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ORF - ORF1/986: Woche vom 29.04. bis 05.05.2017


Radioprogramm ORF1 – 18. Woche vom 29.04. bis 05.05.2017


Samstag, 29. April 2017


06:00 Nachrichten


06:05 Guten Morgen Österreich


06:30 Uhr Nachrichten


06:56 Gedanken für den Tag
von Hubert Gaisbauer, Publizist. "Lieben und arbeiten".
Gestaltung: Alexandra Mantler

Arbeit ist eine unverzichtbare Farbe im Spektrum Religion. Allerdings nur dann, wenn sie sich nicht selber zum Religionsersatz ermächtigt, meint der Publizist Hubert Gaisbauer, der sich in der Woche vor dem 1. Mai "Gedanken für den Tag" zum Thema "Lieben und arbeiten" macht. Mit den Worten der französischen Philosophin Simone Weil heißt gut arbeiten, "ganz im Innersten die Existenz der Welt spüren".

Auch Gott wird mit Arbeit ins Spiel gebracht. Nicht nur, dass er sie dem Menschen nach dem Sündenfall als Strafe aufgeladen hätte. Wenn man die Bibel nicht fundamentalistisch liest, dann trägt der Mensch mit seiner Arbeit sogar zur "Vollendung des Schöpfungswerkes Gottes" bei.

Dem Reformator Calvin zum Beispiel scheint keine Arbeit "so unansehnlich und gering", dass sie nicht "vor Gott leuchtet und für sehr köstlich gehalten würde".
Gerade angesichts rasanter technologischer Entwicklungen bleibt der beharrliche Ruf der christlichen Kirchen nach Wahrung von Sinn und Würde menschlicher Arbeit ein unverzichtbares Korrektiv.

Liebe und Arbeit sind nach der Theologin und Schriftstellerin Dorothee Sölle zwei geschwisterliche Säulen menschlicher Existenz. Nur wenn die beiden im Einvernehmen sind, geht es uns gut.


07:00 Morgenjournal (I)
mit Kultur aktuell


07:33 Guten Morgen Österreich


07:55 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


08:00 Morgenjournal (II)


08:10 Ö1 heute


08:15 Pasticcio


09:00 Nachrichten


09:05 Hörbilder
Der Punkt schluckt den Satz. Ein Porträt des südafrikanischen Künstlers William Kentridge und seines Vaters, des Anwalts Sir Sydney Kentridge.
Feature von Franziska Dorau
Koprod. ORF/BR 2017

Sir Sydney Kentridge sitzt in der Küche seiner Gartenwohnung im noblen und grünen Londoner Stadtteil Maida Vale. Er trinkt Filterkaffee. Bis zu seinem 90. Geburtstag arbeitete er als Anwalt am English Bar. Die Queen adelte ihn für sein Lebenswerk. Seine größten Verdienste als Jurist erwarb er jedoch nicht in England, sondern in Südafrika.
1922 in Johannesburg in eine polnisch-litauisch-jüdische Familie geboren, wurde er in den 1950er-Jahren zu einem der wichtigsten Verteidiger der Anti-Apartheid Bewegung. Die Staatsanwälte des Regimes fürchteten seine mit brillanter Ironie und kühler Beharrlichkeit geführten Kreuzverhöre. Im Lauf seiner Karriere zählte er drei künftige Nobelpreisträger zu seinen Mandanten: Nelson Mandela, Desmond Tutu und Albert Luthuli.

Sein Sohn William Kentridge ist Anfang sechzig und einer der gefragtesten Künstler der Welt. Ohne jemals einfache Antworten zu finden, versucht er, die moralisch komplexe Position des Weißen in der südafrikanischen Gesellschaft zu ergründen. Seine aus Kohlezeichnungen entstehenden Animationsfilme setzt er als Bestandteile von Kunstinstallationen und multimedialen Performances ein. Immer wieder hat er darin Ereignisse verarbeitet, die mit der beruflichen Laufbahn seines Vaters zu tun haben. Zum Beispiel jenen Moment, als er im Alter von sechs Jahren in dessen Arbeitszimmer heimlich eine gelbe Schachtel öffnete, von der er meinte, dass sie Schokolade enthalten müsste, doch stattdessen die forensischen Fotos des Sharpeville Massakers vom März 1960 erblickte.

Als weißer, südafrikanischer Künstler, sagt William Kentridge, war und ist es ein narrow gap, ein enger Zwischenraum, in dem er arbeite, immer im Bewusstsein der Eigentümlichkeit seiner Position: Teil eines kompromittierten, unnatürlichen Gesellschaftssystems zu sein und dies als Ausgangspunkt für seine Kunst zu akzeptieren.


10:00 Nachrichten


10:05 Ö1 Klassik-Treffpunkt
Live aus dem RadioCafe in Wien. Gast: Marc Albrecht.
Präsentation: Renate Burtscher

Am kommenden Dienstag hat die dreiaktige Oper "Elegie für junge Liebende" von Hans Werner Henze als Neuproduktion des Theaters an der Wien Premiere. Geleitet wird diese Aufführungsserie von Marc Albrecht, der heute bei Renate Burtscher zu Gast im "Ö1 Klassik-Treffpunkt" ist.

Sowohl die Uraufführung von Hans Werner Henzes Werk in deutscher Sprache als auch die in englischer Sprache fanden 1961 statt. 1987 überarbeitete Henze sein Werk noch einmal, das dann 1988 in Venedig uraufgeführt wurde. In Wien war die "Elegie" bereits 1998 in einer Produktion im "Odeon" zu erleben. Dirigent Marc Albrecht und Regisseur Keith Warner studieren nun das Werk im Theater an der Wien mit den Wiener Symphonikern neu ein.

Als Sohn des Dirigenten George Alexander Albrecht wurde Marc Albrecht 1964 in Hannover geboren, begann sein Dirigier-Studium bei seinem Vater, setzte es in Wien fort, wo er auch in der Folge Claudio Abbado beim Gustav Mahler Jugendorchester assistierte. Zunächst wirkte er als Assistent an der Hamburgischen Staatsoper, ehe er ab 1995 als Generalmusikdirektor am Staatstheater Darmstadt weitere Erfahrungen sammeln konnte.

In den Jahren 2001-2004 gastierte Albrecht als freier Dirigent in Europa und Übersee, u.a. am Pult der Berliner und Münchner Philharmoniker, des Concertgebouw Orchesters Amsterdam, der Staatskapelle Dresden und des Chamber Orchestra of Europe und war Erster Gastdirigent an der Deutschen Oper Berlin.

Weitere Einladungen erhielt der Dirigent bislang zu den Bayreuther und den Salzburger Festspielen, an die Semperoper in Dresden, die Bayerische Staatsoper München sowie an die Opéra Bastille in Paris und debütierte in der Saison 2008/09 am Royal Opera House Covent Garden in London.

Als Musikdirektor der Straßburger Philharmoniker (2006-2011) setzte Marc Albrecht seine Karriere fort und wurde 2011 zum Chefdirigenten des Niederländischen Philharmonischen Orchesters und der Nationaloper Amsterdam bestellt, im vergangenen Jahr wurde dieser Vertrag bis 2020 verlängert und die Oper zum "Opernhaus des Jahres 2016" gekürt.

Gern gesehener Gastdirigent ist Marc Albrecht an der Mailänder Scala, am Teatro Real in Madrid und nun schon zum zweiten Mal am Theater an der Wien für ein Werk von Hans Werner Henze, nach "Der Prinz von Homburg" (2006) nun die "Elegie für junge Liebende".

Sollten Sie als Ö1-Hörer/innen mehr über dieses Werk oder über die Karriere von Dirigent Marc Albrecht erfahren wollen, dann sei Ihnen dieser Klassik-Treffpunkt mit Renate Burtscher und ihrem Gast in einer Direktübertragung aus dem RadioCafe sehr empfohlen!


11:35 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11:40 help – das Konsumentenmagazin


12:00 Mittagsjournal


12:56 Ö1 heute


13:00 Ö1 bis zwei – le week-end
Mit Elke Tschaikner und Christian Scheib


14:00 Die Hörspiel-Galerie
"Der Rosenkavalier" von Hugo von Hofmannsthal. Bearbeitung: Renate Pittroff und Chris Pichler. Mit Julia Stemberger, Robert Meyer, Chris Pichler, Leonie-Carolina Adam und Christoph Wagner-Trenkwitz. Komposition: Anton Burger, Regie: Renate Pittroff. Prod. ORF 2016

Hugo von Hofmannsthals Text zur Oper "Der Rosenkavalier" kann als eigenständiges literarisches Werk gelten. Nach 100 Jahren sind Sprache und Inhalt allerdings ein wenig fremd geworden. Die Hörspiel-Adaption der Regisseurin Renate Pittroff versucht auf vielfältige Weise, uns die Welt des "Rosenkavaliers" wieder näherzubringen.

Durch das Darstellerteam (Erzähler/Faninal: Christoph Wagner-Trenkwitz, Marschallin/Annina: Julia Stemberger; Octavian: Chris Pichler; Ochs: Robert Meyer, Sophie: Leonie-Carolina Adam) und den Musikern Toni Burger und Christian Kapun wurde ein entspannter Zugang zum Text gefunden, mit dem Richard-Strauss-Experten Christoph Wagner-Trenkwitz kommen auch die Hintergründe der Entstehung von Libretto und Oper, die Beziehung zwischen Autor und Komponist und inhaltliche Details des Werks zur Sprache.


15:00 Nachrichten


15:05 Apropos Musik
mit Gerhard Krammer. Der Beginn des Anfangs. Mit Werken von Joseph Haydn, Arnold Schönberg und Heinz Kratochwil.

Vor 219 Jahren ist das Oratorium "Die Schöpfung" von Joseph Haydn zum erstenmal erklungen, im Rahmen einer Privataufführung im Palais Schwarzenberg unter der Leitung des Komponisten. Ein gewichtiges Stück Musik über den "Beginn des Anfangs".

Doch wie ist das denn überhaupt, mit dem Anfangen, wie steht's um das "Beginnen" in der Musik? Kann man diesen zeitlich terminierten Punkt denn tatsächlich immer mit dem Wortinhalt in chronologische Übereinstimmung bringen? Eine fragmentarische Betrachtung von "ersten Sätzen" und "ersten Stücken" mit literarischen Intermezzi und Musik.


16:57 Ö1 heute


17:00 Nachrichten


17:05 Diagonal – Radio für Zeitgenoss/innen
Zum Thema: Das Jahr 1967 – Liebe, Pop, Revolte. Als alles begann.
Präsentation: Peter Lachnit

1967 wurden in Österreich die Radiosender Ö1 und Ö3 neu gegründet, im selben Jahr aber auch in England die BBC-Sender "Radio 1" und "Radio 4". 1967 ist auch das Gründungsjahr des "Rolling Stone" – der Musikzeitschrift, die seither nicht nur über Musik, sondern auch die damit transportierte Kultur und das Lebensgefühl berichtet.

War diese Gleichzeitigkeit Zufall, oder lag da etwas in der Luft? Die Nachkriegszeit war jedenfalls endgültig zu Ende; ein Paradigmenwechsel in Lifestyle, Weltverständnis, Mode und Musik bahnte sich an. Sandy Shaw gewann den Eurovision Song Contest im Minikleid, in San Francisco begann sich die Hippie-Kultur zu etablieren, und gleich nebenan in Monterey fand das erste der großen Musikfestivals statt. 1967 war das erste Jahr, in dem der Verkauf von LPs den von Singles überstieg – eine wichtige Rolle dabei spielte die wohl am meisten analysierte LP der Popgeschichte: "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" von den Beatles.

In Berlin entstand die "Kommune 1", und bei einer Demonstration gegen den Schah von Persien wurde der Student Benno Ohnesorg von einem Polizisten erschossen. In den USA nahmen die Proteste gegen Vietnam-Krieg zu, Muhammad Ali verweigerte den Militärdienst, und im Sommer 1967 gab es insgesamt 159 sogenannte "Rassenunruhen". In Griechenland putschte das Militär, im bolivianischen Dschungel wurde Che Guevara erschossen, und im Nahen Osten dauerte der dritte israelisch-arabische Krieg seit der Teilung Palästinas genau sechs Tage. Von all dem wird in dieser Sendung die Rede sein.

Eine Sendung im Rahmen des Schwerpunkts "Baujahr 67 – Zeitreisen mit Ö1".


19:00 Nachrichten


19:05 Logos – Theologie und Leben
"Auf der Suche nach dem gerechten Gott" – Das theologische Kernanliegen der Reformation.
Gestaltung: Markus Veinfurter

"Warum baut der Papst, der heute reicher ist als der reichste Crassus, nicht wenigstens die eine Kirche St. Peter lieber von seinem eigenen Geld als dem der armen Gläubigen?" – Mit seiner 86. These hatte Martin Luther die Kirche seiner Zeit theologisch und wirtschaftlich ins Mark getroffen – denn es war die Angst der Menschen vor Fegefeuer und ewigen Höllenqualen, aus der über den Ablasshandel das nötige Kapitel für ehrgeizige Bauvorhaben geschlagen wurde.

Die Menschen waren auf der Suche nach der Vergebung ihrer Sünden – auf der Suche nach einem gerechten Gott, der ihnen zumindest eine faire Chance auf eine paradiesische "ewige Herrlichkeit" einräumen würde. Martin Luther traf mit seinen 95 Thesen zu Fragen der Buße den Nerv seiner Zeit, denn das Vertrauen in die vorhandenen Institutionen war zutiefst erschüttert: Das Seelenheil war zu einer käuflichen Ware geworden.

500 Jahre nach der Veröffentlichung der 95 Thesen ist die Angst der Menschen von damals vor den ewigen Qualen in der Hölle kaum noch nachvollziehbar. "Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel – weil wir so brav sind", heißt es in einem Volkslied – und das trifft die moderne Befindlichkeit wohl eher, als die Höllenangst der Menschen vor 500 Jahren.

Theologisch scheint der Streit von einst überwunden: 1999 wurde eine "Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre" des Lutherischen Weltbundes und des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen unterzeichnet, die gleichsam einen gemeinsamen Standpunkt zum Thema formuliert.

Aus Anlass des Jubiläums "500 Jahre Reformation" geht die Ausgabe der Reihe LOGOS den Fragen nach: Was wurde damals wirklich gelehrt? Und welchen neuen Ansatz hat Martin Luther dem entgegenzusetzen? Wohin hat sich Forschung und Lehre seither weiterentwickelt? Und wo stehen die katholische und die evangelischen Kirchen heute in der Fragen der Rechtfertigungslehre?


