. Der Jojo-Effekt sorgt dafür, dass wir die verlorenen Pfunde schnell wieder auf den Hüften haben. Wie sinnvoll sind Diäten also? "Xenius" gibt einen Überblick über Diät-Trends und Schönheitsideale. Ab wann gilt man als übergewichtig? Funktioniert Abnehmen durch Hypnose? Und leben dicke Menschen vielleicht sogar gesünder? Die "Xenius"-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard treffen die Ernährungsmedizinerin Anne Fleck. Sie weiß, welche Rolle Veranlagung und Psyche beim Abnehmen spielen und zeigt ihnen nicht nur, wie man sich fit hält, sondern auch wie man sich so ernährt, dass eine Diät gar nicht erst nötig wird.

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


17:40 Athos (55 Min.) (HDTV, UT)
Der Berg der Mönche
Dokumentation Deutschland, 2016
Wiederholung vom 15.04.

Regie: Peter Bardehle


18:35 Planet Sand (45 Min.) (HDTV)
Australien – Kontinent der Wüsten
Dokumentationsreihe Frankreich, 2016
Erstausstrahlung

Regie: Quincy Russell

75 Prozent der Fläche Australiens ist arid oder semi-arid. Häufig kommt es zu teils extremen Dürreperioden. Im Sommer steigen die Temperaturen oft auf über 50 Grad Celsius im Schatten. Die meisten Australier leben deshalb an der Küste, wo das Klima gemäßigter ist. Die gewaltigen Rinderherden der Viehzüchter zerstören die von der Trockenheit schwer mitgenommenen Böden. Das Land wird unfruchtbar und die Desertifikation nimmt zu. In Australiens Landesinnerem haben sich mehr als zehn Wüsten ausgebreitet. Die größte unter ihnen ist die Große Victoriawüste – sie ist annähernd so groß wie Deutschland. Sandstürme, Buschfeuer, Dürren, plötzliche Überschwemmungen, extreme Temperaturen, unfruchtbarer Boden und Trinkwasserknappheit – die Natur scheint verrücktzuspielen. Wie konnte es auf diesem Kontinent soweit kommen? Als vor etwa 40.000 Jahren die ersten Menschen Australien besiedelten, war der Kontinent deutlich grüner und bewaldeter als heute. Als Sammler und Jäger begnügten sich die Aborigines mit dem, was sie fanden. Die englischen Siedler waren ein anderes Leben gewöhnt. 1770 landete Cook an der australischen Küste, 1778 richtete die britische Krone auf dem Inselkontinent eine erste Strafkolonie ein. Man entdeckte Erzvorkommen und Gold. Immer mehr Siedler zog es in dieses neue gelobte Land. Und mit ihnen wurden zahlreiche invasive Tierarten eingeschleppt, die sich über die Vegetation hermachten und die einheimische Fauna verdrängten. Nun ist schnelles Handeln geboten: Die Regierung entsendet Wissenschaftler in die betroffenen Gebiete, um den Dialog mit den Aborigines zu suchen. Die Australier haben erkannt, dass die Ureinwohner - die dieses Land am besten kennen – ihnen dabei helfen können, das Leben in den Weiten Zentralaustraliens wieder heimisch werden zu lassen.

Hintergrundinfo:
Die Gletscher ziehen sich zurück, die Wüsten breiten sich aus. Im Zuge des Klimawandels hat dieses Phänomen in den letzten 50 Jahren weltweit dramatisch zugenommen. Die fünfteilige Dokumentationsreihe bereist China, Zentralasien, Südamerika, Australien und Afrika, wo fruchtbare Böden und wichtige Wasserreserven den wachsenden Wüsten zum Opfer fallen. Die Reihe lässt Wissenschaftler und Umweltschützer zu Wort kommen und stellt unterschiedliche Projekte vor, mit denen die fortschreitende Wüstenbildung gestoppt werden soll.


19:20 ARTE Journal (25 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


19:45 Re: (30 Min.)
Ocupa Barcelona
Der Kampf um Wohnraum
Reportage Deutschland, 2017
Erstausstrahlung

Was Europa bewegt
Die neue Reportage-Reihe auf ARTE erzählt Geschichten von Menschen – authentisch und ganz nah dran. Es sind Geschichten, die hinter den Schlagzeilen stecken, die berühren, erstaunen und zum Nachdenken anregen. In 28 Minuten zu einem aktuellen Thema zeigt jede Reportage eine Facette Europas, begegnet spannenden Menschen und taucht in andere Lebenswelten ein. "Re:" macht damit Europa in seiner Vielfalt erlebbar und begreifbar. Immer montags bis freitags um 19.45 Uhr und jederzeit im Netz.


20:15 Victoria (130 Min.) (HDTV, AD)
Spielfilm Deutschland, 2015
Produktion: MonkeyBoy, Deutschfilm, RadicalMedia, WDR, ARTE
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Sonne – Frederick Lau
Victoria – Laia Costa
Boxer – Franz Rogowski
Blinker – Burak Yigit
Fuß – Max Mauff

Regie: Sebastian Schipper Produzent: Jan Dressler, Sebastian Schipper, Anatol Nitschke, Catherine Baikousis, David Keitsch Drehbuch: Sebastian Schipper, Olivia Neergaard-Holm, Eike Frederick Schulz Musik: Nils Frahm Kamera: Sturla Brandth Grøvlen Kostüm: Stefanie Jauß Redaktion: Barbara Buhl, Andreas Schreitmüller Ausstattung: Ulrich Friedrichs

Selbstverloren tanzt die junge Spanierin Victoria durch die Berliner Szene. Vor einem Club trifft sie auf dem Nachhauseweg vier Berliner Jungs: Sonne, Boxer, Blinker und Fuß – für sie fängt die Nacht erst an. Sonne und Victorias zarter Flirt wird unversehens von den anderen unterbrochen, denn die Jungs müssen ein krummes Ding durchziehen, um eine alte Schuld zu begleichen. Als ein Freund alkoholbedingt ausfällt, soll ausgerechnet Victoria an dessen Stelle als Fahrerin einspringen. Aus Spiel wird plötzlich Ernst.
In einer einzigen langen Einstellung skizziert Schauspieler und Regisseur Sebastian Schipper die Geschichte einer atemlosen Nacht in den Straßen der Metropole. Die Kamera verknüpft die vergehende Zeit und die zahlreichen Schauplätze nahtlos miteinander und bezieht den Zuschauer unmittelbar ins Geschehen ein. Mit der verwegenen Truppe blickt sie von Hochhausdächern über die Stadt, flaniert über menschenleere Bürgersteige und versteckt sich in abgelegenen Hinterhöfen. Die Kette aller Ereignisse verdichtet sich zu einer dramatischen Tour de Force.

Hintergrundinfo:
"Victoria" ist die vierte Regie-Arbeit von Sebastian Schipper, der auch als Schauspieler bekannt ist. Nach "Absolute Giganten" (1999), der Buddy-Geschichte, die Kult wurde, "Ein Freund von mir" (2006) und "Mitte Ende August" (2009) geht der Regisseur einen Schritt weiter: Ohne einen einzigen Schnitt macht sein Genremix aus Männerfreundschaft und Gangsterkino den mitreißenden Rausch des Nachtlebens und einen Banküberfall in Berlin in Realzeit erfahrbar. Insgesamt wurden drei vollständige Versionen gedreht, wovon die letzte zum großen Kinoerfolg wurde. Das Drama erhielt unter anderem beim Deutschen Filmpreis 2015 zahlreiche Auszeichnungen: für den besten Film, die beste Regie, die beste Kamera, die beste Musik und die beste darstellerische Leistung der beiden Hauptdarsteller Laia Costa und Frederick Lau.


22:25 Arno Schmidt – "Mein Herz gehört dem Kopf" (60 Min.) (HDTV)
Dokumentation Deutschland, 2013

Regie: Oliver Schwehm

Ausgehend von dem kleinen, entlegenen Dorf Bargfeld in der Lüneburger Heide, in das er 1958 mit seiner Frau zog und das er nur selten und ungern verließ, erschuf Arno Schmidt ein in der jüngeren deutschen Literaturgeschichte einzigartiges Werk. Als Pionier der Sprache, widerborstig, rebellisch und konsequent bis zur Besessenheit ordnete er sämtliche Lebensbereiche seinem Schaffen unter. Schmidt blieb aber auch zeitlebens auf Distanz zum literarischen Betrieb. Arno Schmidts umfangreiches Werk steht heute im Schatten vor allem eines Buches, seines über 1.300 Seiten starken Monumentalromans "Zettel's Traum", der 1970 erschien und, in der Tradition von James Joyce stehend, die Geschehnisse eines einzigen Sommertags in einem Heidedorf schildert. Ein dreispaltiges, in seiner Komplexität kaum zu erfassendes Werk, das seinem Verfasser Kultstatus, aber auch den Ruf des Sonderlings und Einzelgängers einbrachte. Das Porträt zeichnet Arno Schmidts schriftstellerischen Werdegang nach und widmet sich dabei verstärkt den Nachkriegsjahren, als Arno Schmidt mit seiner Frau Alice als Heimatvertriebene eine neue Bleibe suchte und diese schließlich im kleinen Heidedorf Bargfeld fanden. In diesen Jahren setzte sich Schmidt in Erzählungen wie "Leviathan" und "Seelandschaft mit Pocahontas" mit den Erlebnissen des Krieges und der Nachkriegsgesellschaft auseinander, und das in einer Sprache und Radikalität, die für diese Zeit unerhört waren. In "Die Umsiedler" beschäftigt er sich mit dem damaligen Tabuthema von Flucht und Vertreibung und schildert, wie wenig willkommen er, der mit seiner Frau aus Schlesien fliehen musste, sich in der Bundesrepublik fühlte. In "Das steinerne Herz" wettert er gegen die Scheinheiligkeit und die allgemeinen Restaurationstendenzen der Adenauerjahre. Besonders zeichnen sich seine Texte durch ihren ausgeprägten Humor aus, der sämtliche Register zwischen Ironie und Sarkasmus zieht und gerade in der Rückschau als seiner Zeit weit voraus gelten muss.