19:30 Gaetano Donizetti: "Maria Stuarda"
Mit Marina Rebeka (Maria Stuarda), Carmela Remigio (Elisabetta), Valentina Varriale (Anna Kennedy), Paolo Fanale (Roberto), Alessandro Luongo (Lord Guglielmo Cecil), Carlo Cigni (Giorgio Talbot) u.a.
Chor und Orchester der Römischen Oper; Dirigent: Paolo Arrivabeni (aufgenommen am 22. März 2017 im Teatro dell' Opera di Roma)
Präsentation: Chris Tina Tengel


22:00 Nachrichten


22:05 Nachtbilder – Poesie und Musik
"Nur Fliegen ist schöner". Von Manfred Chobot. Es liest Michael Dangl.
Gestaltung: Nikolaus Scholz
Redaktion: Edith-Ulla Gasser

Gedichtbände, Romane, Erzählungen, Hörspiele, lyrische Fotoreportagen, Reiseberichte, Radiofeatures, und noch etliches mehr: Manfred Chobot ist ein sehr produktiver und vielseitiger Autor! Und weil der 1947 in Wien Geborene am 3. Mai seinen 70. Geburtstag feiert, hat der Löcker Verlag unter dem Titel "Nur Fliegen ist schöner" einen Sammelband mit einer Gedichtauswahl herausgebracht, die Manfred Chobots Autorenkollege Beppo Beyerl zusammenstellte. "´Die besten Gedichte`, das kann man gar nicht behaupten", sagt Beppo Beyerl, "weil jede Auswahl subjektiv ist, und klarerweise durch die eigene Perspektive gebrochen wird. Vielleicht sind es die haaresträubendsten, verrücktesten und unheimlichsten Gedichte Manfred Chobots geworden".


23:00 Nachrichten


23:03 Die Ö1 Jazznacht
mit Nikolaus Schauerhuber. Reinhard Micko im Jazznacht-Studio.
"International Jazz Day" der UNESCO.

Zehn Jahre nach seinem letzten Album hat der Wiener Pianist Reinhard Micko 2017 mit "Coming Home" wieder ein neues, formidables CD-Opus vorgelegt, aufgenommen im Quartett mit Klaus Gesing (Sopransaxofon, Bassklarinette), Peter Herbert (Kontrabass) und Peter Primus Frosch (Schlagzeug). Mit Nikolaus Schauerhuber spricht Micko darüber, inwieweit "Coming Home" ein Comeback markiert, und in welcher Weise das Album darüber hinaus ein Heimkommen, Ankommen bedeutet.

Außerdem: Ein Beitrag zum "International Jazz Day" der UNESCO, der am 30. April 2017 zum sechsten Mal weltweit die bunte Vielfalt des Jazz zelebriert.
 

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Sonntag, 30. April 2017


00:00 Nachrichten


00:05 Die Ö1 Jazznacht
(Fortsetzung) mit Nikolaus Schauerhuber. Reinhard Micko im Jazznacht-Studio. "International Jazz Day" der UNESCO

01:00, 03:00 und 05:00 Uhr Nachrichten

Zehn Jahre nach seinem letzten Album hat der Wiener Pianist Reinhard Micko 2017 mit "Coming Home" wieder ein neues, formidables CD-Opus vorgelegt, aufgenommen im Quartett mit Klaus Gesing (Sopransaxofon, Bassklarinette), Peter Herbert (Kontrabass) und Peter Primus Frosch (Schlagzeug). Mit Nikolaus Schauerhuber spricht Micko darüber, inwieweit "Coming Home" ein Comeback markiert, und in welcher Weise das Album darüber hinaus ein Heimkommen, Ankommen bedeutet.

Außerdem: Ein Beitrag zum "International Jazz Day" der UNESCO, der am 30. April 2017 zum sechsten Mal weltweit die bunte Vielfalt des Jazz zelebriert.


06:00 Nachrichten


06:05 Guten Morgen Österreich


06:30 Uhr Nachrichten


06:55 Zwischenruf
von Martin Schenk (Wien).


07:00 Nachrichten


07:05 Erfüllte Zeit
Lebensweisen – Glaubenswelten. Ein Panorama am Sonntagmorgen mit Reportagen und Berichten aus der Welt der Religion und Religionen


08:00 Morgenjournal


08:10 Ö1 heute


08:15 Du holde Kunst
"Alle Gefühle glauben an einen glücklichen Ausgang". Texte des Autors und Filmemachers Alexander Kluge über Poesie, Musik und Gesellschaft. Es liest Brigitta Furgler.
Gestaltung: Kurt Reissnegger

Alexander Kluge, geb. 1932, zählt zu den führenden deutschen Intellektuellen. Der promovierte Jurist war einer der einflussreichsten Vertreter des "Neuen Deutschen Films" der 1960er und 1970er Jahre und Gründer einer Plattform für unabhängige Filme im deutschen Privatfernsehen. Er selbst sieht sich mehr als Autor, denn als Filmemacher:

"Ich bin und bleibe in erster Linie ein Buchautor, auch wenn ich Filme hergestellt habe oder Fernsehmagazine". Mit dem Soziologen Oskar Negt hat Alexander Kluge zahlreiche sozialphilosophische Bücher und Texte verfasst, zuletzt "Der unterschätzte Mensch". 2015 erschien Kluges autobiografisch geprägte Sammlung "Kongs große Stunde: Chronik des Zusammenhangs".


09:00 Nachrichten


09:05 Café Sonntag
Zu Gast bei Eva Rossmann ist Franz Schuh, Kulturphilosoph und Autor


10:00 Nachrichten


10:05 Ambiente
Reisen mit Ö1. Reisemagazin, u. a. mit: Schule des Schauens – Ein Fotoworkshop mit Willy Puchner. Ein Erfahrungsbericht von Ursula Burkert; Ein Ausflug in die österreichische Verkehrsgeschichte rund um Salzburg, akustisch dokumentiert von Ernst Weber.
Redaktion: Ursula Burkert

Schule des Schauens – Ein Fotoworkshop mit Willy Puchner. Ein Erfahrungsbericht von Ursula Burkert. Seit im Jahr 1970 Abt Joachim Angerer im Stift Geras im Waldviertel die ersten Kunstkurse initiierte, hat sich viel getan. Standen anfangs nur beschränkte Räumlichkeiten im Kloster zur Verfügung, konnten mit der Zeit die historischen Gebäude wie Schüttkasten, Meierhof, Teichsaal und Marmorsaal renoviert und adaptiert und außerdem angenehme Übernachtungsmöglichkeiten, die heute unter der Obhut von Karin Mehwald stehen, geschaffen werden.

Seit einigen Jahren gehört neben vielen bildenden Künstlern auch der Fotograf und Autor Willy Puchner zu den Vortragende und Kursleitern. Er lädt die Teilnehmer seines Foto-Workshops ein, "Mit Fotografie die Welt zu entdecken" und schickt sie aus, die nähere Umgebung von Geras zu erkunden und ihre Sicht der Dinge, Menschen und Natur zu entfalten.

Ein Ausflug in die österreichische Verkehrsgeschichte rund um Salzburg - akustisch dokumentiert von Ernst Weber.
Die dünn besiedelten Gebirgstäler im Westen Österreichs waren immer schon eine Herausforderung für die Verkehrspolitik. Einst waren es Postkutschen, die Reisende von Ort zu Ort beförderten. Nach der Verkehrserschließung Mitte des 19. Jahrhunderts konnte man zu Land und Wasser reisen, 100 Jahre später wurde das Flugzeug das schnellste Verkehrsmittel. Die österreichische Verkehrsinfrastruktur ist vielfältig, sie setzt Eisenbahn und Busse ein, Schiffe und Seilbahnen.

Diese Ambiente Reise nützt die Vielfalt der heimischen Verkehrsmittel und zeigt deren Bedeutung für den Fremdenverkehr und für die Bevölkerung. Vom modernen Railjet steigt man in die schmalspurige Zillertalbahn um, man lässt in der Dampf betriebenen Pinzgauer Lokalbahn die Landschaft vorbei gleiten, man ist Passagier in der Zahnradbahn, auf einem Schiff am Wolfgangsee und in der Weißsee-Gletscherseilbahn.


11:00 Nachrichten


11:03 Matinee live
Wiener Philharmoniker, Dirigent: Herbert Blomstedt.
Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie Es-Dur KV 543 * Anton Bruckner: Symphonie Nr. 4 Es-Dur, "Romantische" (2. Fassung 1878/'80) (Übertragung aus dem Großen Musikvereinssaal in Wien in Dolby Digital 5.1 Surround Sound)


11:50 (in der Pause) Intermezzo – Künstlerinnen und Künstler im Gespräch


12:10 Matinee live (Dolby Surround)
Wiener Philharmoniker, Dirigent: Herbert Blomstedt (Übertragung aus dem Großen Musikvereinssaal in Wien in Dolby Digital 5.1)


13:15 Sonntagsjournal


13:25 gehört.gewusst. Das Ö1 Quiz
mit Bernhard Fellinger


14:15 Menschenbilder
"Wie inszeniere ich eine Brille?" Der Designer Robert La Roche.
Gestaltung: Heinz Janisch

Ob Yoko Ono oder Andy Warhol, Meryl Streep oder Arnold Schwarzenegger – Künstlerinnen und Künstler waren ebenso von seinen Brillen angetan wie Hollywood-Stars.

Im Vorjahr zeigte das Museum für angewandte Kunst (MAK) in Wien eine beeindruckende Werkschau des Doyens des österreichischen Brillendesigns Robert La Roche. Er schuf mit seinen Brillen eine Marke mit internationaler Strahlkraft. Rund 1.200 Modelle – Einzelstücke und Serienmodelle – ergänzt um Skizzen, Foto- und Filmmaterial, Werbeanzeigen und Artefakte aus dem Archiv des Designers, gaben bei der Ausstellung Einblicke in seine Entwurfsarbeit und die Gestaltung seiner Kampagnen. – Der Name Robert La Roche wurde zur Kultmarke und erlangte Weltruf.

Robert La Roche, 1938 in Wien geboren, verbrachte einen Großteil seiner Kindheit in Kirchbach/ St. Andrä in Niederösterreich. Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften begann er bei der UNO und war bei verschiedenen Unternehmen und Werbeagenturen in USA, Deutschland und Japan tätig. Er startete als Autodidakt mit dem Brillendesign und gründete 1973 das Unternehmen Lunettes Robert La Roche mit Hauptsitz in Wien.

Große Unternehmen wie Christian Dior, Porsche und Carrera produzierten seine Modelle in unterschiedlichen Materialien und Farben. 1999 verkaufte Robert La Roche die von ihm aufgebaute Marke. Er lebt in Wien und entwirft heute Dekorationen und Möbel.


15:00 Nachrichten


15:05 Apropos Musik
Das Wiener Staatsopernmagazin. Ausschnitte aus aktuellen Aufführungen der Wiener Staatsoper und Gespräche mit Künstler/innen.
Gestaltung: Michael Blees


16:00 Ex libris
Bücher, Menschen, Themen. Moderation: Peter Zimmermann

Dacia Maraini: Das Mädchen und der Träumer, Roman, Folio Verlag (Übersetzung: Ingrid Ickler)
Imbolo Mbue: Das geträumte Land, Roman, Kiepenheuer & Witsch Verlag (Übersetzung: Maria Hummitzsch)
Michael Stavaric: Gotland, Roman, Luchterhand Verlag
Stephan Lohse: Ein fauler Gott, Roman, Suhrkamp Verlag

Die Werke und Briefe Ingeborg Bachmanns. Start der Salzburger Edition

Ingeborg Bachmann: Das Buch Goldmann, Suhrkamp Verlag/Piper Verlag
Ingeborg Bachmann: Male Oscuro. Aus der Zeit der Krankheit, Suhrkamp Verlag/Piper Verlag

Der Wehmutsverweigerer

Zum 80. Geburtstag von Florjan Lipu? (am 4. Mai)


17:00 Journal um fünf


17:10 Die Ö1 Kinderuni
Die Zukunft der Stadt. Wie geht es mit dem urbanen Lebensraum weiter?
Gestaltung: Ute Maurnböck

Wie entwickeln sich Städte? Eine spannende Frage, denn immer mehr Menschen leben weltweit im urbanen Raum. Wie aufgrund der bereits vorhandenen Gegebenheiten gebaut werden kann, wer uns mit (alternativer) Energie versorgen wird und auf welche Art und Weise wir uns fortbewegen werden, überlegt das Ö1 Kinderunireporter-Team gemeinsam mit Expert/innen.

Die kolumbianische Metropole Medellin zum Beispiel hat zusätzlich zum U-Bahnnetz ein Liniennetz aus Luftseilbahnen gebaut. Auch in Österreich, speziell in Wien, das bald zwei Millionen Einwohner/innen zählen wird, macht man sich Gedanken. Mittels Vertical Farming, das sind Gewächshochhäuser mitten in der Stadt, könnte man viele Menschen umweltschonend versorgen.

In der neu entstehenden Seestadt Aspern werden heute schon moderne Ideen des städtischen Lebens umgesetzt: Die Anwohner/innen können zum Beispiel mitentscheiden, wie ihr Zuhause aussehen wird und es gibt dort fast keine Autos. Und dann gibt es noch eine ganz andere Art von Stadt: Flüchtlingslager wie Zaatari in Jordanien, wo innerhalb kurzer Zeit viele Menschen versorgt werden müssen. Übrigens: Ab 9. Juni können sich Kinder und Erwachsene auf rund 1.000m² im Technischen Museum ein Bild von Städten der Zukunft machen.


17:30 Spielräume
Die fabelhafte Welt der Sant'Andreu Jazz Band.
Gestaltung: Renate Burtscher

Sant'Andreu ist ein Vorort von Barcelona, dort gründete Joan Chamorro an der lokalen Musikschule 2006 eine Band. Na und? Wenn sie sich ein Video der famosen Bigband anschauen, erkennen sie schnell das erstaunliche daran: da solieren Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 20 und spielen mit einer Präzision und einem Fantasiereichtum, dass es die reine Freude ist.

Den Durchbruch schaffte die Formation im Jahr 2010 mit Auftritten auf über 20 Festivals, mittlerweile touren die jungen katalanischen Jazz-Aficionados durch ganz Europa und die USA, es gibt CDs und DVDs und einen Dokumentarfilm über die Band mit dem schlichten Titel: ein Film über Kinder und Musik.