Hintergrundinfo:
Zu Wort kommt in "Arno Schmidt – 'Mein Herz gehört dem Kopf'" neben Arno Schmidts ehemaliger Haushälterin Erika Knop auch Jan Philipp Reemtsma, der Arno Schmidt auch finanziell förderte und zwei Jahre nach Schmidts Tod 1981 die Arno Schmidt Stiftung gründete. Zeitgenössische Schriftsteller wie Uwe Timm, der sich in seiner Novelle "Freitisch" mit Arno Schmidt auseinandersetzte, die französische Autorin Marie Darrieussecq und der Autor und Filmemacher Wenzel Storch, der mit seinem Zeichenbuch "Arno & Alice" eine liebevolle Hommage an den Dichter schuf, ordnen Schmidts Werk aus heutiger Sicht ein. Die Schauspielerin Mechthild Großmann, bekannt als Staatsanwältin Wilhelmine Klemm aus dem Münsteraner Tatort, rezitiert dazu Onscreen-Zitate des Schriftstellers. Der Dokumentarfilm entstand mit Unterstützung der Arno Schmidt Stiftung in Bargfeld, die für diesen Zweck ihre umfangreichen Archive öffnete.


23:25 Die offene Seele (115 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Belgien / Frankreich, 2014
Erstausstrahlung

Regie: Mariana Otero

Le Courtil ist eine psychiatrische Klinik in Belgien für Kinder und Jugendliche. Die therapeutischen Ansätze der Ärzte und Betreuer orientieren sich an den Theorien des französische Psychoanalytikers Jacques Lacan. Mariana Oteros Dokumentarfilm "Die offene Seele" zeichnet das Porträt von Kindern und Jugendlichen, die alle unter einer psychischen Störung leiden: Alysson kann sich nicht mit ihrem Körper anfreunden, Evanne dreht sich so lange im Kreis, bis sie vor Schwindel hinfällt, Amina bekommt kein Wort über die Lippen. Einfühlsam dokumentiert die Kamera Alltagszenen, Gespräche und Therapiesitzungen, fokussiert auf Gesten und Gesichtsausdrücke; es entsteht ein subtiles Gesamtbild, das den Zuschauer in die Welt der Patienten eintauchen lässt. Tag für Tag versuchen die Ärzte und Therapeuten, den unterschiedlichen Krankheitsbildern auf den Grund zu gehen, die häufig sehr individuell ausgeprägt sind. Damit der Alltag der jungen Patienten verbessert wird, werden Lösungen ausgearbeitet, die auf die Betroffenen zugeschnitten sind. Nur eine Regel gilt für alle: niemals etwas erzwingen.


01:20 Kurzschluss – Das Magazin (55 Min.)
Schwerpunkt Jean Renoir
Magazin Frankreich, 2017
Erstausstrahlung

"Kurzschluss – Das Magazin" zeigt die neuesten Kurzfilme aus aller Welt – und wirft einen Blick hinter die Kulissen: mit Porträts, Drehberichten, aktuellen Festival – und Filmtipps und vielen spannenden Interviews. Mehr Infos unter: arte.tv/kurzschluss

Short Cuts – French Can Can

Der bulgarisch-kanadische Animationsfilmemacher Theodore Ushev fasst den Klassiker "French Can Can" von Jean Renoir in einer Minute und als Animation zusammen.

Peep Show
Animationsfilm
Italien, 2016
Erstausstrahlung
Animationsfilm von: Rino Stefano Tagliafierro

Dieser hoch erotische Animationsfilm entführt den Zuschauer in die Welt der Kunst. Durch das Schlüsselloch fällt der Blick auf Gemälde verschiedener Länder und Epochen, die alle ein gemeinsames Motiv haben: Frauen. Meistens sind sie unbekleidet, mal allein, mal in Gesellschaft. Regisseur Rino Stefano Tagliafierro taucht in die Gemälde ein und erweckt sie zum Leben, lässt das Lachen der Feiern erklingen und die Kleider vom Körper herabgleiten. Selten wurde die Lust so kunstvoll in Szene gesetzt und die Kunst so lustvoll gefeiert.

Hintergrundinfo:
Der italienische Animationsfilmer Rino Stefano Tagliafierro, Jahrgang 1980, nutzt die Mittel der digitalen Bildbearbeitung, um Gemälde in Bewegung zu versetzen. Diese Technik verwendete er bereits in seinem zehnminütigen Kurzfilm "Beauty" (2014), der im Netz Furore machte – das Video wurde innerhalb von drei Wochen über 3,5 Millionen Mal angeschaut. Seinen Lebensunterhalt verdient Tagliafierro mit Werbe – und Modevideos, aber seine Kunstanimationen haben ihn über Italien hinaus bekanntgemacht.

Ein anderer Blick – Jean Renoir
Kurzfilm
Frankreich, 2015

Kurzfilm von: Lucie Prost, Julien Marsa

Zwei zeitgenössische französische Filmemacher sprechen über die Filme von Jean Renoir und ihren Einfluss auf das heutige Kino.

Die Kletterrosen
Kurzfilm
Frankreich, 2015

Kurzfilm von: Lucie Prost, Julien Marsa

Rosalie, eine junge Frau um die 30, muss ein schmerzhaftes Erlebnis verarbeiten. Um Abstand zu gewinnen, beschließt sie, in ihr Heimatdorf zurückzukehren, das ziemlich verloren im Juragebirge liegt. Aber das Haus ihrer Kindheit ist verlassen, ihre ehemals besten Freunde haben nur spöttische Bemerkungen für sie übrig, und ihre erste Liebe steht kurz davor, eine andere Frau zu heiraten. Rosalie setzt alles daran, ihr Vorhaben trotzdem umzusetzen – nicht ohne einige Wellen zu schlagen.

Hintergrundinfo:
Lucie Prost studierte Theater – und Sozialwissenschaften in Bordeaux, Lyon und Paris. "Die Kletterrosen" ist ihr erster Kurzfilm. Julien Marsa machte einen Master in Drehbuchschreiben, Regie und Produktion an der Pariser Sorbonne. Weitere Kurzfilme von ihm sind "La disparition" und "Laura". "Die Kletterosen" war 2016 im nationalen Wettbewerb des Kurzfilmfestivals von Clermont-Ferrand zu sehen.

Kurz-Geschichte – Eine Landpartie

Der Filmkritiker Pascal Mérigeau und der Regisseur und Autor Alain Fleischer sprechen über die Entstehung von "Eine Landpartie" von Jean Renoir, der im direkten Anschluss an die Sendung zu sehen ist.


02:15 Eine Landpartie (40 Min.) (HDTV, s/w)
Partie de campagne
Kurzfilm Frankreich, 1936

Rollen und Darsteller:
Henri – Georges Saint-Saëns
Rodolphe – Jacques Borel
Monsieur Dufour – André Gabriello
Anatole – Paul Temps
Pfarrer – Pierre Lestringuez
Père Poulain – Jean Renoir
Seminarist – Jacques Becker
Seminarist – Georges Bataille
Junge – Alain Renoir
Henriette – Sylvia Bataille
Mme Juliette Dufour – Jane Marken
Großmutter – Gabrielle Fontan
Naturforscherin – Marguerite Renoir

Regie: Jean Renoir
Produzent: Les Films du Jeudi
Drehbuch: Jean Renoir
Musik: Joseph Kosma
Autor: Guy de Maupassant

Eines schönen Nachmittags im Sommer 1860 macht sich der Pariser Kaufmann Dufour auf, einen Ausflug aufs Land zu unternehmen. Gemeinsam mit Schwiegermutter, Frau, Tochter und seinem Angestellten Anatole sucht er die Herberge des "Père Poulain" auf, um dort am Flussufer zu picknicken. Zwei junge Männer vom Lande, Henri und Rodolphe, machen Mutter und Tochter den Hof. Nach dem Essen laden die zwei Gefährten die Damen auf eine Bootsfahrt ein. Die Mutter lässt sich von Rodolphe ins Dickicht ziehen, ihre Tochter erlebt eine kleine Romanze in den Armen von Henri. Der Regen setzt dieser Idylle ein Ende, die Trennung wird endgültig sein.

Hintergrundinfo:
Eigentlich als Spielfilm gedacht, wurde dieses Werk nie vollständig zu Ende gebracht. Eine verkürzte Fassung wurde erst viele Jahre nach den Dreharbeiten fertiggestellt, dennoch vermittelt der Kurzspielfilm Renoirs Liebe zur Natur und zu den Menschen auf romantische und ungebrochen eindringliche Weise.


02:55 Augenblicke der Weltgeschichte (25 Min.) (HDTV)
Erotische Fotografien eines Unbekannten
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Wiederholung vom 24.04.

Regie: Jean-Thomas Ceccaldi


03:20 Frankreichs mythische Orte (30 Min.) (HDTV)
Barfleur
Dokumentationsreihe Frankreich, 2011
Wiederholung vom 19.04.

Regie: Delphine Deloget


03:50 28 Minuten (45 Min.)
Moderation: Élisabeth Quin
Magazin Frankreich, 2016
Erstausstrahlung


04:35 (Fast) die ganze Wahrheit (3 Min.) (HDTV)
Simone de Beauvoir
Fernsehserie Frankreich, 2014

Regie: Nicolas Rendu

Diese Revolutionärin hat für die Freiheit der Frauen gekämpft. Bekannt ist Simone de Beauvoir aber eher wegen ihrer besseren Hälfte. Das ist schon nervig, oder?

Hintergrundinfo:
(Fast) die ganze Wahrheit – in drei Minuten alles über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. Mit Ironie und Absurdität skizziert jede Folge eine Person des Zeitgeschehens, die Schlagzeilen machte.


04:38 Sendeschluss

 

*


Donnerstag, 04. Mai 2017


05:00 Konzert vor dem Mailänder Dom: Rossini, Paganini, Verdi (55 Min.) (HDTV)
Musik Italien, 2015
Wiederholung vom 26.03.

Regie: Patrizia Carmine

Mitwirkende:
Filarmonica della Scala
David Garrett (Violine)

Dirigent: Riccardo Chailly

Komponist:
Gioachino Rossini
Niccolò Paganini
Giuseppe Verdi
Vittorio Monti


05:55 Metropolis (45 Min.)
Metropole Potsdam
Magazin Deutschland, 2017
Wiederholung vom 30.04.


06:40 Xenius (30 Min.) (HDTV, UT)
Bewegung und Ernährung im Alter – Was kann ich tun, um besser alt zu werden?
Moderation: Carolin Matzko, Gunnar Mergner
Magazin Deutschland, 2017
Wiederholung vom 25.04.


07:10 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


07:15 Xenius (30 Min.) (HDTV)
Diäten – Wie sinnvoll sind Diäten?
Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard
Magazin Deutschland, 2016
Wiederholung vom 03.05.


07:45 360° Geo Reportage (50 Min.) (HDTV, UT)
Eine zweite Art von Frau:Thailand, das Dritte Geschlecht
Reportage Deutschland, 2016
Wiederholung vom 26.03.

Regie: Carmen Butta


08:35 Sarah Wiener (45 Min.) (HDTV)
Eine Woche unter Soldaten
Dokumentationsreihe Deutschland, 2016
Wiederholung vom 13.04.

Regie: David Nawrath


09:20 Rheingold – Gesichter eines Flusses (95 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Deutschland, 2014
Wiederholung vom 17.04.

Regie: Peter Bardehle, Lena Leonhardt


10:55 Wenn es wieder Frühling wird (55 Min.)


11:50 Frankreichs mythische Orte (30 Min.) (HDTV)
Paimpont
Dokumentationsreihe Frankreich, 2011
Wiederholung vom 24.04.

Regie: Jean-Michel Vennemani


12:20 Re: (30 Min.)
Reportage Deutschland, 2017
Wiederholung vom 03.05.

Was Europa bewegt


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


13:00 Stadt Land Kunst (50 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Die idyllische Insel Chiloé
Der Süden Chiles beherbergt ein geheimnisvolles Archipel: Chiloé. Das Zusammentreffen von indianischem Volksglauben und europäischen Traditionen brachte dort eine Vielzahl von Holzkirchen hervor. Die Zimmerleute der Inselgruppe nutzten für die Konstruktionen Techniken, die die Europäer aus ihrer Heimat mitgebracht hatten. Die Glockentürme verleihen der wilden Gegend am Ende der Welt einen berückenden Charme.

Hintergrundinfo:
Ab dem 13. März nimmt "Stadt Land Kunst" seine Zuschauer werktäglich mit auf Entdeckungsreise an Orte unseres gemeinsamen Kulturerbes. Jede Reise erzählt ihre ganz eigene Geschichte und ermöglicht eine Erkundung der verschiedensten Plätze der Welt auf eine ganze neue Weise. Drei Reisen, drei Einladungen und drei unterschiedliche Geschichten – in jeder Ausgabe von "Stadt Land Kunst" bringt Linda Lorin den Zuschauer an Orte, die große Künstler inspiriert oder deren Werke beeinflusst haben. Eine einmalige Gelegenheit, eine Stadt oder Region mit anderen Augen zu sehen oder aus einer ganz anderen Perspektive kennenzulernen. "Stadt Land Kunst" ist ein Moment der Ruhe und der Freude in unserem beschleunigten Alltag und zeigt, wie der Mensch Landschaften, Städte und einzigartige Kulturen erschaffen und geformt hat. Das Kulturmagazin versteht sich weder als Reiseführer noch öffnet es Türen zu Museen, dafür aber den Blick auf die Schätze der Welt. "Stadt Land Kunst" lädt zur Entdeckung oder Wiederentdeckung der Kunst, der Landschaften und der Menschen ein. Eine Reise der besonderen Art, die kleine Fluchten aus dem Alltag ermöglicht.


13:50 Hatari (150 Min.)
Spielfilm USA, 1961
Wiederholung vom 09.04.
Produktion: Malabar Productions, Paramount Pictures Corporation

Rollen und Darsteller:
Sean Mercer – John Wayne
Kurt Muller – Hardy Krüger
Anna Maria 'Dallas' D'Allesandro – Elsa Martinelli
Pockets – Red Buttons
Charles 'Chips' Maurey – Gérard Blain
Little Wolf – Bruce Cabot
Brandy de la Court – Michèle Girardon

Regie: Howard Hawks
Produzent: Howard Hawks
Drehbuch: Leigh Brackett
Musik: Henry Mancini
Kamera: Russell Harlan
Schnitt: Stuart Gilmore
Autor: Harry Kurnitz


16:20 Humanima – Mensch und Tier (25 Min.) (HDTV)
Mit den Gibbons leben
Dokumentationsreihe Kanada, 2008
Wiederholung vom 04.04.

Regie: Guilhem Rondot


16:45 Magische Gärten (25 Min.) (HDTV)
Peterhof
Dokumentationsreihe Frankreich, 2016
Wiederholung vom 13.04.

Regie: Emmanuel Descombes


17:10 Xenius (30 Min.)
Das HI-Virus
Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard
Magazin Deutschland, 2017
Erstausstrahlung

In den 80er Jahren beherrschte vor allem ein Thema die Medien: Aids. Das mysteriöse HI-Virus tötete zahlreiche Menschen in der ganzen Welt. In den meisten westlichen Ländern ist das Virus mittlerweile unter Kontrolle und die Diagnose "HIV positiv" kein Todesurteil mehr. Doch noch immer ist Aids eine unheilbare Krankheit und in vielen Teilen der Welt eine häufige Todesursache. Wie lässt sich das Virus endlich besiegen? Die "Xenius"-Moderatoren reisen nach Südafrika, das Land mit der weltweit höchsten HIV-Infektionsrate. Jeder Fünfte trägt hier das Virus in sich. Besonders betroffen: junge Mädchen. Die "Xenius"-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard begleiten einen besonderen Bus, der als mobile Klinik durch die Townships von Kapstadt fährt: Der sogenannte Tutu Teen Truck ist extra auf Jugendliche ausgerichtet: In bunten Farben und mit lauter Musik bietet er neben anonymen HIV-Schnelltests auch gratis Kondome an. Die Moderatoren unterstützen Krankenschwester Dorothy und ihre Kollegen bei der Arbeit und erfahren, wie wichtig Aufklärung in Sachen Aids hier ist. Denn HIV und Aids sind nach wie vor Tabuthemen in Südafrika. Ein großes Problem dort: Viele Männer weigern sich, Kondome zu benutzen. Die einzige Kondomfabrik Südafrikas versucht mit bunten Präservativen gegen diese Abneigung vorzugehen. Mit Erfolg? Um HIV langfristig auszurotten, kann nur ein Impfstoff helfen. Davon sind die meisten Wissenschaftler überzeugt. Aber die Suche danach dauert an und noch ist kein wirksames Mittel gefunden. Grund zur Hoffnung gibt es dennoch: Wirksame Medikamente ermöglichen ein weitgehend normales Leben mit dem Virus. Ein HIV-Patient blickt zurück und erzählt "Xenius" seine Geschichte.