17:56 Ö1 heute


18:00 Abendjournal


18:15 Moment am Sonntag
Sport auf feinem Tuch. Billard in Österreich.
Gestaltung: Alois Schörghuber

Queue und Kugel sind die wichtigsten Geräte beim Billard. Und natürlich sind es die verschiedenen Formen an Tischen, auf denen gespielt wird. Ohne Loch zum Beispiel bei Carambolage, mit Löchern bei Pool oder Snooker, im Fachjargon spricht man von Taschen. Ein Blick in die Welt des Effets, Rückläufers und Nachläufers.


18:55 Magazin des Glücks
Von und mit Franz Schuh


19:00 Nachrichten


19:05 Motive – Glauben und Zweifeln
Ein Rückblick auf die Fragen und Themen der jüngsten Tage: Glaubenssachen und Welt (ein)sichten


19:30 Aus dem Konzertsaal
Baujahr 67 – Eine Ö1 Zeitreise. Werke aus 1967: Von Steve Reich über Conlon Nancarrow zu Philip Glass.
Gestaltung: Christian Scheib

Eine Sendung im Rahmen des Schwerpunkts "Baujahr 67 – Zeitreisen mit Ö1".


21:30 Heimspiel
Die Woche im RadioKulturhaus


21:55 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22:00 Nachrichten


22:05 Contra – Kabarett und Kleinkunst
Gags, Gags, Gags! Das neue Kabarettprogramm von Stermann & Grissemann
Gestaltung: Doris Glaser

Stermann und Grissemann haben nicht erst seit ihrer 2007 etablierten Fernsehshow "Willkommen Österreich" im deutschsprachigen Raum Kultstatus. Beide begannen ihre Karriere beim ORF, zuerst 1991 im Hörfunkprogramm, u.a, mit der Radiosendung "Salon Helga".1997 folgten erste Fernsehauftritte. 2002 wurde das diabolische Duo mit dem Salzburger Stier ausgezeichnet.

Das Stermann & Grissemann-Universum aus feiner Beschimpfung, Sinnsabotage und Selbstdemontage, Nonsens, bizarrer Parodie, Persiflage und Polemik erlaubt sich mit seinem neuen Programm auch eine neue Ausdehnung. "Eigentlich zu gut für's Fernsehen" (John Cleese) bewegen sie sich rasant durch den selbst gesteckten Gag-Slalom.
Beide, auch der Deutsche (Stermann), verirren sich aber nie ins kabarettistisch Ressentimentale oder langweilen mit öden parteipolitischen Pointen. Keine Sekunde mit Stermann und Grissemann soll Zeitverschwendung sein, daher liefern sie "Gags, Gags, Gags!"


22:30 matrix – computer & neue medien
Zappen, klicken, streamen …
Vom Farbfernsehen zum Video on Demand.
Gestaltung: Julia Gindl

Mit einem roten Knopf startete vor 50 Jahren in Westdeutschland das Farbfernsehen. Der damalige Vizekanzler und Außenminister Willy Brandt sollte bei der Internationalen Funkausstellung in Berlin symbolisch einen roten Startknopf drücken, um das Schwarz-Weiß-Bild in Farbe zu verwandeln, der für die Übertragung zuständige Techniker schaltete das Farbsignal angeblich schon früher frei. Während wir in Österreich erst zwei Jahre später in ein buntes Fernseh-Kastl schauen konnten, können wir mittlerweile überall, jederzeit und auf Knopfdruck Filme und TV-Serien über das Internet anschauen. – Julia Gindl über neue Sehgewohnheiten und alte Fernsehrituale.
Eine Sendung im Rahmen des Schwerpunkts "Baujahr 67 – Zeitreisen mit Ö1".


23:00 Nachrichten


23:03 Kunstradio – Radiokunst
"The No Land Soundscape Project" von Joao Castro Pinto

Der aus Portugal stammende Musiker und Künstler Joao Castro Pinto performt "The No Land Soundscape Project" live im Hörspielstudio des Wiener Funkhauses.
 

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Montag, 01. Mai 2017


00:00 Nachrichten


00:05 Du holde Kunst
(Wiederholung von Sonntag, 8:15 Uhr)


00:50 Die Ö1 Klassiknacht

01:00, 03:00 und 05:00 Uhr Nachrichten


06:00 Nachrichten


06:05 Guten Morgen Österreich


06:30 und 07:00 Uhr Nachrichten


08:00 Morgenjournal


08:10 Ö1 heute


08:15 Pasticcio


09:00 Nachrichten


09:05 Gedanken
Ein Stückchen "Heile Welt" in unserer wirren Zeit – Herbert Zotti über die Volkskultur, ihre Geschichte und ihre Themen.
Gestaltung: Doris Glaser

Als Mit-Organisator des Wienerlied-Festivals "wean hean", das derzeit bereits zum 18. Mal stattfindet, hat Herbert Zotti wesentlich zur Erneuerung und breiten Wertschätzung des Genres beigetragen. "wean hean" ist für Zotti, den langjährigen geschäftsführenden Vorsitzenden des Wiener Volksliedwerks, wie eine entspannende Oase, "ein Stückchen der viel gescholtenen "Heilen Welt", die aber in der wienerischen Umsetzung eigentlich ganz erträglich und witzig ist". Eine der Veranstaltungen wird heuer dem Thema "500 Jahre Reformation", Martin Luther und seiner Sicht des Volksgesangs gewidmet sein. "Wien mutierte ja durch die katholischen Habsburger zur Hauptstadt der Gegen-Reformation". Für seine herausragenden Bemühungen um die Sammlung, Erforschung und Pflege des Volksliedes wurde Herbert Zotti bereits mit dem Berufstitel "Professor" geehrt. Sentimental, spitzbübisch, lebensfroh, nachdenklich, morbid – so vielfältig sind für ihn die Facetten des Wienerlieds.
Besonders schätzt er die jungen, innovativen Vertreter der Szene, Ensembles wie "Die Strottern", die "Neuen Wiener Concert Schrammeln", das "Trio Lepschi" oder "5/8erl in Ehren".

Neben seiner Tätigkeit als Kulturvermittler ist der 65-jährige Wiener Herbert Zotti zudem noch als Maschinenbauingenieur in einem Familienbetrieb tätig. Daher wird sich der so vielfach Beschäftigte am 1. Mai natürlich auch über das Thema Arbeit Gedanken machen. "Im Volkslied wird von der Arbeit der Bauern gesungen, im Wienerlied kommt das Thema Arbeit überhaupt nicht vor, da dreht sich alles nur um die Unterhaltung!"


10:00 Nachrichten


10:05 Hörbilder Spezial
"Ich heiße Nuria Schönberg-Nono, Schönberg nach meinem Vater und Nono nach meinem Mann".
Feature von Mahmous Lamine und Rolf B. Kleinschmidt

"Gertrud und Arnold Schönberg besitzen seit 7. Mai, 9.10 Uhr, eine Tochter namens Dorothea Nuria", gibt der Vater stolz zur Geburt seiner Tochter im Jahre 1932 kund. Schönberg lebte damals mit seiner zweiten Frau, Getrud Kolisch, in Spanien, um an seiner Oper "Moses und Aron" zu arbeiten. Kurz danach nimmt Schönberg seine Lehrtätigkeit an der Preußischen Akademie der Künste in Berlin wieder auf. Vorübergehend. Denn im Mai 1933 verlässt die Familie nach wiederholten antisemitischen Attacken Berlin.

Nuria wächst in Kalifornien auf, wo ihr Vater sich und die Familie mehr schlecht als recht über Wasser hält. 1954, drei Jahre nach dem Tod Schönbergs, macht die junge Amerikanerin ihre erste Reise nach Europa. In Hamburg lernt sie anlässlich der Uraufführung von "Moses und Aron" den venezianischen Avantgardekomponisten Luigi Nono kennen.

Sie sei es von ihrem Vater her gewohnt gewesen, mit schwierigen Komponisten zu leben, sagt Nuria später. 1955, nach ihrer Heirat, zieht Nuria Schönberg-Nono mit Luigi Nono nach Venedig. Seit 36 Jahren lebt sie hier nun. Und verwaltet, nach dem Tod ihres Mannes 1990, das Erbe gleich zweier Musiktitanen des 20. Jahrhunderts: Das ihres Vaters Arnold Schönberg und das von Luigi Nono, ihrem Mann.


11:00 Nachrichten


11:03 Matinee
Bamberger Symphoniker, Dirigent: Jakub Hrusa. Edgard Varèse: "Tuning up" für Orchester * Jan Václav Vorisek Symphonie D-Dur op. 24 * Gustav Mahler Symphonie Nr. 1 D-Dur, "Titan" (aufgenommen am 30. September 2016 in der Konzerthalle in Bamberg)

Antrittskonzert von Jakub Husa als neuer Chefdirigent der Bamberger Symphoniker.

Das originelle Stück "Tuning up" von Edgard Varèse parodiert den Klang eines Orchesters beim Einstimmen und lässt andere Werke aufblitzen. Jan Václav Vorisek war ein Zeitgenosse Beethovens – dieser äußerte sich lobend über Voriseks Kompositionen, besonders über die "wahrhaft gelungene" D-Dur-Symphonie mit ihrer Entwicklung der Themen aus einem charakteristischen Kernmotiv heraus.

Wir setzen auch mit unserem neuen Chefdirigenten unsere große Mahler-Tradition fort. Für den visionären Symphoniker Mahler stand fest: "Die Musik muss immer ein Sehnen enthalten, ein Sehnen über die Dinge dieser Welt hinaus". Bereits in seinem stürmisch-drängenden Erstling spürte er selbst, wohin seine neue Symphonien-Welt führen sollte: "Es ist so übermächtig geworden – wie es aus mir wie ein Bergstrom hinausfuhr!" Wie ergreifend diese Weltanschauungs-Symphonie klingt, hat er damals selbst als Kapellmeister mit dem Orchester des Neuen Deutschen Theaters in Prag bewiesen – dem böhmischen Vorläufer der Bamberger Symphoniker.
(Bamberger Symphoniker)


11:50 (in der Pause) Intermezzo – Künstlerinnen und Künstler im Gespräch


12:10 Matinee
Bamberger Symphoniker, Dirigent: Jakub Hrúsa (aufgenommen am 30. September 2016 in der Konzerthalle in Bamberg)


13:00 Feiertagsjournal


13:10 Das Ö1 Küchenradio
Am 7. Mai erhält Hosea Ratschiller den Salzburger Stier 2017 für sein Programm "Der allerletzte Tag der Menschheit", bei dem er vom Duo Radeschnig unterstützt wird. Im Ö1-Küchenradio bereitet er Fleischbällchen mit Rosinen und Koriander zu und eine Reinanke mit Lauch und Lavendelblüten. Dazu hört er u.a. Musik von Lee Hazlewood, Pulp und dem Nino aus Wien.


14:00 Nachrichten


14:05 Selten wie ein Feiertag
Diesmal zu Gast ist Evelyn Fink-Mennel, Musikerin und Volksmusikforscherin aus dem Bregenzerwald.
Gestaltung: Stefan Höfel

Was an Werktagen der Arbeitsplatz von Musikredakteur/innen ist, mögen an Feiertagen ausgewählte Gäste auskosten und die ORF-Archive nach Unentdecktem oder selten Gespieltem durchforsten. So wie Gastkurator/innen aus dem Fundus existierender Sammlungen neue Ausstellungen kreieren, lassen geladene Kenner/innen die Schätze des Ö1 Archivs in neuen Zusammenstellungen glänzen.


15:00 Nachrichten


15:05 Apropos Operette
Meister der klassischen Wiener Operette: der Komponist Carl Millöcker.
Gestaltung: Michael Blees

Vor 175 Jahren, am 29. April 1842 ist in Wien Carl Millöcker, der jüngste der drei großen Komponisten der "Goldenen Wiener Operettenzeit", auf die Welt gekommen. Er war der Sohn eines Goldschmieds und hätte eigentlich das väterliche Handwerk erlernen sollen, doch der Hang zur Musik war stärker. Zuerst erlernte er das Flötenspiel, begann danach seine Karriere als Orchestermusiker und als Kapellmeister – und schließlich auch als Komponist von Operetten. Mit Werken wie "Das verwunschene Schloss", "Der arme Jonathan" oder "Gasparone" feierte er Erfolge, die aber an Durchschlagskraft alle vom Triumph der Operette "Der Bettelstudent" überstrahlt wurden. Dieses bis heute populäre Werk hat den Namen von Carl Millöcker in aller Welt berühmt und bekannt gemacht.


16:00 Literatur am Feiertag
"Fortuna" – Aus dem Magazin des Glücks. Von und mit Franz Schuh.
Gestaltung: Kurt Reissnegger

Der Kulturphilosoph Franz Schuh gestaltet für Ö1 allmonatlich eine fünfminütige Kolumne, in der er über "das Glück" in seinen unterschiedlichsten Erscheinungsformen reflektiert. "Mit dem Glück", so Franz Schuh, "befasse ich mich seit meiner Kindheit. Das ist einer Figur aus den Micky-Maus-Heften zu verdanken: Gustav Gans.

Gans verkörpert ein Paradox des Glücks: Er hat immer Glück, er kann sich auf sein Glück stets verlassen. Das steht im Widerspruch zu dem, was wohl oder übel für Glück gehalten werden muss: Das unerwartet Zufällige, auf das man vielleicht in höchster Not hofft, wenn man glaubt, sonst nichts mehr tun zu können".

"Fortuna – Aus dem Magazin des Glücks" ist auch der Titel der bei Zsolnay erschienen gesammelten "Glücks"- Essays von Franz Schuh. In "Literatur am Feiertag" liest der Autor ausgewählte Texte.


17:00 Journal um fünf


17:10 Spielräume Spezial
Trautes Heim und weite Welt. Das Popjahr 1967 in Österreich und international.
Gestaltung: Rainer Elstner und Johann Kneihs

1967 ist für die Pop-Musik ein Jahr des Um- und Aufbruchs. Wegweisende Aufnahmen entstehen: Die Beatles veröffentlichen ihr Konzept-Album "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band", Jimi Hendrix zündet auf der Bühne erstmals seine Gitarre an, mit dem Monterey Pop Festival findet das erste groß dimensionierte Open-Air-Festival statt, das "Rolling Stone"-Magazin wird erstmals gedruckt, die Doors und Leonard Cohen veröffentlichen ihre Debütalben.

Und in Österreich? In den Hitparaden gibt es nur englischsprachige Nummer-Eins-Hits. Die Dialektwelle wird erst im Jahr darauf den Austropop vorwegnehmen – mit der Vertonung von Konrad Bayers "Glaubst i bin bled" durch die Worried Men Skiffle Group. Das Projekt wird durch die Ö3-Jugendredaktion und den späteren Ö1 Chef Alfred Treiber angestoßen. Der Sender Ö3, zeitgleich mit Ö1 1967 gegründet, spielt hauptsächlich internationale Musik, versuchte aber auch durch Talent-Wettbewerbe den Markt für österreichische Popmusik anzukurbeln.


17:57 Ö1 heute


18:00 Abendjournal


18:15 Mit.Schnitt
Musik aus dem RadioKulturhaus.


19:00 Nachrichten


19:05 Philosophie Pur – zum Tag der Arbeit
Ein Hörstück nach Reinhard P. Grubers "Nie wieder Arbeit – Schivkovs Botschaften vom anderen Leben"
Gestaltung: Alexander Tschernek & Kerstin Schütze

Gruber bedient sich der Figur des Anatol Schivkov – ein Mystiker auf der Suche nach dem Wesen des Menschseins, ein Verfechter des wahren Lebens, das sicher nicht in unseren von Lohnarbeit geprägten Verhältnissen zu finden ist. Er ruft zur Abschaffung der Arbeit auf. Alexander Tschernek ist Schivkov und liest eine Art Manifest, wie es für alle revolutionären Bewegungen typisch sein könnte.


19:30 Henry Purcell: "The Fairy Queen"
Concerto Copenhagen, Dirigent: Lars Ulrik Mortensen; Sine Bungaard und Maria Keohane, Sopran; Daniel Carlsson, Nicholas Mulroy und Ed Lyon, Tenor; Henning von Schulman, Peter Harvey und Jakob Bloch Jespersen, Bass; Ole Lemmeke (aufgenommen am 20. September 2016 im Königlich Dänischen Theater, Kopenhagen).
Präsentation: Bernhard Trebuch


22:00 Nachrichten


22:05 Ö1 extra
Wenn die Arbeit zu Klang wird.
Gestaltung: Johannes Leopold Mayer

Das 20. Jahrhundert hat das Maschinelle als Gestaltungsmerkmal für Musik erkundet. Strukturierte Abläufe, welche einen Arbeitsprozess formen, ergeben aber nicht nur Möglichkeiten für neue kompositorische Strukturierungen – der Mensch und seine Arbeit war und ist ein durch die Zeiten und die Musik aller Stände immer wieder beleuchtetes Thema.
 

*


Dienstag, 02. Mai 2017


00:00 Nachrichten


00:05 Gedanken
Ein Stückchen "Heile Welt" in unserer wirren Zeit – Herbert Zotti über die Volkskultur, ihre Geschichte und ihre Themen.
Gestaltung: Doris Glaser

Als Mit-Organisator des Wienerlied-Festivals "wean hean", das derzeit bereits zum 18. Mal stattfindet, hat Herbert Zotti wesentlich zur Erneuerung und breiten Wertschätzung des Genres beigetragen. "wean hean" ist für Zotti, den langjährigen geschäftsführenden Vorsitzenden des Wiener Volksliedwerks, wie eine entspannende Oase, "ein Stückchen der viel gescholtenen "Heilen Welt", die aber in der wienerischen Umsetzung eigentlich ganz erträglich und witzig ist". Eine der Veranstaltungen wird heuer dem Thema "500 Jahre Reformation", Martin Luther und seiner Sicht des Volksgesangs gewidmet sein. "Wien mutierte ja durch die katholischen Habsburger zur Hauptstadt der Gegen-Reformation".

Für seine herausragenden Bemühungen um die Sammlung, Erforschung und Pflege des Volksliedes wurde Herbert Zotti bereits mit dem Berufstitel "Professor" geehrt. Sentimental, spitzbübisch, lebensfroh, nachdenklich, morbid – so vielfältig sind für ihn die Facetten des Wienerlieds. Besonders schätzt er die jungen, innovativen Vertreter der Szene, Ensembles wie "Die Strottern", die "Neuen Wiener Concert Schrammeln", das "Trio Lepschi" oder "5/8erl in Ehren".

Neben seiner Tätigkeit als Kulturvermittler ist der 65-jährige Wiener Herbert Zotti zudem noch als Maschinenbauingenieur in einem Familienbetrieb tätig. Daher wird sich der so vielfach Beschäftigte am 1. Mai natürlich auch über das Thema Arbeit Gedanken machen. "Im Volkslied wird von der Arbeit der Bauern gesungen, im Wienerlied kommt das Thema Arbeit überhaupt nicht vor, da dreht sich alles nur um die Unterhaltung!"


01:00 Nachrichten


01:03 Die Ö1 Klassiknacht


01:00 und 03:00 Uhr Nachrichten


05:00 Nachrichten


05:03 Guten Morgen Österreich


06:00 Frühjournal


06:10 Guten Morgen Österreich


06:56 Gedanken für den Tag
von Daniel Landau, Lehrer und Dirigent. "Hören und Zuhören".
Gestaltung: Alexandra Mantler

Klavier spielen konnte er schon, bevor er lesen und schreiben konnte. In den "Gedanken für den Tag" spricht der Lehrer und Dirigent Daniel Landau sehr persönlich über die Affinitäten zu Stimmen, zu Klang und Musik, auch über die Stille, über Hören und Gehört-Werden, über Zuhören als erste Kontaktaufnahme mit dem Du.

Daniel Landau ist Lehrer, Dirigent, Absolvent des Studiums der Betriebswirtschaft, in der Leitung eines Konservatoriums, ehemaliger Taxifahrer und Schauspieler, Mitinhaber eines Lokales, Bridgespieler aus Leidenschaft, Bildungsaktivist (Kämpfer für bessere Bildung für jedes Kind, insbesondere für mehr Chancengerechtigkeit für Kinder aus sozial benachteiligten Verhältnissen) und "Vernetzer".


07:00 Morgenjournal (I)
mit Kultur aktuell


07:33 Guten Morgen Österreich


07:52 Leporello


08:00 Morgenjournal (II)


08:20 Pasticcio


08:55 Vom Leben der Natur


09:00 Nachrichten


09:05 Radiokolleg – Wirtschaft und Kriminalität
Eine missliebige Verbindung (1).
Gestaltung: Christa Nebenführ

Der römische Gott Merkur verdankt seinen Namen dem lateinischen Wort für Ware: merx. Er gilt, wie der griechische Hermes, als Gott der Händler und der Diebe. Damit wurde schon in der Antike eine metaphorische Verbindung zwischen Wirtschaft und Kriminalität gezogen, die in den vergangenen Jahrzehnten zu einem geflügelten Wort geworden ist: Wirtschaftskriminalität.

Beginnt diese schon beim einfachen Ladendiebstahl oder erst, wenn einer größeren Anzahl von Personen durch Täuschung ein ökonomischer Schaden entsteht wie etwa im Fall von Anlegerbetrug? Neben relativ klar nachweisbaren Delikten wie Bilanzfälschung oder Steuerhinterziehung sind gegen Ende des vergangenen Jahrtausends vor allem die schwer nachzuweisenden Straftaten Korruption und Geldwäsche in den Fokus des öffentlichen Interesses gerückt.

Im Jahr 1998 startete die Internationale Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD mit der "Harmful Tax Competition" eine Initiative gegen schädlichen Steuerwettbewerb. Sie wandte sich gegen das Verfahren, Gewinne in Steueroasen zu transferieren und dadurch den Ländern in denen diese erzielt worden sind, Steuern zu entziehen. Als besonders großes Hindernis erwies sich dabei in der Vergangenheit das österreichische Bankgeheimnis.

Im Lichte dieser Paradigmenwechsel und der jüngsten Wirtschaftsskandale spitzt sich die Entwicklung auf eine Frage zu: Wird wirtschaftliches Handeln zunehmend krimineller oder kriminalisiert?


09:30 Radiokolleg – Die drei Leben des H.W.Franke
Portrait des Großmeisters der Science Fiction (1).
Gestaltung: Ulrike Schmitzer

Ein Mann mit drei Leben: Herbert W. Franke ist "Europäischer Großmeister der Science Fiction", ein Pionier der Computerkunst und ein anerkannter Höhlenforscher. Der gebürtige Wiener Franke gilt mit seinen 20 Romanen und 200 Kurzgeschichten als wichtigster Vertreter der deutschsprachigen "Hard Science Fiction" – jener Richtung der Science Fiction, die Wert auf wissenschaftliche Genauigkeit legt.

Der Physiker geht in seinen Büchern vor allem der Frage nach, wie die Technik unsere Gesellschaft in Zukunft verändern wird. Franke gilt auch als Pionier der Apparativen Kunst bzw Computerkunst. Mit seinen Experimenten mit Röntgen, Oszillographen oder ersten Computern läutete er eine neue Ära der Kunst ein.

Mit seinen Büchern wie "Die kybernetische Ästhetik" lieferte er die theoretische Grundlage für das neue Phänomen der Kunst, wurde Lehrbeauftragter an der Universität München und schließlich 1975 Mitbegründer der Ars Electronica in Linz. Franke ist aber auch als Höhlenforscher und Autor von Höhlenbüchern bekannt geworden. Er machte sich mit Entdeckungen und seinen spannenden Berichten schon früh den Abstieg in die Unterwelt populär. Ein Porträt von Ulrike Schmitzer.


09:45 Radiokolleg – Ella Fitzgerald
First Lady of Song (1).
Gestaltung: Ute Maurnböck

Ihr Improvisationstalent brachte sie nach ganz oben. Weil der damals 17-jährigen Ella beim ersten Vortanzen die Knie so schlotterten, dass sie sich kaum auf den Beinen halten konnte, improvisierte sie: sie sang stattdessen ein Lied und wurde prompt als Sängerin engagiert. Als ihr Jahre später der Text von "Mack the Knife" bei einem Auftritt in Berlin nicht einfallen wollte, improvisierte sie wiederum: Oh Bobby Darin and Louis Armstrong They made a record, oh but they did And now Ella, Ella, and her fellas We're making a wreck, what a wreck of Mack the Knife".

Das Leben der unprätentiösen, drei Oktaven umfassenden Stimmakrobatin gehörte der Musik. Sie interpretierte Songs auf eine Weise wie keine Jazzsängerin vor ihr, spielte Instrumente mithilfe ihrer Stimmbänder, scattete als eine der Ersten und bewegte sich musikalisch sicher zwischen den unterschiedlichsten Genres: von Bebop über Samba bis zum Hip Hop. Am 25. April jährte sich ihr Geburtstag zum 100. Mal.


09:57 Ö1 heute


10:00 Nachrichten


10:05 Anklang
Vor 50 Jahren in der Wiener Staatsoper
Ausschnitte aus Opern von Giuseppe Verdi, Wolfgang Amadeus Mozart, Richard Strauss, Gottfried von Einem, u.a. – in Live-Aufnahmen aus dem Wiener Opernhaus am Ring
Gestaltung: Michael Blees

1967 ist für Wiener Opernfreunde nicht nur als das Jahr des Staatsopern-Debüts des unverwüstlichen Plácido Domingo in Erinnerung geblieben, damals sind auch zwei vielbeachtete Mozart-Premieren über die Bühne gegangen: "Le nozze di Figaro", dirigiert von Karl Böhm und unter anderem mit Reri Grist, Eberhard Waechter und Walter Berry sowie "Don Giovanni" unter der Leitung von Josef Krips, und auf der Bühne mit Cesare Siepi, Gundula Janowitz, Sena Jurinac und Peter Schreier. Josef Krips war auch der Dirigent einer Neuproduktion von Gottfried von Einems Oper "Dantons Tod", unter anderem mit Lisa Della Casa und Eberhard Waechter, während Karl Böhm des weiteren auch eine Neueinstudierung der Strauss'schen "Ariadne auf Naxos" geleitet hat, mit Leonie Rysanek in der Titelrolle.


11:00 Nachrichten


11:05 Radiogeschichten
"Der Fatalist". Von Isaac Bashevis Singer. Aus dem Englischen von Ellen Otten. Es liest Erwin Steinhauer.
Gestaltung: Edith Vukan
Präsentation: Gudrun Hamböck

Als junger Mann kam Benjamin Schwartz in eine polnische Stadt und erteilte Deutschunterricht. Gleich wollte man ihn in den Klub der jungen Leute aufnehmen. Zu seinen Ehren wurde ein Frageabend veranstaltet, und dabei stellte sich heraus, welchen Spitznamen er für den Rest seines Lebens tragen sollte: "Benjamin Fatalist". Seiner Meinung nach war nämlich alles vorherbestimmt und die freie Wahl nur Illusion. Eine These, die in der Liebe nicht sogleich aufzugehen schien …
Isaac Bashevis Singer wurde 1904 in Radzymin in Polen als Sohn einer alten Rabbinerfamilie geboren und wuchs in Warschau auf. Mit 22 Jahren begann er, Gedichte und Erzählungen zu schreiben, zunächst auf hebräisch, dann auf jiddisch. 1935 emigrierte er in die USA und gehörte bald zum Redaktionsstab des "Jewish Daily Forward".

In seinen Geschichten und Romanen beschreibt Singer häufig das Leben des osteuropäischen Judentums des 19. Jahrhunderts. Singer erhielt 1978 den Nobelpreis für Literatur. Er starb 1991 in Miami.