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


17:40 Frankreichs mythische Orte (25 Min.) (HDTV)
Lyons-la-Forêt
Dokumentationsreihe Frankreich, 2011
Wiederholung vom 27.04.

Regie: Stéphane Jacques


18:05 Frankreichs mythische Orte (30 Min.) (HDTV)
La Couvertoirade
Dokumentationsreihe Frankreich, 2011

Regie: François Chayé

Das kleine Dorf La Couvertoirade liegt im Département Aveyron in der Region Midi-Pyrénées auf der Larzac-Hochebene, etwa 80 Kilometer nördlich von Montpellier. Im 12. Jahrhundert errichteten Ritter des Templerordens hier eine Festung unweit der Pilgerrouten, die ans Mittelmeer und von dort weiter ins Gelobte Land führten. Die Anlage verfügt über die einzige Frischwasserquelle der Gegend. Im Mittelalter wurde außerhalb der Festungsmauern ein Wasserspender angebracht, über den die vorbeiziehenden Pilger auch in Zeiten der Belagerung des Ortes von innen heraus mit Trinkwasser versorgt werden konnten.

Hintergrundinfo:
Frankreich verfügt über zahlreiche historische Ortschaften. Viele liegen in landschaftlich reizvollen Gebieten und besitzen kulturgeschichtliche Bedeutung. Die Dokumentationsreihe stellt 40 französische Orte mit ihren faszinierenden Besonderheiten und Geheimnissen vor.


18:35 Planet Sand (45 Min.) (HDTV)
Sahara – Der Wüste die Stirn bieten
Dokumentationsreihe Frankreich, 2016
Erstausstrahlung

Regie: Thierry Berrod

Weltweit fallen fruchtbare Böden den wachsenden Wüsten zum Opfer. Afrika ist davon besonders stark betroffen. Die Sahara erstreckt sich über zehn Länder, vom Atlantik bis zum Roten Meer. Im Norden grenzt sie an das Mittelmeer und im Süden an die Sahelzone, einen semiariden Übergangsraum zu den Tropen. Die Sahara war nicht immer so lebensfeindlich. Vor 6.000 bis 8.000 Jahren herrschte ein deutlich feuchteres Klima. Angesichts der heutigen Landschaft ist es schwer vorstellbar, dass hier einst ein grüner Garden Eden lag, eine herrliche, baumbestandene Savanne mit einer vielfältigen und artenreichen Fauna. Doch in einem Jahrhundert hat sich die Wüste 250 Kilometer nach Süden ausgebreitet – über eine 6.000 Kilometer lange Front. Der Boden wurde unfruchtbar, und die Menschen mussten fliehen. Marokko und der Senegal haben der Wüste entschlossen den Kampf angesagt. Oasen und Palmenhaine, die aufgrund des Klimawandels und durch Wasserknappheit akut bedroht sind, sollen im Rahmen eines nachhaltigen Umweltschutzprogramms gerettet werden. Das Projekt der Großen Grünen Mauer soll die Desertifikation der Sahelzone stoppen. Ziel des Projekts ist es, über 800.000 Hektar wieder urbar zu machen. Deshalb hat die Afrikanische Union im Jahr 2005 beschlossen, die Große Grüne Mauer zu bauen: Mit bis zu zwei Millionen neuen Pflanzen jährlich sollen Flächen von der Wüste zurückerobert werden. Die Mauer soll mindestens fünf Kilometer breit und 7.000 Kilometer lang sein und so etwa von Dakar im Westen nach Dschibuti im Osten Afrikas reichen. Gepflanzt werden sollen einheimische Bäume und Sträucher sowie andere Pflanzen, die sowohl als Nahrung für den Eigenbedarf als auch als Rohstofflieferanten für den Export geeignet sind.

Hintergrundinfo:
Die Gletscher ziehen sich zurück, die Wüsten breiten sich aus. Im Zuge des Klimawandels hat dieses Phänomen in den letzten 50 Jahren weltweit dramatisch zugenommen. Die fünfteilige Dokumentationsreihe bereist China, Zentralasien, Südamerika, Australien und Afrika, wo fruchtbare Böden und wichtige Wasserreserven den wachsenden Wüsten zum Opfer fallen. Die Reihe lässt Wissenschaftler und Umweltschützer zu Wort kommen und stellt unterschiedliche Projekte vor, mit denen die fortschreitende Wüstenbildung gestoppt werden soll.


19:20 ARTE Journal (25 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


19:45 Re: (30 Min.)
Deutsch für Anfänger
Integration im Eiltempo
Reportage Deutschland, 2017
Erstausstrahlung

Was Europa bewegt
Wie man schnell eine Sprache lernen kann, damit beschäftigt sich der britische Sprachcoach David Lebor aus England seit zehn Jahren. Er hat ein System von "Erinnerungstechniken" entwickelt, das es Menschen ermöglichen soll, in wenigen Wochen eine Sprache zu erlernen. Sein Prinzip führt die Schüler weg von der Schulbank und hinein ins Leben – denn nur durch die Praxis im Alltag kann man wirklich in einer Sprache ankommen, so Lebor. Als Lebor die Bilder der Flüchtlingskrise im Fernsehen sieht, nimmt er sich eine Auszeit und macht sich auf eigene Faust auf nach Berlin. Dort sucht er eine Gruppe von Flüchtlingen aus Syrien, Afghanistan und dem Libanon, die allesamt bereit sind, an dem Experiment teilzunehmen. Lebors System basiert auf "geographischen Erinnerungsbru?cken". Die Stadt - in diesem Fall Berlin – und ihre Bewohner sind hier Mittel zum Zweck. Der Coach ist mit seinen Schu?lern ständig in Bewegung, zeigt ihnen ihre neue Heimat und – ganz wichtig - bringt sie mit Deutschen in Kontakt. Auf diese Weise, so verspricht er, werden sie in nur sechs Wochen konversationssicher. Kann das wirklich gelingen?

Hintergrundinfo:
Die neue Reportage-Reihe auf ARTE erzählt Geschichten von Menschen – authentisch und ganz nah dran. Es sind Geschichten, die hinter den Schlagzeilen stecken, die berühren, erstaunen und zum Nachdenken anregen. In 28 Minuten zu einem aktuellen Thema zeigt jede Reportage eine Facette Europas, begegnet spannenden Menschen und taucht in andere Lebenswelten ein. "Re:" macht damit Europa in seiner Vielfalt erlebbar und begreifbar. Immer montags bis freitags um 19.45 Uhr und jederzeit im Netz.


20:15 Unter Verdacht (90 Min.) (HDTV, AD, UT)
Verlorene Sicherheit (1/2)
Fernsehfilm Deutschland, 2016
Produktion: EIKON Media GmbH, ZDF, ARTE
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Dr. Eva Maria Prohacek – Senta Berger
André Langner – Rudolf Krause
Dr. Claus Reiter – Gerd Anthoff
Dr. Charlotte Lorenz – Bettina Mittendorfer
Staatssekretär Haberfeldt – Michael Lerchenberg
Cem Oktay – Sohel Altan Gol
Holger Wilhelm – Dirk Borchardt

Regie: Andreas Herzog
Produzent: Mario Krebs
Drehbuch: Stefan Holtz, Florian Iwersen
Musik: Sebastian Pille
Kamera: Wolfgang Aichholzer
Kostüm: Bettina C. Proske
Bauten: Christian Kettler
Redaktion: Elke Müller, Olaf Grunert
Schnitt: Gerald Slovak

Einige Monate nachdem eine Autobombe viele Menschen während des traditionellen Festumzugs zu Beginn des Oktoberfests das Leben gekostet hat, tauchen neue Indizien auf. Sie legen nahe, dass es sich nicht um die Tat eines Einzelnen gehandelt hat, wovon die Bundesanwaltschaft und das Bayerische Landeskriminalamt zunächst ausgegangen waren. Dr. Eva Maria Prohacek und ihr Team sollen die Herkunft eines plötzlich aufgetauchten Videos klären. Auf ihm ist zu sehen, wie ein türkischstämmiger Schutzpolizist das Bombenauto passieren lässt und kurz danach seinen Posten verlässt. Cem Oktay war einige Jahre das Mündel von Eva, wodurch sie in einen Gewissenskonflikt gerät. Sie fragt sich außerdem, warum das kompromittierende Video erst jetzt auftaucht und welche Absicht dahinter steckt. Bei ihren Ermittlungen erleidet sie einen Schwächeanfall, der vom Arzt als stummer Schlaganfall diagnostiziert wird. Währenddessen macht die Bundesanwaltschaft Druck im Hinblick auf die kommenden Landtagswahlen. Gleichzeitig versucht der Verfassungsschutz, sein Versagen zu vertuschen. Dr. Reiter, Evas Vorgesetzter, steckt seinerseits in finanziellen und privaten Schwierigkeiten und treibt sein eigenes Spiel. Um die Wahl in seinem Interesse zu beeinflussen, gibt Reiter den Namen des türkischstämmigen Polizisten an die Presse. Als Eva während ihrer Ermittlungen einen zweiten, richtigen Schlaganfall erleidet und ins Krankenhaus eingeliefert wird, kommt der junge Polizist auf Drängen von Dr. Claus Reiter in Haft.