11:25 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11:30 Des Cis


11:57 Ö1 heute


12:00 Mittagsjournal
mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13:00 Punkt eins


13:55 Wissen aktuell


14:00 Nachrichten


14:05 Das Ö1 Konzert
Malin Hartelius, Sopran; Edgar Unterkirchner, Saxophon; Eduard Kutrowatz, Klavier. Franz List: Die Lorelei; Das Veilchen; Die Schlüsselblume; Oh quand je dors * Franz Schubert: Frühlingsglaube; Die Forelle; Liebe schwärmt auf allen Wegen; Sei mir gegrüßt; Gioacomo Puccini: "O mio babbino caro" aus "Gianni Schicchi" * Guiseppe Verdi: Ave Maria aus "Otello" * Claude-Michel Schönberg: "I dreamed a dream" aus dem Musical "Les Miserables" * George Gershwin: "Summertime" aus "Porgy and Bess" * Edgar Unterkirchner: Liszt-Reflections (Uraufführung) (aufgenommen am 24. März im Franz Liszt Konzertsaal Raiding im Rahmen des "Liszt Festival Raiding 2017").
Präsentation: Gerhard Krammer


15:30 Moment – Leben heute


15:55 Rudi! Radio für Kinder


16:00 Nachrichten


16:05 Tonspuren
"Den Sommerhimmel sehn ist Poesie, mag sie auch nie in Büchern stehn - Echte Gedichte fliehn – True poems flee". Die Welt der Emily Dickinson.
Feature von Peter Zimmermann

Im Jahr 1830 wurde Emily Dickinson in Amherst, Massachusetts geboren, 56 Jahre später starb sie dort, ohne den Ort verlassen zu haben. Das ist schon seltsam genug. Doch mit zwanzig Jahren hatte sich die Tochter eines Rechtsanwalts und Politikers ganz aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, zuerst das Haus und schließlich ihr Zimmer nicht mehr verlassen. Das ist mehr als seltsam. In ihrer Einsamkeit schrieb sie viele Briefe. In diese streute sie immer wieder Verse ein. Das war aber nur ein kleiner Teil ihrer Produktion, von den insgesamt fast 1800 Gedichten wusste zu ihren Lebzeiten nur sie selbst Bescheid. Sie schrieb sie in Schulhefte, die sie in ihrem Zimmer verwahrte. Die Bedeutung dieser Gedichte im Kontext der literarischen Moderne wurde erst hundert Jahre nach ihrem Tod klar, als die erste Gesamtausgabe der Originaltexte erschien. Zuvor gab es nur eine von Emily Dickinsons Schwester Lavinia umgeschriebene Auswahl.


16:45 Heimspiel
Die Woche im RadioKulturhaus


16:55 Digital.Leben


17:00 Journal um fünf


17:09 Kulturjournal


17:30 Spielräume
Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp. Bombay & Sevilla. Zwei große Einzelgänzer nehmen auf

Mehr als zwei Jahrzehnte bevor die Schublade "World Music" geöffnet wurde, finden sich anno 1967 längst große Namen dieses noch zu erfindenden Genres: Zwei Großmeister ihrer Instrumente waren im Plattenstudio aktiv, tausende Kilometer voneinander entfernt, aber von gleicher Energie beseelt: Paco de Lucia und Ravi Shankar.


17:55 Betrifft: Geschichte
Blumenhändler, Lumpensammler, Schuhputzer. Selbstständig Erwerbstätige in der Zwischenkriegszeit. Mit Sigrid Wadauer, Institut für Wirtschafts-und Sozialgeschichte der Universität Wien.
Gestaltung: Isabelle Engels

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Zahl selbstständig Erwerbstätiger in Österreich tendenziell rückläufig und die unselbstständige Lohnarbeit im Vormarsch. Doch verschwunden waren die kleinen Verkäufer, Dienstleister und Handwerker keinesfalls – bot dies doch die Chance, trotz herrschender hoher Arbeitslosigkeit einen redlichen Erwerb zu finden.

Sich selbstständig zu machen war dabei alles andere als einfach, wie der Schriftverkehr zwischen Antragstellern und Behörden veranschaulicht. Das Verfahren für manche Bewilligungen, z.B. für Schuhputzer, konnte sich über viele Monate hinziehen. Gewerbe, die ohne Geschäftslokal und stabilen Standort an wechselnden Orten ausgeübt wurden, waren höchst umstritten.

Von den stabilen Gewerbetrieben wurden sie als Konkurrenz betrachtet. Aufgrund ihrer oft geringen Einträglichkeit wurde den selbstständig Erwerbstätigen oft unterstellt, doch eher auf eine Vermeidung von Arbeit aus zu sein. In diese Ablehnung mischten sich oft antisemitische und fremdenfeindliche Töne.

Gegen solche Diffamierungen und die zahlreichen Versuche der Einschränkung oder Abschaffung versuchten sich Wanderhändler und -gewerbetreibende zur Wehr zu setzen. Sie verwiesen auf die Nützlichkeit ihrer Tätigkeiten und darauf, dass sie keine andere Möglichkeit hätten, sich und ihren Familie eine Existenz zu sichern.

Durch die Erosion der "Normalarbeit" und die Zunahme an neuen Selbstständigen und prekär Beschäftigten in den vergangenen Jahrzehnten, vor allem aber auch durch eine Globalgeschichte der Arbeit erlangen solche Formen von Arbeit auch in der historischen Forschung, von der sie bislang nur am Rande beachtet wurden, wieder größere Aufmerksamkeit.


18:00 Abendjournal


18:25 Journal-Panorama


18:55 Religion aktuell


19:00 Nachrichten


19:05 Dimensionen – die Welt der Wissenschaft
Neuzeit.
Im Takt der Atomuhr.
Von Frank Grotelüschen

Seit 1967 steuern die besten Atomuhren die Weltzeit und geben damit unserem Leben einen ultrapräzisen Takt. Aber ein wenig falsch gehen sie doch, wenn auch nur um den Bruchteil eines Wimpernschlags: eine Sekunde in zehn Milliarden Jahren. Braucht die Welt, vor allem die wissenschaftliche, also einen neuen, noch exakteren Takt? – Nach 50 Jahren scheint das Zeitalter der Cäsiumuhr zu Ende zu gehen. In ihren Labors basteln die Physiker/innen momentan am zukünftigen Maß aller Dinge: der optischen Atomuhr, die eine noch präziser definierte Sekunde verspricht. Ob ihre Atome aus Strontium, Ytterbium, Aluminium oder Calcium bestehen werden, ist allerdings noch nicht entschieden.


19:30 Das Ö1 Konzert (Dolby Surround)
Grazer Philharmonisches Orchester, Dirigent: Dirk Kaftan; Sascha Maisky, Violine; Mischa Maisky, Violoncello; Lily Maisky, Klavier. Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier, Violine und Violoncello C-Dur op. 56, "Tripelkonzert" * Dmitrij Schostakowitsch: Symphonie Nr. 7 C-Dur op. 60, "Leningrader" (aufgenommen am 7. März im Stephaniensaal des Grazer Congress in Dolby Digital 5.1).
Präsentation: Franz Josef Kerstinger

"Die Leningrader Symphonie gilt als Symphonie für Menschenrechte und für eine bessere Welt. Nicht der moralische Holzhammer, sondern der Glaube an den Menschen spricht aus diesem Stück. Es ist eine Kraftquelle, die Herausforderungen der Zukunft menschlich zu meistern". (Dirk Kaftan)


21:55 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22:00 Nachtjournal


22:08 Radiokolleg
Wirtschaft und Kriminalität. Eine missliebige Verbindung (1).
Gestaltung: Christa Nebenführ

Die drei Leben des H.W.Franke. Portrait des Großmeisters der Science Fiction (1).
Gestaltung: Ulrike Schmitzer

Ella Fitzgerald. First Lady of Song (1).
Gestaltung: Ute Maurnböck


23:00 Nachrichten


23:03 Zeit-Ton
Klangforum Wien scannt Bernhard Lang.
Gestaltung: Rainer Elstner

"Déjà vu" lautete das Motto eines Konzertes des Klangforum Wien im Wiener Konzerthaus. Neben Werken von Dieter Ammann und Ondrej Adámek wurde am 20. April 2017 eine Version von Bernhard Langs Projekt "Scan" aufgeführt. Dabei sind die Welten von Komposition und Improvisation miteinander in Bezug gesetzt und "in einen neuen Modus des musikalischen Gestaltens und Interagierens" eingebunden worden, wie Klangforum-Bassist Uli Fussenegger schreibt.

Ausgehend von zwei Werken Bernhard Langs werden in "Scan" horizontale und vertikale Schichten der beiden Werke isoliert, uminstrumentiert und musikalische neu gedeutet. Aus diesem neuen Material wird wiederum elektronisch wie akustisch rekomponiert und improvisiert.
 

*


Mittwoch, 03. Mai 2017


00:00 Nachrichten


00:05 Anklang
(Wiederholung von Dienstag, 10:05 Uhr).


01:00 Nachrichten


01:03 Die Ö1 Klassiknacht

dazw. 03:00 Uhr Nachrichten


05:00 Nachrichten


05:03 Guten Morgen Österreich


06:00 Frühjournal


06:10 Guten Morgen Österreich


06:56 Gedanken für den Tag
von Daniel Landau, Lehrer und Dirigent. "Hören und Zuhören".
Gestaltung: Alexandra Mantler

Klavier spielen konnte er schon, bevor er lesen und schreiben konnte. In den "Gedanken für den Tag" spricht der Lehrer und Dirigent Daniel Landau sehr persönlich über die Affinitäten zu Stimmen, zu Klang und Musik, auch über die Stille, über Hören und Gehört-Werden, über Zuhören als erste Kontaktaufnahme mit dem Du.

Daniel Landau ist Lehrer, Dirigent, Absolvent des Studiums der Betriebswirtschaft, in der Leitung eines Konservatoriums, ehemaliger Taxifahrer und Schauspieler, Mitinhaber eines Lokales, Bridgespieler aus Leidenschaft, Bildungsaktivist (Kämpfer für bessere Bildung für jedes Kind, insbesondere für mehr Chancengerechtigkeit für Kinder aus sozial benachteiligten Verhältnissen) und "Vernetzer".


07:00 Morgenjournal (I)
mit Kultur aktuell


07:33 Guten Morgen Österreich


07:52 Leporello


08:00 Morgenjournal (II)


08:20 Pasticcio


08:55 Vom Leben der Natur


09:00 Nachrichten


09:05 Radiokolleg – Wirtschaft und Kriminalität
Eine missliebige Verbindung (2).
Gestaltung: Christa Nebenführ

Der römische Gott Merkur verdankt seinen Namen dem lateinischen Wort für Ware: merx. Er gilt, wie der griechische Hermes, als Gott der Händler und der Diebe. Damit wurde schon in der Antike eine metaphorische Verbindung zwischen Wirtschaft und Kriminalität gezogen, die in den vergangenen Jahrzehnten zu einem geflügelten Wort geworden ist: Wirtschaftskriminalität.

Beginnt diese schon beim einfachen Ladendiebstahl oder erst, wenn einer größeren Anzahl von Personen durch Täuschung ein ökonomischer Schaden entsteht wie etwa im Fall von Anlegerbetrug? Neben relativ klar nachweisbaren Delikten wie Bilanzfälschung oder Steuerhinterziehung sind gegen Ende des vergangenen Jahrtausends vor allem die schwer nachzuweisenden Straftaten Korruption und Geldwäsche in den Fokus des öffentlichen Interesses gerückt.

Im Jahr 1998 startete die Internationale Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD mit der "Harmful Tax Competition" eine Initiative gegen schädlichen Steuerwettbewerb. Sie wandte sich gegen das Verfahren, Gewinne in Steueroasen zu transferieren und dadurch den Ländern in denen diese erzielt worden sind, Steuern zu entziehen. Als besonders großes Hindernis erwies sich dabei in der Vergangenheit das österreichische Bankgeheimnis.

Im Lichte dieser Paradigmenwechsel und der jüngsten Wirtschaftsskandale spitzt sich die Entwicklung auf eine Frage zu: Wird wirtschaftliches Handeln zunehmend krimineller oder kriminalisiert?


09:30 Radiokolleg – Die drei Leben des H.W.Franke
Portrait des Großmeisters der Science Fiction (2).
Gestaltung: Ulrike Schmitzer

Ein Mann mit drei Leben: Herbert W. Franke ist "Europäischer Großmeister der Science Fiction", ein Pionier der Computerkunst und ein anerkannter Höhlenforscher. Der gebürtige Wiener Franke gilt mit seinen 20 Romanen und 200 Kurzgeschichten als wichtigster Vertreter der deutschsprachigen "Hard Science Fiction" – jener Richtung der Science Fiction, die Wert auf wissenschaftliche Genauigkeit legt.

Der Physiker geht in seinen Büchern vor allem der Frage nach, wie die Technik unsere Gesellschaft in Zukunft verändern wird. Franke gilt auch als Pionier der Apparativen Kunst bzw Computerkunst. Mit seinen Experimenten mit Röntgen, Oszillographen oder ersten Computern läutete er eine neue Ära der Kunst ein.

Mit seinen Büchern wie "Die kybernetische Ästhetik" lieferte er die theoretische Grundlage für das neue Phänomen der Kunst, wurde Lehrbeauftragter an der Universität München und schließlich 1975 Mitbegründer der Ars Electronica in Linz. Franke ist aber auch als Höhlenforscher und Autor von Höhlenbüchern bekannt geworden. Er machte sich mit Entdeckungen und seinen spannenden Berichten schon früh den Abstieg in die Unterwelt populär. Ein Porträt von Ulrike Schmitzer.


09:45 Radiokolleg – Ella Fitzgerald
First Lady of Song (2).
Gestaltung: Ute Maurnböck

Ihr Improvisationstalent brachte sie nach ganz oben. Weil der damals 17jährigen Ella beim ersten Vortanzen die Knie so schlotterten, dass sie sich kaum auf den Beinen halten konnte, improvisierte sie: sie sang stattdessen ein Lied und wurde prompt als Sängerin engagiert. Als ihr Jahre später der Text von "Mack the Knife" bei einem Auftritt in Berlin nicht einfallen wollte, improvisierte sie wiederum: Oh Bobby Darin and Louis Armstrong
They made a record, oh but they did
And now Ella, Ella, and her fellas
We're making a wreck, what a wreck of Mack the Knife".

Das Leben der unprätentiösen, drei Oktaven umfassenden Stimmakrobatin gehörte der Musik. Sie interpretierte Songs auf eine Weise wie keine Jazzsängerin vor ihr, spielte Instrumente mithilfe ihrer Stimmbänder, scattete als eine der Ersten und bewegte sich musikalisch sicher zwischen den unterschiedlichsten Genres: von Bebop über Samba bis zum Hip Hop. Am 25. April jährte sich ihr Geburtstag zum 100. Mal.


09:57 Ö1 heute


10:00 Nachrichten


10:05 Anklang
mit Johannes Leopold Mayer. Zwischen Ballmusik und den "Letzten Dingen". Joseph Leopold Eybler: Streichquintett A-Dur op. 6 (Ensemble Concertant Frankfurt)

Der Haydnschüler Eybler war ein Komponist für alle Anlässe. Er vertonte einen Oratorienstoff über "Die letzten Dinge", welcher ursprünglich seinem Lehrer zugedacht war, er war zuständig für die Ballmusik bei kaiserlichen Tanzunterhaltungen und letztlich sogar Hofkapellmeister. Er war Virtuose auf der Orgel, Hornist und Bratschist und letzterem Instrument hat er interessante klangliche Aufgaben gestellt. Im A-Dur Quintett verlangt er etwa zwei Bratschen und als tiefste Stimme einen Kontrabass.


11:00 Nachrichten


11:05 Radiogeschichten
"Auf der Heimfahrt". Von Zoe Jenny. Es liest Matthias Mamedof.
Gestaltung: Stefanie Zussner

Jane und Tom sind mit ihrem Vater unterwegs zum Camping. Es ist das erste Mal, dass ihre Mutter in den Ferien nicht mit dabei ist. Tom hat in den Nächten davor oft wütende und laute Stimmen aus dem Elternschlafzimmer gehört. Während die kleine Schwester jeden Abend erschöpft vom Spielen am Strand sofort einschläft, kann Tom nicht schlafen und lauscht den Nachtgeräuschen. Er beobachtet den Vater beim Heimkommen von der Bar, und in einer Nacht erlebt Tom etwas, das alles verändert.

Die 1974 in Basel geborene Schriftstellerin Zoe Jenny feierte mit ihrem ersten Roman "Das Blütenstaubzimmer" (1997) einen großen Erfolg: er wurde weltweit in 27 Sprachen übersetzt und zum Bestseller. Es folgten ausgedehnte Vortragsreisen und weitere Romane. Zoe Jenny war als Kolumnistin für Die Zeit, die Financial Times und die Schweizer Illustrierte tätig. Mit "Spätestens morgen" erschien 2013 Zoe Jennys erster Erzählband.


11:25 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11:30 Des Cis


11:57 Ö1 heute


12:00 Mittagsjournal
mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13:00 Punkt eins


13:55 Wissen aktuell


14:00 Nachrichten


14:05 Das Ö1 Konzert
London Symphony Orchestra, Dirigentin Susanna Mälkki; Christian Tetzlaff, Violine. Johannes Brahms: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 77 * Richard Strauss: Also sprach Zarathustra op. 30 (Tondichtung frei nach Friedrich Nietzsche); (aufgenommen am 15. März in der Barbican Hall, London).
Präsentation: Peter Kislinger


15:30 Moment – Leben heute


15:55 Rudi! Radio für Kinder


16:00 Nachrichten


16:05 Praxis – Religion und Gesellschaft


16:40 Radiodoktor – das Ö1 Gesundheitsmagazin


16:55 Digital.Leben


17:00 Journal um fünf


17:09 Kulturjournal


17:30 Spielräume
Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa. C'era una volta … Auch Italien schrieb 1967 Popgeschichte

Am 6. Jänner 1967 sendet das zweite Radioprogramm der RAI, das heutige Radio Due, die allererste italienische Hitparade, die von da an wöchentlich bis 1976 die Titellieder der meistverkauften Singles präsentierte. Die ersten drei Plätze nannte der legendäre Moderator Lelio Luttazzi "den Olymp".

An dritter Stelle des Olymp lag in dieser ersten Woche die aktuelle Single von Gianni Morandi. Aber Luttazzi durfte nur die B-Seite auflegen, die Ausstrahlung der erfolgreichen A-Seite, ein Anti-Kriegslied mit ungewöhnlich langem Titel, war von der Zensur verboten.
Mehr Zeitgeist als in "C'era una volta un ragazzo che come me amava i Beatles e i Rolling Stones" lässt sich in drei Minuten kaum packen.

1967 ist auch das Jahr, in dem sich der bedeutende Cantautore Luigi Tenco das Leben nahm, weil er mit seinem Lied "Ciao amore, ciao" nicht das Finale des San Remo-Festivals erreichte. Weit in die Zukunft wiesen damals dafür zwei Schallplattendebüts:

Francesco Guccini veröffentlichte im März sein Album "Folk beat N.1", mit sparsamen Arrangements behandelt er Themen wie den Holocaust ("Auschwitz"), Selbstmord, Krieg, die Atombombe, soziale Ungerechtigkeit - der Kassenerfolg war mehr als bescheiden.

1967 hat aber auch der mit Sicherheit einflussreichste Cantautore, Fabrizio de André, seine erste LP veröffentlicht: "Volume I" Sie beginnt mit "Preghiera in gennaio" ("Gebet im Jänner"), das er auf den Tod seines Freundes Luigi Tenco geschrieben hat. Volume I beinhaltet auch eines seiner bekanntesten Lieder, heute ist es ein Klassiker: "Bocca di Rosa".


17:55 Betrifft: Geschichte
Blumenhändler, Lumpensammler, Schuhputzer. Selbstständig Erwerbstätige in der Zwischenkriegszeit. Mit Sigrid Wadauer, Institut für Wirtschafts-und Sozialgeschichte der Universität Wien.
Gestaltung: Isabelle Engels

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Zahl selbstständig Erwerbstätiger in Österreich tendenziell rückläufig und die unselbstständige Lohnarbeit im Vormarsch. Doch verschwunden waren die kleinen Verkäufer, Dienstleister und Handwerker keinesfalls – bot dies doch die Chance, trotz herrschender hoher Arbeitslosigkeit einen redlichen Erwerb zu finden.

Sich selbstständig zu machen war dabei alles andere als einfach, wie der Schriftverkehr zwischen Antragstellern und Behörden veranschaulicht. Das Verfahren für manche Bewilligungen, z.B. für Schuhputzer, konnte sich über viele Monate hinziehen. Gewerbe, die ohne Geschäftslokal und stabilen Standort an wechselnden Orten ausgeübt wurden, waren höchst umstritten.

Von den stabilen Gewerbetrieben wurden sie als Konkurrenz betrachtet. Aufgrund ihrer oft geringen Einträglichkeit wurde den selbstständig Erwerbstätigen oft unterstellt, doch eher auf eine Vermeidung von Arbeit aus zu sein. In diese Ablehnung mischten sich oft antisemitische und fremdenfeindliche Töne.

Gegen solche Diffamierungen und die zahlreichen Versuche der Einschränkung oder Abschaffung versuchten sich Wanderhändler und -gewerbetreibende zur Wehr zu setzen. Sie verwiesen auf die Nützlichkeit ihrer Tätigkeiten und darauf, dass sie keine andere Möglichkeit hätten, sich und ihren Familie eine Existenz zu sichern.

Durch die Erosion der "Normalarbeit" und die Zunahme an neuen Selbstständigen und prekär Beschäftigten in den vergangenen Jahrzehnten, vor allem aber auch durch eine Globalgeschichte der Arbeit erlangen solche Formen von Arbeit auch in der historischen Forschung, von der sie bislang nur am Rande beachtet wurden, wieder größere Aufmerksamkeit.


18:00 Abendjournal


18:25 Journal-Panorama


18:55 Religion aktuell


19:00 Nachrichten


19:05 Dimensionen – die Welt der Wissenschaft
Das GPS im Gehirn.
Oder: Wie funktioniert die menschliche Orientierung?
Von Anna Masoner

Dank GPS kommen wir heute in einer unbekannten Stadt ohne Probleme von A nach B. Doch was das Smartphone oder das Navi kann, schaffen Menschen und Tiere schon lange. Doch wie orientieren wir uns und finden an unser Ziel? Das Gehirn von Säugetieren verfügt über ein äußerst ausgefeiltes Orientierungssystem. Ähnlich wie das GPS in Handys und Navigationsgeräten bestimmt es, wo wir uns befinden und wohin wir uns bewegen.

Zuständig sind dafür hochspezialisierte Zellen im Gehirn. Und die kennt man noch nicht so lange. Für die Entdeckung und Erforschung der sogenannten Orts- und Gitterzellen erhielten 2014 drei Neurowissenschaftler den Nobelpreis für Medizin. Von den aufwändigen Positionsberechnungen in unserem Gehirn bekommen wir normalerweise nichts mit. Erst wenn wir uns verlaufen oder unser Orientierungssinn durch Krankheiten leidet, merken wir, wie wichtig das neuronale Hirn-Navi für unseren Alltag ist.


19:30 Alte Musik – neu interpretiert
präsentiert von Bernhard Trebuch. "Méditation" – Johann Jakob Froberger zum 350. Todestag

Er war der erste reisende Claviervirtuose des Abendlandes: Johann Jakob Froberger – vor 350 Jahren Schloss Héricourt bei Montbéliard (Frankreich) gestorben – beeindruckte er mit seinem Spiel die High Society in Wien, Rom, London und Paris. Die Vielfalt seiner Werke im französischen oder italienischen Stil stellt auch heute noch eine Herausforderung an die Inter-preten dar.


21:00 Salzburger Nachtstudio
Die andere Seite.
Gestaltung: Elisabeth J Nöstlinger

Perle heißt die Stadt im Reich der Phantasie, in Alfred Kubins Roman. Geschrieben hat ihn der bedeutende Illustrator während einer Schaffenskrise. Entstanden ist ein Werk über ein Traumreich, das in Wirklichkeit ein Überwachungsstaat ist. Gut und Böse sind darin nicht zu unterscheiden, nicht was richtig und falsch ist.

Die literarische und zeichnerische Übertragung von Träumen in eine fiktive Realität zeigt was es bedeutete, würden Träume Wirklichkeit. Die Perle ist weiß und schwarz zugleich. Philosophisch und kulturwissenschaftlich betrachtet, hat die Auseinandersetzung mit "der anderen Seite" nichts an Aktualität eingebüßt; nichts der Krieg des Bösen gegen das Gute wie im Überwachungsstaat des absoluten Herr des Traumreichs Claus Patera.

Manchmal stellt sich heraus, dass das eine vom anderen nicht zu unterscheiden noch zu trennen ist. Elisabeth J. Nöstlinger analysiert mit Thomas Macho, Klaus Albrecht Schröder, Gabriele Sorgo und Elisabeth Bronfen, dem Komponisten der Oper "Die andere Seite" Michael Obst und dem Librettisten Hermann Schneider "Die andere Seite" im Roman von Alfred Kubin und in unserer Welt.


21:55 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22:00 Nachtjournal


22:08 Radiokolleg
Wirtschaft und Kriminalität. Eine missliebige Verbindung (2).
Gestaltung: Christa Nebenführ

Die drei Leben des H.W.Franke. Portrait des Großmeisters der Science Fiction (2).
Gestaltung: Ulrike Schmitzer

Ella Fitzgerald. First Lady of Song (2).
Gestaltung: Ute Maurnböck


23:00 Nachrichten


23:03 Zeit-Ton
Zeit-Ton Magazin. Rückblick, Vorschau und aktuelle Veröffentlichungen.
Gestaltung: Marlene Schnedl
 

*


Donnerstag, 04. Mai 2017


00:00 Nachrichten


00:05 Anklang
(Wiederholung von Mittwoch, 10:05 Uhr).


01:00 Nachrichten


01:03 Die Ö1 Klassiknacht

dazw. 03:00 Uhr Nachrichten


05:00 Nachrichten


05:03 Guten Morgen Österreich


06:00 Frühjournal


06:10 Guten Morgen Österreich


06:56 Gedanken für den Tag
von Daniel Landau, Lehrer und Dirigent. "Hören und Zuhören".
Gestaltung: Alexandra Mantler

Klavier spielen konnte er schon, bevor er lesen und schreiben konnte. In den "Gedanken für den Tag" spricht der Lehrer und Dirigent Daniel Landau sehr persönlich über die Affinitäten zu Stimmen, zu Klang und Musik, auch über die Stille, über Hören und Gehört-Werden, über Zuhören als erste Kontaktaufnahme mit dem Du.

Daniel Landau ist Lehrer, Dirigent, Absolvent des Studiums der Betriebswirtschaft, in der Leitung eines Konservatoriums, ehemaliger Taxifahrer und Schauspieler, Mitinhaber eines Lokales, Bridgespieler aus Leidenschaft, Bildungsaktivist (Kämpfer für bessere Bildung für jedes Kind, insbesondere für mehr Chancengerechtigkeit für Kinder aus sozial benachteiligten Verhältnissen) und "Vernetzer".


07:00 Morgenjournal (I)
mit Kultur aktuell


07:33 Guten Morgen Österreich


07:52 Leporello


08:00 Morgenjournal (II)


08:20 Pasticcio


08:55 Vom Leben der Natur


09:00 Nachrichten


09:05 Radiokolleg – Wirtschaft und Kriminalität
Eine missliebige Verbindung (3).
Gestaltung: Christa Nebenführ

Der römische Gott Merkur verdankt seinen Namen dem lateinischen Wort für Ware: merx. Er gilt, wie der griechische Hermes, als Gott der Händler und der Diebe. Damit wurde schon in der Antike eine metaphorische Verbindung zwischen Wirtschaft und Kriminalität gezogen, die in den vergangenen Jahrzehnten zu einem geflügelten Wort geworden ist: Wirtschaftskriminalität.

Beginnt diese schon beim einfachen Ladendiebstahl oder erst, wenn einer größeren Anzahl von Personen durch Täuschung ein ökonomischer Schaden entsteht wie etwa im Fall von Anlegerbetrug? Neben relativ klar nachweisbaren Delikten wie Bilanzfälschung oder Steuerhinterziehung sind gegen Ende des vergangenen Jahrtausends vor allem die schwer nachzuweisenden Straftaten Korruption und Geldwäsche in den Fokus des öffentlichen Interesses gerückt.

Im Jahr 1998 startete die Internationale Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD mit der "Harmful Tax Competition" eine Initiative gegen schädlichen Steuerwettbewerb. Sie wandte sich gegen das Verfahren, Gewinne in Steueroasen zu transferieren und dadurch den Ländern in denen diese erzielt worden sind, Steuern zu entziehen. Als besonders großes Hindernis erwies sich dabei in der Vergangenheit das österreichische Bankgeheimnis.

Im Lichte dieser Paradigmenwechsel und der jüngsten Wirtschaftsskandale spitzt sich die Entwicklung auf eine Frage zu: Wird wirtschaftliches Handeln zunehmend krimineller oder kriminalisiert?


09:30 Radiokolleg – Die drei Leben des H.W.Franke
Portrait des Großmeisters der Science Fiction (3).
Gestaltung: Ulrike Schmitzer

Ein Mann mit drei Leben: Herbert W. Franke ist "Europäischer Großmeister der Science Fiction", ein Pionier der Computerkunst und ein anerkannter Höhlenforscher. Der gebürtige Wiener Franke gilt mit seinen 20 Romanen und 200 Kurzgeschichten als wichtigster Vertreter der deutschsprachigen "Hard Science Fiction" – jener Richtung der Science Fiction, die Wert auf wissenschaftliche Genauigkeit legt.