Hintergrundinfo:
Die Rolle der scharfsinnigen und warmherzigen Kriminalrätin Eva Maria Prohacek wurde Senta Berger auf den Leib geschrieben. 2003 bekam sie für die Rolle der beliebten Serienkommissarin den Adolf-Grimme-Preis. 2010 wurde sie für den Film "Frau Böhm sagt Nein" erneut mit dem renommierten Fernsehpreis ausgezeichnet. 2014 erhielt sie den Deutschen Schauspielerpreis für ihr Lebenswerk. Regisseur Andreas Herzog drehte unter anderem mehrere Folgen von "Soko 5113" und "Deadline – Jede Sekunde zählt". Seinen Berufseinstieg hatte er als Cutter, ehe er ins Regiefach wechselte.


21:45 Unter Verdacht (90 Min.) (HDTV, AD, UT)
Verlorene Sicherheit (2/2)
Fernsehfilm Deutschland, 2016
Produktion: EIKON Media GmbH, ZDF, ARTE
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Dr. Eva Maria Prohacek – Senta Berger
André Langner – Rudolf Krause
Dr. Claus Reiter – Gerd Anthoff
Dr. Charlotte Lorenz – Bettina Mittendorfer
Staatssekretär Haberfeldt – Michael Lerchenberg
Cem Oktay – Sohel Altan Gol
Holger Wilhelm – Dirk Borchardt
Jale Oktay – Almila Bagriacik
Anil Oktay – Can-Luca Ölmez

Regie: Andreas Herzog
Produzent: Mario Krebs
Drehbuch: Stefan Holtz, Florian Iwersen
Musik: Sebastian Pille
Kamera: Wolfgang Aichholzer
Kostüm: Bettina C. Proske
Bauten: Christian Kettler
Redaktion: Elke Müller, Olaf Grunert
Schnitt: Gerald Slovak

Eva Maria Prohacek hat sich mehr oder weniger von ihrem Schlaganfall erholt und kehrt in den Dienst zurück. Ihr ehemaliger Schützling Cem Oktay, der seine Unschuld beteuert, tritt im Gefängnis in den Hungerstreik. Weder seine besorgte Frau noch Eva können ihn davon überzeugen, der Justiz zu vertrauen. Eva aber lässt sich nicht entmutigen und kämpft weiter gegen alle Widerstände dafür, Cem aus dem Gefängnis zu holen, was ihr schließlich gelingt. Bald darauf kommt der Verdacht auf, dass der zweite Attentäter vom Münchener Oktoberfest ein V-Mann in der islamistischen Szene sein könnte. Er steht zusätzlich im Verdacht, einen arabischen Geschäftsmann in einer Tiefgarage ermordet zu haben. Bisher wurden seine Verbrechen aus politischen Gründen vom deutschen Verfassungsschutz ignoriert – ein Skandal, der allerdings unter keinen Umständen in Zeiten des Wahlkampfs an die Öffentlichkeit dringen soll. Auf der Suche nach dem V-Mann treffen Eva und ihr Kollege André auf die junge Nichte von Cem Oktay, die sich radikalisiert hat, um als muslimische Kämpferin in den Dschihad zu ziehen. Sie führt die Ermittler auf die Spur des V-Mannes. Offenbar steht der auch im Dienst eines arabischen Prinzen, der sich in Bayern finanziell engagiert. Dieser macht unmissverständlich deutlich, dass die Sicherheitspolitik gefährdet wäre, würde etwas an die Öffentlichkeit dringen.


23:15 Eyewitness – Die Augenzeugen (60 Min.) (HDTV)
Die Razzia
Fernsehserie Norwegen, 2014
Produktion: NRK Drama, YLE, DR, SVT

Rollen und Darsteller:
Helen Sikkeland – Anneke von der Lippe
Philip Karlsen – Axel Gehrken Bøyum
Henning Øby – Odin Waage
Camilla Bjerke – Yngvild Støen Grotmol
Lars – Tobias Santelmann
Christer – Åsmund Brede-Eike
Zana Korda – Tehilla Blad
Hamit Milonkovic – Mahmut Suvakci
Sven – Bjørn Skagestad
Ronny Berg Larsen – Per Kjerstad
Olle – Kim Sørensen

Regie: Jarl Emsell Larsen
Produzent: Elisabeth Tangen
Drehbuch: Jarl Emsell Larsen, Kathrine Valen Zeiner
Musik: Geir Bøhren, Bent Åserud
Kamera: Lars Vestergaard
Kostüm: Marit Sætren
Schnitt: Anne Andressen
Ausstattung: Jack Van Domburg

Philip muss wegen seiner angeblichen Falschaussage zum Schulpsychologen und ist überzeugt, dass Sven und Helen ihn für verrückt halten. Der Polizeidirektor stellt dem neuen Chef der Sondereinheit, Ronny Berg Larsen, sämtliche Ressourcen für Observierungen und Razzien bei den beiden kriminellen Banden in Oslo zur Verfügung. Die Bandenführer erkennen, dass ihre Mitglieder gegeneinander ausgespielt und so für die Polizei zum leichten Opfer werden. Sie klären die Geschäfte zwischen Hamit, Sixter Olle und den Ferrymen. Ronny beschließt, dass Helen in den Kiesgruben-Mordfällen in Mysen weiterermitteln darf, da sie eine Verbindung zu Zana ausschließt. Später tauchen aufgrund der Obduktion doch Unregelmäßigkeiten auf und Helen erfährt, dass Zana durch Fremdeinwirkung gestorben ist. Nicht nur das Verhältnis zwischen Philip und seinen Pflegeeltern Helen und Sven ist gestört, auch Henning will nichts mehr von ihm wissen. Deshalb möchte Philip zu neuen Pflegeeltern ziehen. Eine Krisensitzung beim Jugendamt lässt noch mehr Zweifel in der Familie aufkommen. Währenddessen sucht Camilla den Kontakt zu Ronny, in der Hoffnung, dass er ihre Suspendierung aufhebt. Sven und Helen laden Henning und seine Eltern zu einem Grillfest ein, um die Beziehung zwischen den beiden Jungen wieder zu entspannen. Aber der Versuch misslingt: Henning geht danach alleine auf eine Party und Philip läuft verzweifelt weg. Als er spät in der Nacht immer noch nicht zurück ist, machen sich Sven und Helen besorgt auf die Suche. Sie finden ihn schließlich stark betrunken neben den Gleisen der Bahnlinie. Als Henning von Philips Selbstmordversuch erfährt, sucht er Helen im Polizeipräsidium auf und übergibt ihr die Tatwaffe.

Hintergrundinfo:
Die Krimi-Serie "Eyewitness – Die Augenzeugen" wurde 2014 von der staatlichen Rundfunkgesellschaft NRK, dem größten Medienunternehmen Norwegens, produziert. Regisseur und Drehbuchautor Jarl Emsell Larsen hat sich durch zahlreiche Serien und Fernsehfilme einen Namen gemacht ("Kodenavn Hunter" 2007/2008). "Eyewitness – Die Augenzeugen" wurde 2015 viermal für den norwegischen Fernsehpreis "Gullruten" ("Goldener Bildschirm") nominiert. Anneke von der Lippe erhielt eine Nominierung als beste weibliche Schauspielerin. Die Norwegerin spielt seit 1988 am Nationaltheater in Oslo und erhielt diverse Auszeichnungen. 1997 gelang ihr international der Durchbruch mit dem in Skandinavien überaus erfolgreichen dänischen Spielfilm "Barbara" (Regie: Nils Malmros).


00:15 Eyewitness – Die Augenzeugen (60 Min.) (HDTV)
Das Zeugenschutzprogramm
Fernsehserie Norwegen, 2014
Produktion: NRK Drama, YLE, DR, SVT

Rollen und Darsteller:
Helen Sikkeland – Anneke von der Lippe
Philip Karlsen – Axel Gehrken Bøyum
Henning Øby – Odin Waage
Camilla Bjerke – Yngvild Støen Grotmol
Ronny Berg Larsen – Per Kjerstad
Zana Korda – Tehilla Blad

Regie: Jarl Emsell Larsen
Produzent: Elisabeth Tangen
Drehbuch: Jarl Emsell Larsen
Musik: Geir Bøhren, Bent Åserud
Kamera: Lars Vestergaard
Kostüm: Marit Sætren
Schnitt: Anne Andressen
Ausstattung: Jack Van Domburg


01:15 Eyewitness – Die Augenzeugen (60 Min.) (HDTV)
Die Jagd
Fernsehserie Norwegen, 2014
Produktion: NRK Drama, YLE, DR, SVT

Rollen und Darsteller:
Helen Sikkeland – Anneke von der Lippe
Philip Karlsen – Axel Gehrken Bøyum
Henning Øby – Odin Waage
Camilla Bjerke – Yngvild Støen Grotmol
Ronny Berg Larsen – Per Kjerstad
Sven – Bjørn Skagestad
Anne Britt – Cecilie A. Mosli

Regie: Jarl Emsell Larsen
Produzent: Elisabeth Tangen
Drehbuch: Jarl Emsell Larsen
Musik: Geir Bøhren, Bent Åserud
Kamera: Lars Vestergaard
Kostüm: Marit Sætren
Schnitt: Anne Andressen
Ausstattung: Jack Van Domburg

Camilla ist im Krankenhaus und bewacht Henning, der um sein Leben kämpft. Dabei kommt sie mit Philip, der die ganze Nacht auf seinen Freund aufgepasst hat, ins Gespräch. Nachdem Hennings Vater die Beziehung der beiden Jungen entdeckt hat, sieht Philip keinen Grund mehr zu schweigen. Er erzählt Helen, dass er in der Kiesgrube dabei war und das Gesicht des Täters genau erkennen konnte. Helen ist völlig aufgelöst: Sie befürchtet, dass Hennings Unfall ein Mordversuch war. Mit Sven beschließt sie, Philip an einen sicheren Ort zu bringen – aus Angst, der Mörder könnte auch Philips Identität herausfinden und ihn töten. Helen erzählt Ron von ihrer Sorge, es könne eine undichte Stelle bei der Polizei geben. Der versteht sofort zwischen den Zeilen, dass es noch einen zweiten Zeugen geben muss. Als Camilla ihm von der engen Bindung zwischen Henning und Philip berichtet, kann Ron logisch folgern, wer der zweite Zeuge ist. Es gelingt ihm, Philip in eine Falle zu locken. Zuvor hatte Philip jedoch Ron auf einem Bild auf Camillas Handy erkannt und seine Pflegemutter darüber informiert. Als Helen und Sven im Krankenhaus ankommen, ist Philip verschwunden. Währenddessen läuft ein Großeinsatz gegen die Drogenbanden. Ron soll die Operation leiten und kommt mit dem gekidnappten Philip im Kofferraum zum Einsatzort. Helen wird bei dem Versuch, Ron festzunehmen, schwer verwundet. Camilla, die inzwischen erfahren hat, wer Ron ist, nimmt die Verfolgung auf …


02:15 Square Idee (25 Min.)
Homosexualität: Comeback des Hasses
Magazin Frankreich, 2015
Erstausstrahlung


02:40 Augenblicke der Weltgeschichte (30 Min.) (HDTV)
Dan Love – Ein Soldat in Vietnam
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Wiederholung vom 22.04.

Regie: Jerôme Lambert, Philippe Picard


03:10 Frankreichs mythische Orte (25 Min.) (HDTV)
Montrésor
Dokumentationsreihe Frankreich, 2011
Wiederholung vom 20.04.

Regie: Jean-Michel Vennemani


03:35 28 Minuten (50 Min.)
Moderation: Élisabeth Quin
Magazin Frankreich, 2016
Erstausstrahlung


04:25 (Fast) die ganze Wahrheit (3 Min.) (HDTV)
Kate Moss
Fernsehserie Frankreich, 2014

Regie: Nicolas Rendu

Seit fast 30 Jahren fasziniert das Supermodel die Modewelt. Aber was Kate Moss wirklich kann, ist feiern!

Hintergrundinfo:
(Fast) die ganze Wahrheit – in drei Minuten alles über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. Mit Ironie und Absurdität skizziert jede Folge eine Person des Zeitgeschehens, die Schlagzeilen machte.


04:28 Sendeschluss

 

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Freitag, 05. Mai 2017


05:00 Berlin Live (75 Min.) (HDTV)
Peter Bjorn and John
Musik Deutschland, 2016
Wiederholung vom 21.04.

Regie: Hannes Rossacher, Stefan Mathieu


06:15 Augenblicke der Weltgeschichte (25 Min.) (HDTV)
Anuschka und Antoinette – Mit dem Bulli nach Kathmandu
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Wiederholung vom 29.04.

Regie: Jerôme Lambert, Philippe Picard


06:40 Xenius (30 Min.) (HDTV)
Omega-3-Fettsäuren – Wundermittel oder Geschäftemacherei?
Moderation: Carolin Matzko, Gunnar Mergner
Magazin Deutschland, 2016
Wiederholung vom 26.04.


07:10 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


07:15 Xenius (45 Min.)
Das HI-Virus
Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard
Magazin Deutschland, 2017
Wiederholung vom 04.05.


08:00 360° Geo Reportage (55 Min.) (HDTV)
Kambodscha, Ratte süß-sauer
Reportage Deutschland / Frankreich, 2013
Wiederholung vom 27.03.

Regie: Gordian Arneth


08:55 Sarah Wiener (45 Min.) (HDTV)
Eine Woche unter Mönchen
Dokumentationsreihe Deutschland, 2016
Wiederholung vom 14.04.

Regie: David Nawrath


09:40 Abstieg oder Fall? Die französische Mittelschicht (55 Min.)
Zerstörte Träume


10:35 Abstieg oder Fall? Die französische Mittelschicht (45 Min.)
Keine Atempause


11:20 Abstieg oder Fall? Die französische Mittelschicht (60 Min.)
Trotzdem leben


12:20 Re: (30 Min.)
Reportage Deutschland, 2017
Wiederholung vom 04.05.

Was Europa bewegt


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


13:00 Stadt Land Kunst (35 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Die Insel Marettimo vor Sizilien
Salvatore lebt seit seiner Geburt auf der italienischen Insel Marettimo. Gemeinsam mit seinem Vater führt er ein Schmuckgeschäft und verarbeitet die Korallen, die sie von den ansässigen Fischern erhalten. Wenn Salvatore einen Moment der Stille und Einkehr braucht, klettert er auf den Pizzo Falcone. Vom Gipfel schweift der Blick über atemberaubende Landschaften und das Meer.

Hintergrundinfo:
Ab dem 13. März nimmt "Stadt Land Kunst" seine Zuschauer werktäglich mit auf Entdeckungsreise an Orte unseres gemeinsamen Kulturerbes. Jede Reise erzählt ihre ganz eigene Geschichte und ermöglicht eine Erkundung der verschiedensten Plätze der Welt auf eine ganze neue Weise. Drei Reisen, drei Einladungen und drei unterschiedliche Geschichten – in jeder Ausgabe von "Stadt Land Kunst" bringt Linda Lorin den Zuschauer an Orte, die große Künstler inspiriert oder deren Werke beeinflusst haben. Eine einmalige Gelegenheit, eine Stadt oder Region mit anderen Augen zu sehen oder aus einer ganz anderen Perspektive kennenzulernen. "Stadt Land Kunst" ist ein Moment der Ruhe und der Freude in unserem beschleunigten Alltag und zeigt, wie der Mensch Landschaften, Städte und einzigartige Kulturen erschaffen und geformt hat. Das Kulturmagazin versteht sich weder als Reiseführer noch öffnet es Türen zu Museen, dafür aber den Blick auf die Schätze der Welt. "Stadt Land Kunst" lädt zur Entdeckung oder Wiederentdeckung der Kunst, der Landschaften und der Menschen ein. Eine Reise der besonderen Art, die kleine Fluchten aus dem Alltag ermöglicht.


13:35 3 Herzen (115 Min.) (HDTV, AD)
(3 Coeurs)
Spielfilm Belgien / Deutschland / Frankreich, 2014
ARTE F / WDR
Wiederholung vom 19.04.
Produktion: Pandora Filmproduktions GmbH, Rectangle Productions, Wild Bunch, Scope Pictures, ARTE France Cinéma, ARTE Deutschland/WDR, Rhône-Alpes Cinéma

Rollen und Darsteller:
Madame Berger – Catherine Deneuve
Sylvie Berger – Charlotte Gainsbourg
Sophie Berger – Chiara Matroianni
Marc Beaulieu – Benoît Poelvoorde
Castang, der Bürgermeister – André Marcon
Sylvies Mann – Patrick Mille

Regie: Benoît Jacquot
Produzent: Alice Girard, Edouard Weil
Drehbuch: Benoît Jacquot, Julien Boivent
Musik: Bruno Coulais
Kamera: Julien Hirsch
Schnitt: Julia Gregory


15:30 Humanima – Mensch und Tier (25 Min.) (HDTV)
Begegnung mit Eisbären
Dokumentationsreihe Kanada, 2008
Wiederholung vom 23.03.

Regie: Simon C. Vaillancourt


15:55 Magische Gärten (25 Min.) (HDTV)
Murin-an
Dokumentationsreihe Frankreich, 2016
Wiederholung vom 14.04.

Regie: Emmanuel Descombes


16:20 Frankreichs mythische Orte (30 Min.) (HDTV)
Cordes-sur-Ciel
Dokumentationsreihe Frankreich, 2011
Wiederholung vom 28.04.