Der Physiker geht in seinen Büchern vor allem der Frage nach, wie die Technik unsere Gesellschaft in Zukunft verändern wird. Franke gilt auch als Pionier der Apparativen Kunst bzw Computerkunst. Mit seinen Experimenten mit Röntgen, Oszillographen oder ersten Computern läutete er eine neue Ära der Kunst ein.

Mit seinen Büchern wie "Die kybernetische Ästhetik" lieferte er die theoretische Grundlage für das neue Phänomen der Kunst, wurde Lehrbeauftragter an der Universität München und schließlich 1975 Mitbegründer der Ars Electronica in Linz. Franke ist aber auch als Höhlenforscher und Autor von Höhlenbüchern bekannt geworden. Er machte sich mit Entdeckungen und seinen spannenden Berichten schon früh den Abstieg in die Unterwelt populär. Ein Porträt von Ulrike Schmitzer.


09:45 Radiokolleg – Ella Fitzgerald
First Lady of Song (3).
Gestaltung: Ute Maurnböck

Ihr Improvisationstalent brachte sie nach ganz oben. Weil der damals 17jährigen Ella beim ersten Vortanzen die Knie so schlotterten, dass sie sich kaum auf den Beinen halten konnte, improvisierte sie: sie sang stattdessen ein Lied und wurde prompt als Sängerin engagiert. Als ihr Jahre später der Text von "Mack the Knife" bei einem Auftritt in Berlin nicht einfallen wollte, improvisierte sie wiederum:
Oh Bobby Darin and Louis Armstrong
They made a record, oh but they did
And now Ella, Ella, and her fellas
We're making a wreck, what a wreck of Mack the Knife".

Das Leben der unprätentiösen, drei Oktaven umfassenden Stimmakrobatin gehörte der Musik. Sie interpretierte Songs auf eine Weise wie keine Jazzsängerin vor ihr, spielte Instrumente mithilfe ihrer Stimmbänder, scattete als eine der Ersten und bewegte sich musikalisch sicher zwischen den unterschiedlichsten Genres: von Bebop über Samba bis zum Hip Hop. Am 25. April jährte sich ihr Geburtstag zum 100. Mal.


09:57 Ö1 heute


10:00 Nachrichten


10:05 Anklang
90 Jahre John Kander. Erster Teil.
Gestaltung: Helmut Jasbar

John Kander? Gemeinsam mit Fred Ebb, der die Texte schrieb, hat Komponist John Kander Filmgeschichte geschrieben. 1977 entstand der Song "New York, New York" für den gleichnamigen Film von Martin Scorsese. Liza Minnelli wurde mit ihrer Interpretation im Film zur amerikanischen Ikone und Frank Sinatra machte ihn zu einem Welthit.

Noch heute ist dieses Stück untrennbar mit New York verbunden. Das Team Ebb und Kander waren, so könnte man es ausdrücken, Hausautoren von Liza Minelli. Sie schrieben Songs für ihre Bühnen- und Fernsehshows und - unvergesslich bis heute – die Musik zu Cabaret. Alles Gute zum Geburtstag, John Kander!


11:00 Nachrichten


11:05 Radiogeschichten
"Utopia". Von Ahmed Khaled Towfik. Aus dem Arabischen von Christine Battermann. Es liest Wolfram Berger.
Gestaltung: Friederike Raderer

Man schreibt das Jahr 2023. Die ägyptische Oberschicht lebt in abgeschotteten Luxusresorts an der Küste, die Anderen bleiben selbst als Bedienstete dieser Splendid Isolation unsichtbar. Während sich die meisten der Jugendlichen die goldene Langeweile mit Sex und Drogen versüßen, haben einige wenige eine weit spannendere Freizeitbeschäftigung entdeckt: sie gehen auf die Jagd. Das Revier: die Elendsquartiere. Die Beute: die Anderen.


11:25 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11:30 Des Cis


11:57 Ö1 heute


12:00 Mittagsjournal
mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13:00 Punkt eins


13:55 Wissen aktuell


14:00 Nachrichten


14:05 Stimmen hören
mit Chris Tina Tengel.
Very british – très exquisite: die vielen Facetten der Sopranistin Felicity Lott

Mit dem "Gräfinnen"-Repertoire bei Mozart und Strauss in London und Glyndebourne, ergänzt durch einige Opernpartien des "modernen" und "interessanten" Repertoires, erreichte die Karriere der demnächst 70-jährigen Felicity Lott schon rund um 1980 in London und Glyndebourne erste Höhepunkte. Was danach alles noch folgen sollte, war nicht abzusehen: eine bis heute anhaltende Lied-Interpretinnen-Karriere, mit Schubert/Schumann/Wolf/Brahms, vor allem aber mit britischen und französischen Spezialitäten von Lord Berners bis Britten, von Chabrier bis Poulenc. Ferner gewagt-Operettiges von Offenbach, dosiert auch Alte Musik, insgesamt also alles, was eine Künstlerin, der auch stimmlich jede Neigung zur "Schwere" abgeht, glänzen lässt.


15:30 Moment – Leben heute


15:55 Rudi! Radio für Kinder


16:00 Nachrichten


16:05 Radiodoktor – Medizin und Gesundheit


16:40 Die Ö1 Kinderuni
Was uns Knochen verraten. Anthropologische Forschungen am menschlichen Skelett.
Gestaltung: Isabelle Engels

Wenn bei archäologischen Ausgrabungen oder bei Bauarbeiten zufällig Knochen in der Erde gefunden werden, kommen Anthropologen zum Zug. Anthropologie ist die Wissenschaft vom Menschen. Diese Forscher müssen zunächst einmal klären, ob es sich um tierische und menschliche Überreste handelt. Und ob diese Knochen schon Jahrhunderte lang in der Erde lagen oder erst seit wenigen Jahren.

Weist das Skelett Verletzungen auf, können Anthropologen auch dazu beitragen, Verbrechen aufzuklären. Wenn Kleidung und Haar schon verrottet und nur mehr die Knochen übrig sind, ist es dann möglich zu erkennen, welches Geschlecht dieser Mensch hatte? Wenn – anders als z.B. bei der Gletschermumie Ötzi – kein Mageninhalt mehr untersucht werden kann: Wie lässt sich dann sagen, ob dieser Mensch Vegetarier/in war?

Und was verraten die Schädelverletzungen von Gladiatoren über die eingesetzten Waffen? Die Ö1-Kinderunireporter Felix, Valens, Laurin, Noah und Maurice haben nachgefragt – bei der Anthropologin Barbara Rendl vom Department für Gerichtsmedizin der Medizinischen Universität Wien.


16:55 Digital.Leben


17:00 Journal um fünf


17:09 Kulturjournal


17:30 Spielräume
Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. Gulda wird Golowin

Es war im Sommer 1967, als Friedrich Gulda und sein Jazztrio mit einem bis dato völlig unbekannten Sänger namens Albert Golowin eigenkomponierte Wienerlieder auf Platte aufnahmen: Erst Jahre später sollte bekannt werden, dass es sich bei Golowin und Gulda um ein und dieselbe Person handelte.

50 Jahre später ist das Album "Wann i geh'" weitaus mehr als ein Schelmenstreich des musikalischen "Enfant terrible", das Musikjournalisten gerne an der Nase herumführte. Guldas "Golowinlieder" kommt heute der Status eines amüsanten, originellen Vorläufers der österreichischen Dialektwelle zu, die kurze Zeit später im Austropop manifest wurde.


17:55 Betrifft: Geschichte
Blumenhändler, Lumpensammler, Schuhputzer. Selbstständig Erwerbstätige in der Zwischenkriegszeit. Mit Sigrid Wadauer, Institut für Wirtschafts-und Sozialgeschichte der Universität Wien.
Gestaltung: Isabelle Engels

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Zahl selbstständig Erwerbstätiger in Österreich tendenziell rückläufig und die unselbstständige Lohnarbeit im Vormarsch. Doch verschwunden waren die kleinen Verkäufer, Dienstleister und Handwerker keinesfalls – bot dies doch die Chance, trotz herrschender hoher Arbeitslosigkeit einen redlichen Erwerb zu finden.

Sich selbstständig zu machen war dabei alles andere als einfach, wie der Schriftverkehr zwischen Antragstellern und Behörden veranschaulicht. Das Verfahren für manche Bewilligungen, z.B. für Schuhputzer, konnte sich über viele Monate hinziehen. Gewerbe, die ohne Geschäftslokal und stabilen Standort an wechselnden Orten ausgeübt wurden, waren höchst umstritten.

Von den stabilen Gewerbetrieben wurden sie als Konkurrenz betrachtet. Aufgrund ihrer oft geringen Einträglichkeit wurde den selbstständig Erwerbstätigen oft unterstellt, doch eher auf eine Vermeidung von Arbeit aus zu sein. In diese Ablehnung mischten sich oft antisemitische und fremdenfeindliche Töne.

Gegen solche Diffamierungen und die zahlreichen Versuche der Einschränkung oder Abschaffung versuchten sich Wanderhändler und -gewerbetreibende zur Wehr zu setzen. Sie verwiesen auf die Nützlichkeit ihrer Tätigkeiten und darauf, dass sie keine andere Möglichkeit hätten, sich und ihren Familie eine Existenz zu sichern.

Durch die Erosion der "Normalarbeit" und die Zunahme an neuen Selbstständigen und prekär Beschäftigten in den vergangenen Jahrzehnten, vor allem aber auch durch eine Globalgeschichte der Arbeit erlangen solche Formen von Arbeit auch in der historischen Forschung, von der sie bislang nur am Rande beachtet wurden, wieder größere Aufmerksamkeit.


18:00 Abendjournal


18:25 Journal-Panorama


18:55 Religion aktuell


19:00 Nachrichten


19:05 Dimensionen – die Welt der Wissenschaft
Die Zirkulation der Leidenschaften.
Ein Porträt des französischen Soziologen Michel Maffesoli.
Von Nikolaus Halmer

Michel Maffesoli gilt als Enfant terrible der französischen Soziologie. Sein Forschungsgebiet bezieht gesellschaftliche Randzonen mit ein, die von der universitären Soziologe sonst kaum betreten werden. Für ihn zählen konkrete Erfahrungen, die er bei Rave Parties, in Diskotheken oder bei Demonstrationen macht. Diese Intensitätserlebnisse sind für Maffesoli das "Erdbebenhafte der menschlichen Lustempfindung".

In seinem gesamten Werk attackiert Maffesoli das Nützlichkeitsdenken und den Produktivitätswahn der klassischen kapitalistischen Ökonomie. Sie kenne nur – so lautet sein Vorwurf – den Erhalt und die Ausweitung des vorhandenen Reichtums und einen gemäßigten, kontrollierten Verbrauch. Diesem "produktiven Verbrauch", der zur Erhaltung des Lebens notwendig ist, stellt Maffesoli den hemmungslosen Orgiasmus dionysischer Erfahrungen gegenüber.

Der Soziologe des Dionysischen plädiert für eine Transformation der homogenen, profanen Gesellschaft in eine orgiastische Form des Zusammenlebens. An die Stelle "des prometheischen Lichtregimes", das auf die Epoche der Aufklärung zurückzuführen ist, so Maffesoli – trete das "dionysische Schattenreich", in der "eine Zirkulation der Leidenschaften" erfolgt.


19:30 Das Ö1 Konzert
Baujahr 67 – Eine Ö1 Zeitreise. Werke aus 1967: Von Cerha über Schwertsik zu Zykan bis Haubenstock-Ramati.
Gestaltung: Christian Scheib


21:00 Im Gespräch
"Jeder Schriftsteller ist ein Grenzgänger" – Renata Schmidtkunz im Gespräch mit dem Schriftsteller Claudio Magris

Was Claudio Magris, den 1939 in Triest geborenen italienischen Schriftsteller auszeichnet, ist sein ungebrochener Glaube an die Macht der Kultur und der Vernunft. Seit seinen Studententagen beschäftigt sich der 2006 emeritierte Professor für moderne deutschsprachige Literatur an der Universität Triest mit dem Erbe des Habsburgerreiches in Literatur, Kultur und Mentalität der Länder, die einst in diesem großen Reich zusammengehörten.

Inspiriert von der Geschichte des Dreiländer-Ecks Österreich – Italien - Slowenien thematisiert er in seinen unzähligen Kolumnen und literarischen Werken Grenzen in jeder Form. Gestützt auf eine wahre Geschichte, hat Claudio Magris in seinem neuen Roman "Verfahren eingestellt" ein gewaltiges Epos über die Grausamkeit des Krieges und die Kraft des Vergessens geschrieben.

Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz warnt der überzeugte Europäer vor den Gefahren des Vergessens als Wurzel für zukünftige Kriege.


21:55 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22:00 Nachtjournal


22:08 Radiokolleg
Wirtschaft und Kriminalität. Eine missliebige Verbindung (3).
Gestaltung: Christa Nebenführ

Die drei Leben des H.W.Franke. Portrait des Großmeisters der Science Fiction (3).
Gestaltung: Ulrike Schmitzer

Ella Fitzgerald. First Lady of Song (3).
Gestaltung: Ute Maurnböck


23:00 Nachrichten


23:03 Zeit-Ton
Zeit-Ton Porträt. Nicolas Jaar. Feuerwerke der Melancholie.
Gestaltung: Stefan Trischler

Auf seiner kürzlich erschienenen zweiten Platte "Sirens" arbeitet Nicolas Jaar mittels zerhackter Sounds und Beats die politische Geschichte von Chile auf, wo seine Eltern herstammen und er selbst Teile seiner Kindheit verbrachte. In diesem Zeit-Ton Porträt werfen wir aber auch einen Blick zurück auf die überaus produktive Karriere des erst 27-jährigen Musikers mit Wohnsitz New York. Eher tanzflächen-orientierte Arbeiten kommen dabei ebenso zu Tage, wie experimentelle Sound-Collagen, wo der verfremdete Klang von Feuerwerkskörpern auf melancholische Synthesizer trifft.
 

*


Freitag, 05. Mai 2017


00:00 Nachrichten


00:05 Anklang
(Wiederholung von Donnerstag, 10:05 Uhr).


01:00 Nachrichten


01:03 Die Ö1 Klassiknacht

dazw. 03:00 Uhr Nachrichten


05:00 Nachrichten


05:03 Guten Morgen Österreich


06:00 Frühjournal


06:10 Guten Morgen Österreich


06:56 Gedanken für den Tag
von Daniel Landau, Lehrer und Dirigent. "Hören und Zuhören".
Gestaltung: Alexandra Mantler

Klavier spielen konnte er schon, bevor er lesen und schreiben konnte. In den "Gedanken für den Tag" spricht der Lehrer und Dirigent Daniel Landau sehr persönlich über die Affinitäten zu Stimmen, zu Klang und Musik, auch über die Stille, über Hören und Gehört-Werden, über Zuhören als erste Kontaktaufnahme mit dem Du.