Regie: Jean-Michel Vennemani


16:50 Frankreichs mythische Orte (25 Min.) (HDTV)
Noyers-sur-Serein
Dokumentationsreihe Frankreich, 2011

Regie: Emmanuel Descombes

Das friedlich wirkende Dorf Noyers-sur-Serein liegt in einer Schleife des Flüsschens Serein. In seinen pittoresken Gassen sind zahlreiche Häuserfassaden mit Skulpturen geschmückt, die vom Reichtum des mittelalterlichen Handelsplatzes zeugen. Heute stehen hier rund 80 Patrizierhäuser aus dem 13. bis 16. Jahrhundert unter Denkmalschutz. Seit etwa 20 Jahren verwandelt sich Noyers-sur-Serein jeden Sommer in ein Mekka für Musikliebhaber. Dann nehmen viele Dorfbewohner junge Künstler bei sich auf, die in Meisterklassen unterrichtet werden. Bei ihren Abschlusskonzerten in Kirchen und im historischen Ambiente des Dorfes entfaltet sich durch die wechselseitige Inspiration von Musik und Umgebung ein ganz besonderer Zauber.

Hintergrundinfo:
Frankreich verfügt über zahlreiche historische Ortschaften. Viele liegen in landschaftlich reizvollen Gebieten und besitzen kulturgeschichtliche Bedeutung. Die Dokumentationsreihe stellt 40 französische Orte mit ihren faszinierenden Besonderheiten und Geheimnissen vor.


17:15 Xenius (30 Min.)
Diamanten – Was macht sie so wertvoll?
Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard
Magazin Deutschland, 2017
Erstausstrahlung

Er gilt als der König der Edelsteine: der Diamant. Seit vor mehr als 5.000 Jahren die ersten Diamanten in Indien gefunden wurden, faszinieren die funkelnden Klunker. Diamant ist das härteste Material der Welt und von unvergänglicher Schönheit. Ob als luxuriöses Schmuckstück, wertvolle Geldanlage oder in der Industrie als Beschichtung auf Schleif – und Bohrköpfen: Kein Edelstein ist so vielseitig einsetzbar, aber auch keiner so teuer. "Xenius" will wissen: Was macht Diamanten so wertvoll? Um das herauszufinden, reisen die "Xenius"-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard nach Südafrika. In Kimberley, wo im 19. Jahrhundert ein Diamantenrausch begann, erfahren sie alles über die Geschichte der Diamantenproduktion und wie die edlen Steine heute geschürft werden. Natürlich machen sie sich auch selbst auf die Suche – mit einem waschechten Digger an der Seite und richtig schwerem Gerät. Ob sie wohl einen Rohdiamanten zutage fördern? Wie wird aus einem Rohdiamanten ein glitzernder Brillant? Und nach welchen Kriterien bestimmt man den Wert der edlen Steine? Antworten findet "Xenius" in Antwerpen, der Hauptstadt des Diamantenhandels. 80 Prozent aller Rohdiamanten weltweit bekommen hier den richtigen Schliff und werden anschließend an der Diamantenbörse weiterverkauft. Ein lukratives Geschäft. Doch der Diamantenmarkt könnte unter Druck geraten – durch künstliche Diamanten. Am Fraunhofer-Institut in Freiburg haben Forscher eine neuartige Methode gefunden, synthetische Diamanten zu züchten, die den echten in nichts nachstehen. Wie geht das, und kann sich bald jeder einen Brilli aus der Retorte leisten?

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


17:45 Frauen, die Geschichte machten (50 Min.) (HDTV)
Kleopatra
Dokumentationsreihe Deutschland, 2013
Wiederholung vom 17.04.

Regie: Christian Twente, Michael Löseke


18:35 Unter Störchen (45 Min.) (HDTV)
Ein Dorf im Vogelfieber
Dokumentation Deutschland, 2014

Regie: Herbert Ostwald

Das kleine Dorf Rühstädt im nordwestlichen Brandenburg beherbergt Deutschlands größte Weißstorchkolonie. Fast 40 Storchenpaare brüten jeden Sommer auf den Hausdächern der nur 200 Dorfbewohner. Mit ihrem Nachwuchs locken die Tiere alljährlich rund 30.000 Besucher an. Aber der Vogeltourismus hat seinen Preis: Eine Flut von Touristen verstopft die Straßen, Dächer bröckeln und Fassaden werden verschmutzt. Ein örtlicher Storchenclub und ein rühriger Bürgermeister sind unermüdlich im Einsatz, Nester müssen gebaut und repariert, Teiche angelegt und Wiesen zur richtigen Zeit gemäht werden. Der Ort, der das Prädikat "Europäisches Storchendorf" trägt, lebt seit Jahrzehnten im Jahreszeitenzyklus der Vögel. In nur gut hundert Tagen müssen sich die Störche finden, paaren und Junge bis zum Abflug großziehen. Es ist ein harter Lebenskampf, der den Besuchern Rühstädts weitgehend verborgen bleibt. Die Störche kämpfen um die Nester, zerstören die Gelege anderer und sind rund um die Uhr der Witterung ausgeliefert. Regen, Hitze und Raubvögel reduzieren die Zahl der Küken, bei Krankheiten werfen die Störche die schwächsten Küken einfach aus dem Nest. Ohne ausreichendes Nahrungsangebot gehen die jungen Vögel zugrunde. Auch hier helfen die Dorfbewohner und päppeln Nesthäkchen bis zum Abflug wieder auf. Rühstädt zeigt modellhaft, wie es durch koordinierte Eingriffe in die Natur gelingen kann, mit einem großen Vogel in der Nachbarschaft zu leben und davon selbst einen Nutzen zu haben. Mitten im Biosphärenreservat der Elbe-Flusslandschaft profitieren zahlreiche weitere Tierarten vom Einsatz für den in der Bevölkerung so beliebten großen Vogel.


19:20 ARTE Journal (25 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


19:45 Re: (30 Min.)
Heilung unbezahlbar
Griechenlands krankes Gesundheitssystem
Reportage Deutschland, 2017
Erstausstrahlung

Was Europa bewegt
Die neue Reportage-Reihe auf ARTE erzählt Geschichten von Menschen – authentisch und ganz nah dran. Es sind Geschichten, die hinter den Schlagzeilen stecken, die berühren, erstaunen und zum Nachdenken anregen. In 28 Minuten zu einem aktuellen Thema zeigt jede Reportage eine Facette Europas, begegnet spannenden Menschen und taucht in andere Lebenswelten ein. "Re:" macht damit Europa in seiner Vielfalt erlebbar und begreifbar. Immer montags bis freitags um 19.45 Uhr und jederzeit im Netz.


20:15 Schrotten! (90 Min.) (HDTV, AD)
Fernsehfilm Deutschland, 2016
Produktion: Tamtam Film, NDR, HR, ARTE
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Mirko Talhammer – Lucas Gregorowicz
Letscho Talhammer – Frederick Lau
Luzi – Anna Bederke
Fiete Talhammer – Kalli Struck
Opa Talhammer – Michael von Rospatt
Schmied – Heiko Pinkowski
Träumchen – Lars Rudolph
Kamelle – Aaron Hilmer
Kercher – Jan-Gregor Kremp
Seifert – Rainer Bock
Rambo – Alexander Scheer

Regie: Max Zähle
Produzent: Andrea Schütte, Dirk Decker
Drehbuch: Max Zähle, Oliver Keidel, Johanna Pfaff
Musik: Daniel Hoffknecht, Gary Marlowe
Kamera: Carol Burandt von Kameke
Kostüm: Katrin Aschendorf
Bauten: Iris Trescher-Lorenz
Redaktion: Sabine Holtgreve, Jörg Himstedt, Andreas Schreitmüller
Schnitt: Sebastian Thümler

Mirko Talhammer, Mitte 30, ehrgeizig und selbstüberzeugt, geht völlig in seinem Job auf: Dank windiger Praktiken ist er zum Star-Verkäufer der Firma aufgestiegen. Doch droht sein Schneeballsystem aufzufliegen. Mirko braucht schnell sehr viel Geld, wenn er nicht alles verlieren will, was er sich aufgebaut hat. Als wäre das nicht genug, stehen plötzlich auch noch zwei zwielichtige Gestalten in seinem Versicherungsbüro: Träumchen und Schmied, zwei Schrottis aus Mirkos Heimat. Sie sind gekommen, um den verlorenen Sohn nach Hause zu holen – auf den Schrottplatz seines Vaters Fiete. Unversehens findet sich Mirko mit blutiger Nase auf dem Bock eines Lasters wieder, der ihn in die Heimat zurücktransportiert. Er erfährt, dass sein Vater Fiete gestorben ist und ihm den Schrottplatz hinterlassen hat - zusammen mit seinem jüngeren Bruder Letscho, der immer noch stinksauer ist, dass Mirko die Familie im Stich gelassen hat. Dieser will so schnell wie möglich wieder weg. Doch tritt nach Fietes Beerdigung der Unternehmer Wolfgang Kercher an ihn heran, der schon lange scharf auf den Schrottplatz der Talhammers ist. Er macht Mirko ein Angebot, das der in seiner prekären Lage nicht ablehnen kann. Nun muss er nur noch Letscho zum Verkauf überreden, der davon nichts wissen will: "Lieber tot als Sklave!", lautet seine Devise. Weil Mirko auf keinen Fall mit leeren Händen nach Hause fahren will, quartiert er sich erst mal in Fietes altem Büro ein. Dort fallen ihm einige Zeichen auf, die sein Vater in einen Bilderrahmen geschnitzt hat. Mirko, im tiefsten Inneren immer noch ein Schrotti, weiß die Gaunerzinken zu entschlüsseln und findet heraus, was die Sippe plant: einen Zugraub! Luzi, die den ganzen Laden zusammenhält, weiht ihn in den genauen Plan ein …

Hintergrundinfo:
Max Zähle arbeitete mehrere Jahre als Cutter und Regisseur im Werbe – und Musikvideobereich, bevor er 2009 mit einem Aufbaustudium Regie in das Spielfilmfach wechselte. Erste Aufmerksamkeit brachte ihm die Kurzfilmkomödie "Wattwanderer" (2009). Sein Abschlusskurzfilm "Raju" (2010) wurde für den Studenten-Oscar nominiert und mit zahlreichen Preisen weltweit ausgezeichnet. Heimat und Eigenarten familiärer Strukturen sind die prägenden Themen, die auch in seinem Kinodebüt "Schrotten!" gelungen zum Ausdruck kommen. Sein erster Langfilm erhielt von der Deutschen Film – und Medienbewertung das Prädikat "besonders wertvoll".


21:45 Sam Cooke – Leben und Tod eines Soul-Stars (95 Min.)
Dokumentarfilm Deutschland, 2016
Erstausstrahlung

Regie: David Czarnetzki

Sam Cooke schrieb seine Songs selber, einige wurden zu Welthits wie "You Send Me" oder "A Change Is Gonna Come", das zur Hymne der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung wurde und dem Barack Obama seinen Wahlkampfslogan entnahm. Cookes Leben und seine vielversprechende Karriere enden mit 33 Jahren in einer billigen Absteige, in der er erschossen wird. Die Tatumstände und die schlampige Polizeiarbeit danach öffnen bis heute die Tür für Spekulationen. Das Porträt zeichnet Sam Cookes Aufstieg vom talentierten Gospelsänger aus Chicago und Teenie-Idol der frühen Pop-Ära zum visionären Musikunternehmer nach. Die Patina der Fotos und Filmaufnahmen von Sam Cooke aus den 50er und 60er Jahren kontrastieren dabei mit Steadycam-Fahrten, in denen die wichtigen Schauplätze seines Lebens vorüberziehen: der morbide Charme des Chicagoer Stadtteils Bronzeville, wo seine Künstlerkarriere in der Kirche seines Vaters begann; der Glamour und der Glanz Hollywoods, wo Sam Cooke als Sänger und Produzent zum Hit-Giganten reifte; schließlich die Musik – und Business-Metropole New York, wo Cooke kurz vor seinem tragischen Tod den triumphalen Höhepunkt seiner Erfolgsgeschichte im legendären Copacabana Club feierte. Getragen wird die sehr persönliche und intime Erzählung von engen Familienmitgliedern, seiner Büroleiterin Zelda Sands oder dem mehrfachen Grammy-Preisträger Al Schmitt, der fast alle Hits von Sam Cooke produzierte. Al Schmitt war auch der letzte seiner Freunde, der Sam Cooke lebend gesehen hat. Was war geschehen? Wollte Sam Cooke tatsächliche eine Prostituierte vergewaltigen und wurde er von der Motelmanagerin in Notwehr erschossen? Oder war es doch ganz anders?

Hintergrundinfo:
Die Dokumentation porträtiert den Künstler Sam Cooke und rekonstruiert ein unglaubliches Verbrechen. Sie gibt tiefe Einblicke in die Strukturen einer Entertainment-Industrie und die Schwierigkeiten schwarzer Künstler der 50er und 60er Jahre, sich darin zu behaupten.


23:20 Imany im Pariser Olympia (75 Min.) (HDTV)
Musik Frankreich, 2016
Erstausstrahlung

Regie: Gautier Leduc

Imany, die französisch-komorische Sängerin mit der dunklen, leicht rauen Stimme hat sich für ihr zweites Album "The Wrong Kind of War" Zeit gelassen. Seit ihrem Debütalbum "The Shape of a Broken Heart" sind fünf Jahre vergangen. Die Französin hatte ursprünglich als gefragtes Model in New York unter anderem für Calvin Klein gearbeitet. Doch Imany entdeckte dort auch ihre Liebe zur Musik, nahm Gesangsunterricht und begann Songtexte auf Englisch zu schreiben. Die Bewunderin von Tracy Chapman singt immer noch auf Englisch. 2011 brachte Imany ihr Debütalbum heraus, das die internationale Soulszene begeisterte. Im Sommer 2016 wurde Imanys Stimme international bekannt, als das russische DJ-Duo Filatov & Karas mit dem Remix ihres Songs "Don't Be So Shy" einen elektronischen Sommerhit landete. Imany kam so 2016 auch zu einer Diamant-Single. Die komplett akustische ursprüngliche Version hatte Imany für den Soundtrack des Films "French Women – Was Frauen wirklich wollen" geschrieben. Der Song gehört zu einer Szene, in der sich eine Frau zum allerersten Mal auf eine Beziehung mit einer Frau einlässt. Das Konzert im Pariser Olympia stellt ihr neues Album vor und zeigt die musikalische Welt zwischen Soul, Blues, Folk und Pop. Mit dunkler, leicht rauer Stimme singt Imany ausdrucksvolle Songs über Liebe und Ideale, aber auch über Umbruch und Wut. Songs, die energisch an aktuelle humanitäre Katastrophen erinnern, aber auch versöhnliche Töne, die gute Laune verbreiten, bietet Imany mit Hingabe dar.

Hintergrundinfo:
Das Konzert wurde am 14. November 2016 für ARTE aufgezeichnet. Das Konzert ist auch im Internet auf ARTE Concert zu sehen unter: concert.arte.tv


00:35 Tracks (45 Min.)
Magazin Deutschland, 2017
Erstausstrahlung

Regie: Ntivyihabwa Jean Alexander

Vaginastories
Liv Strömquist, Petra Mattheis und Mithu Sanyal schlagen den Pussygrabbern dieser Welt auf die Finger. Dabei räumen sie kunstvoll mit Tabus und Missverständnissen rund um den weiblichen Körper auf.

(1): Der Punk, der Professor wurde
(2): Vaginastories
(3): Ghanaische Kunst – mehr als eine "dumpsite"


01:20 Streetphilosophy (30 Min.) (HDTV, s/w)
Hedonismus: Maximiere die Lust!
Moderation: Jonas Bosslet
Magazin Deutschland, 2016
Wiederholung vom 02.05.

Regie: Simon Hufeisen, Dominik Bretsch


01:50 Ein kurzer Film über das Töten (85 Min.) (HDTV)
(Krotki film o zabijaniu)
Spielfilm Polen, 1988
Wiederholung vom 24.04.
Produktion: Studio Filmowe "Tor"

Rollen und Darsteller:
Jacek Lazar – Miroslaw Baka
Anwalt Piotr Balicki – Krzysztof Globisz
Waldemar Rekowski – Jan Tesarz
Dorota – Krystyna Janda
Kommissionsvorsitzender – Zbigniew Zapasiewicz
Andrzej – Olgierd Lukaszewicz

Regie: Krzysztof Kieslowski
Produzent: Ryszard Chutkowski
Drehbuch: Krzysztof Kieslowski, Krzysztof Piesiewicz
Musik: Zbigniew Preisner
Kamera: Slawomir Idziak
Schnitt: Ewa Smal


03:15 Frankreichs mythische Orte (25 Min.) (HDTV)
Conques
Dokumentationsreihe Frankreich, 2011
Wiederholung vom 21.04.

Regie: François Chayé

Erstausstrahlung


03:40 28 Minuten (45 Min.)
Moderation: Élisabeth Quin
Magazin Frankreich, 2016
Erstausstrahlung


04:25 Best of ARTE Journal (25 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


04:50 (Fast) die ganze Wahrheit (3 Min.) (HDTV)
Andy Warhol
Fernsehserie Frankreich, 2014

Regie: Nicolas Rendu

Andy Warhol hat Alltagsgegenstände zu Kunst gemacht. Für ihn waren Supermärkte wie Museen …

Hintergrundinfo:

(Fast) die ganze Wahrheit – in drei Minuten alles über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. Mit Ironie und Absurdität skizziert jede Folge eine Person des Zeitgeschehens, die Schlagzeilen machte.


04:53 Sendeschluss
 

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –
 

*


Quelle:
arte – Programminformationen
18. Woche – 29.04. bis 05.05.2017
ARTE G.E.I.E.
4, quai du Chanoine Winterer
BP 20035, 67080 Strasbourg Cedex, Frankreich
Service:
Postanschrift: ARTE G.E.I.E. Zuschauerdienst
Postfach 1980, 77679 Kehl am Rhein
Zuschauertelefon (Deutschland): 0180/500 24 88
Zuschauerfax: 0033-3/88 14 21 60
Internet: www.arte.tv


veröffentlicht im Schattenblick zum 21. April 2017

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