Daniel Landau ist Lehrer, Dirigent, Absolvent des Studiums der Betriebswirtschaft, in der Leitung eines Konservatoriums, ehemaliger Taxifahrer und Schauspieler, Mitinhaber eines Lokales, Bridgespieler aus Leidenschaft, Bildungsaktivist (Kämpfer für bessere Bildung für jedes Kind, insbesondere für mehr Chancengerechtigkeit für Kinder aus sozial benachteiligten Verhältnissen) und "Vernetzer".


07:00 Morgenjournal (I)
mit Kultur aktuell


07:33 Guten Morgen Österreich


07:52 Leporello


08:00 Morgenjournal (II)


08:20 Pasticcio


08:55 Vom Leben der Natur


09:00 Nachrichten


09:05 Kontext – Sachbücher und Themen
Redaktion: Wolfgang Ritschl


09:42 Saldo – das Ö1 Wirtschaftsmagazin


09:57 Ö1 heute


10:00 Nachrichten


10:05 Intrada
Österreichs Musizierende im Porträt. Eröffnung exil.arte Zentrum der Musikuniversität Wien * 200 Jahre KUG – 200 Jahre KUG-Archiv * Buchrezension – "Die Cembalistin Isolde Ahlgrimm" von Regula Winkelman und Peter Watchorn.
Präsentation: Irene Suchy


11:00 Nachrichten


11:05 Radiogeschichten – Neue Literatur aus Österreich
In 19 Passagen erzählt der Autor Lebensgeschichten von Heiligen.

Nachweisbare Spuren fließen dabei mit literarischen Kunstgriffen zusammen, und das Althergebrachte und Wundersame kommt in Verbindung mit Stilmitteln der experimentellen Literatur.
In diesem schmalen Bändchen erfährt man Abseitiges und Wissenswertes über Heilige und Heiliges: die Kleiderordnung der Muttergottes wird ebenso auseinandergesetzt wie die Formen und Klänge der Glocken. Originelle Details aus Kunstgeschichte und Brauchtum speist Bodo Hell seiner unverwechselbaren Dichtungsmaschine ein.

Bodo Hell wurde 1943 in Salzburg geboren. Er studierte am Salzburger Mozarteum (Orgel), an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien (Film und Fernsehen) sowie an der Universität Wien (Philosophie, Germanistik, Geschichte). Er lebt heute als Dichter, Essayist und Künstler in Wien, im Sommer als Senner auf einer steirischen Alm am Dachstein.


11:25 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11:30 Des Cis


11:57 Ö1 heute


12:00 Mittagsjournal
mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13:00 Punkt eins


13:55 Wissen aktuell


14:00 Nachrichten


14:05 Ausgewählt
mit Hans Georg Nicklaus. Der Vergleich schärft die Sinne! Das Abenteuer Interpretation aus dem "Apropos Musik" am Mittwoch ist auf den Freitag Nachmittag gewandert – und eine halbe Stunde länger! Die erste Freitag-Nachmittag-Verkostung ist dem 70. Geburtstag von Philippe Herreweghe und dem 25-jährigen Bestehen des Orchestre des Champs Élysées gewidmet.

Als Philippe Herreweghe mit 23 Jahren (1970) in seiner Heimatstadt Gent das Collegium Vocale gründete, da galt seine Leidenschaft vor allem der Vokalmusik des 17. und 18. Jahrhunderts. Inzwischen ist der erfolgreiche Pionier der historisch informierten Aufführungspraxis Leiter einiger großer Orchester, allen voran des 1991 gegründeten Orchestre des Champs Élysées, mit dem er die Musik des 18. Jahrhunderts längst verlassen hat und sich bei Schubert, Schumann, Bruckner, Brahms und Mahler sichtlich wohlfühlt.

Was passiert aber wenn sich Spezialisten der Alten Musik (wie auch Norrington, Gardiner oder Harnoncourt) der Klangwelt der Romantik nähern mit ihren großen Orchestern und ihrem oft mächtigen "sound"? Zum Jubiläum von beiden – dem Orchester und seinem Dirigenten – legt Herreweghes eigenes Label "Phi" eine Brahms-CD vor, mit unter anderem der beliebten 4. Symphonie. Ausgewählt vergleicht die Aufnahmen und Auffassungen: Herreweghe z.B. im Vergleich mit dem ganz konträren Naturell eines Christian Thielemann.


15:30 Moment – Kulinarium


15:55 Schon gehört?
Tipps für Klein und Groß.


16:00 Nachrichten


16:05 Da capo: Im Gespräch
"Jeder Schriftsteller ist ein Grenzgänger" – Renata Schmidtkunz im Gespräch mit dem Schriftsteller Claudio Magris

Was Claudio Magris, den 1939 in Triest geborenen italienischen Schriftsteller auszeichnet, ist sein ungebrochener Glaube an die Macht der Kultur und der Vernunft. Seit seinen Studententagen beschäftigt sich der 2006 emeritierte Professor für moderne deutschsprachige Literatur an der Universität Triest mit dem Erbe des Habsburgerreiches in Literatur, Kultur und Mentalität der Länder, die einst in diesem großen Reich zusammengehörten.

Inspiriert von der Geschichte des Dreiländer-Ecks Österreich – Italien - Slowenien thematisiert er in seinen unzähligen Kolumnen und literarischen Werken Grenzen in jeder Form. Gestützt auf eine wahre Geschichte, hat Claudio Magris in seinem neuen Roman "Verfahren eingestellt" ein gewaltiges Epos über die Grausamkeit des Krieges und die Kraft des Vergessens geschrieben.

Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz warnt der überzeugte Europäer vor den Gefahren des Vergessens als Wurzel für zukünftige Kriege.


17:00 Journal um fünf


17:09 Kulturjournal


17:30 Spielräume
Musik aus allen Richtungen mit Wolfgang Schlag. Take me back to Gotham City. Die musikalischen Kuriositäten des Jahres 1967

Das ins Verrückte aufsteigende Streicher-Crescendo am Ende von "A Day in the Life" der Beatles bewies 1967, dass die einzige Grenze in der Popmusik jene ist, die man sich selbst auferlegt. Das Jahr wurde zu einem der großen Experimente zwischen Pop-Poetry, Rock und einer schrillen Collage aus Alltagskultur und Avantgarde.

U.a. mit The Beatles, Liverpool Scene, The Deviants, Bonzo Dog Band, Hapshash and The Coloured Tone


17:55 Betrifft: Geschichte
Blumenhändler, Lumpensammler, Schuhputzer. Selbstständig Erwerbstätige in der Zwischenkriegszeit. Mit Sigrid Wadauer, Institut für Wirtschafts-und Sozialgeschichte der Universität Wien.
Gestaltung: Isabelle Engels

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Zahl selbstständig Erwerbstätiger in Österreich tendenziell rückläufig und die unselbstständige Lohnarbeit im Vormarsch. Doch verschwunden waren die kleinen Verkäufer, Dienstleister und Handwerker keinesfalls – bot dies doch die Chance, trotz herrschender hoher Arbeitslosigkeit einen redlichen Erwerb zu finden.

Sich selbstständig zu machen war dabei alles andere als einfach, wie der Schriftverkehr zwischen Antragstellern und Behörden veranschaulicht. Das Verfahren für manche Bewilligungen, z.B. für Schuhputzer, konnte sich über viele Monate hinziehen. Gewerbe, die ohne Geschäftslokal und stabilen Standort an wechselnden Orten ausgeübt wurden, waren höchst umstritten.

Von den stabilen Gewerbetrieben wurden sie als Konkurrenz betrachtet. Aufgrund ihrer oft geringen Einträglichkeit wurde den selbstständig Erwerbstätigen oft unterstellt, doch eher auf eine Vermeidung von Arbeit aus zu sein. In diese Ablehnung mischten sich oft antisemitische und fremdenfeindliche Töne.

Gegen solche Diffamierungen und die zahlreichen Versuche der Einschränkung oder Abschaffung versuchten sich Wanderhändler und -gewerbetreibende zur Wehr zu setzen. Sie verwiesen auf die Nützlichkeit ihrer Tätigkeiten und darauf, dass sie keine andere Möglichkeit hätten, sich und ihren Familie eine Existenz zu sichern.

Durch die Erosion der "Normalarbeit" und die Zunahme an neuen Selbstständigen und prekär Beschäftigten in den vergangenen Jahrzehnten, vor allem aber auch durch eine Globalgeschichte der Arbeit erlangen solche Formen von Arbeit auch in der historischen Forschung, von der sie bislang nur am Rande beachtet wurden, wieder größere Aufmerksamkeit.


18:00 Abendjournal


18:20 Europa-Journal


18:55 Religion aktuell


19:00 Nachrichten


19:05 #doublecheck – das Ö1 Medienmagazin


19:30 Jazztime
mit Andreas Felber. Aus Sizilien nach Vorarlberg: Rosario Bonaccorso
Live aus dem RadioCafe.

Lange Jahre spielte er als Kontrabassist an der Seite von Italiens Jazztrompeter-Ikone Enrico Rava und von Saxofonist Stefano Di Battista, zudem mit amerikanischen Magnifizenzen von Michael Brecker bis Clark Terry. Doch auch als Bandleader hat Rosario Bonaccorso Akzente gesetzt: Nach Abschluss einer Album-Trilogie zum Thema des Reisens präsentiert Bonaccorso Ende Mai mit seinem Quartett die neue CD "A Beautiful Story" in Österreich.

Andreas Felber plaudert mit dem 60-Jährigen, der seine Kontrabasskünste auch live demonstrieren wird, über seinen Geburtsort Sizilien, seine Wahlheimat Vorarlberg und den immer wieder festgestellten Umstand, dass es zwischen Italiens und Österreichs Jazzszene weniger Austausch gibt, als man dies von Nachbarländern vermuten würde.


20:00 Kabarett direkt
Salzburger Stier 2017
"Veto!" – der Eröffnungsabend live aus dem Stadttheater Schaffhausen

Prayon, Lara Stoll – fünf wortgewaltige Frauen laden zum Auftakt des Salzburger Stiers 2017 zum kabarettistischen Aufstand ein. Die Berner Schriftstellerin Stefanie Grob, bekannt durch ihre satirischen "Zytlupen" auf Radio SRF 1 und die ehemaligen Schweizer Stier-Preisträgerinnen Knuth & Tucek sind für den teuflisch schwarzen Humor zuständig.

Aus Deutschland reist die Wundertüte Christine Prayon über die Grenze, die bewegende Momente mit Hinterlist zerstört. Und vielleicht legt zum Schluss Lara Stoll ihr Veto gegen alle anderen ein: Die Slam-Poetin ist zwar mindestens zehn Jahre jünger als ihre Mitstreiterinnen, brüllt deswegen aber nicht leiser.

Gabriel Vetter, Salzburger Stier-Preisträger aus Schaffhausen, moderiert die satirische Frauenrunde. Mit musikalischen Zwischenrufen mischen sich zudem die Sängerin Isa Wiss und der Bassist Luca Sisera ins Bühnengeschehen ein.


22:00 Nachtjournal


22:08 Spielräume – Nachtausgabe
"Nächtliche Reisen – Traumbilder – Saitensprünge" – eine Spielräume Nachtausgabe live vom Festival 4020 in Linz.
Gestaltung: Nadja Kayali

Wie klingt die Musik einer utopischen Stadt? Welche Texturen, Stimmen, Schatten dringen ans Ohr? Die Klangwelten einer solchen Nachtreise öffnen Assoziationen in verschiedenste Richtungen. Ausgehend von Alfred Kubins phantastischem Roman "Die andere Seite", in dem das Traumbild einer Stadt entworfen wird, die sich "irgendwo an der Seidenstraße" befindet, folgen wir den klingenden Pfaden dieser legendären Handelsroute.

Im Mittelpunkt stehen dabei die vielfältigen Formen von Saiteninstrumenten. Aber die Klänge führen wieder zurück in die Utopie, in die Traumwelt, in die phantastischen Gefilde nächtlicher Wanderungen des Geistes. Erkundungen im Innen. Ein Ausloten des tönenden Seelenraumes, denn – wie schreibt schon Kubin in seinem Roman: " … zum Wesen des Traummenschen gehört es ja gerade, dass er in die Tiefe strebt …"

Mit live spielenden MusikerInnen des Festivals 4020 sowie dem künstlerischen Leitungsteam Marie-Therese Rudolph und Peter Leisch.


00:00 Nachrichten


00:05 Spielräume – Nachtausgabe
(Fortsetzung) "Nächtliche Reisen – Traumbilder – Saitensprünge" – eine Spielräume Nachtausgabe live vom Festival 4020 in Linz.
Gestaltung: Nadja Kayali

Wie klingt die Musik einer utopischen Stadt? Welche Texturen, Stimmen, Schatten dringen ans Ohr? Die Klangwelten einer solchen Nachtreise öffnen Assoziationen in verschiedenste Richtungen. Ausgehend von Alfred Kubins phantastischem Roman "Die andere Seite", in dem das Traumbild einer Stadt entworfen wird, die sich "irgendwo an der Seidenstraße" befindet, folgen wir den klingenden Pfaden dieser legendären Handelsroute.

Im Mittelpunkt stehen dabei die vielfältigen Formen von Saiteninstrumenten. Aber die Klänge führen wieder zurück in die Utopie, in die Traumwelt, in die phantastischen Gefilde nächtlicher Wanderungen des Geistes. Erkundungen im Innen. Ein Ausloten des tönenden Seelenraumes, denn – wie schreibt schon Kubin in seinem Roman: " … zum Wesen des Traummenschen gehört es ja gerade, dass er in die Tiefe strebt …"

Mit live spielenden MusikerInnen des Festivals 4020 sowie dem künstlerischen Leitungsteam Marie-Therese Rudolph und Peter Leisch.


01:00 Nachrichten


01:03 Die Ö1 Klassiknacht

dazw. 3:00 und 5:00 Uhr Nachrichten
 

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –
 

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Quelle:
Radio ORF1 – Programminformationen
18. Woche – 29.04. bis 05.05.2017
Österreichischer Rundfunk ORF
Würzburggasse 30, 1136 Wien, Österreich
Tel. 0043-1/87 87 8-0, Fax 0043-1/87 87-330
Internet: www.orf.at


veröffentlicht im Schattenblick zum 21. April 2017

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