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WISSENSCHAFT/8203: Nachrichten - BR Text 20.03.2017


BR Text vom 20.03.2017 - Nachrichten Gesundheit/Umwelt/Wissenschaft


+++ UBA: Mehr Treibhausgase durch Verkehr +++ Viele Tote durch verschmutztes Wasser +++ Forschung zugunsten der Windkraft +++ Wieder Zwischenfall in AKW Flamanville +++

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UBA: Mehr Treibhausgase durch Verkehr

In Deutschland sind laut dem Umweltbun-
desamt/UBA 2016 fast 906 Mio. Tonnen
Treibhausgase freigesetzt worden - rund
vier Millionen Tonnen mehr als 2015.

Am stärksten stiegen laut UBA mit einem
Plus von 3,4 % bzw. 5,4 Mio. Tonnen die
Emissionen im Verkehrssektor, u.a weil
mehr Diesel getankt wurde und der Stra-
ßengüterverkehr um 2,8 % wuchs. Effi-
zienzsteigerungen bei Fahrzeugen seien
durch das Verkehrswachstum auf der
Straße verpufft, hieß es weiter.

Das UBA forderte für eine Verkehrswende
die Ausweitung der Maut auf das gesamte
Straßennetz und alle Lkw-Klassen.

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Viele Tote durch verschmutztes Wasser

Jeden Tag sterben laut Weltwasserrat
4.500 Kinder an den Folgen verschmutz-
ten Wassers.

Der Mangel an sauberem Trinkwasser ver-
ursache pro Jahr etwa 3,5 Millionen To-
desfälle, hieß es von der Organisation
anlässlich des internationalen Weltwas-
sertags am Mittwoch. Zwölf Prozent der
Weltbevölkerung habe keinen Zugang zu
sauberem Wasser, wobei die Lage in Af-
rika am schwierigsten sei.

Der 1996 gegründete Weltwasserrat hat
über 300 Mitglieder - u.a. Regierungen,
Forschungsinstitute, nichtstaatliche
Organisationen und Wirtschaftsverbände.

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Forschung zugunsten der Windkraft

Der Humangeograf Stephan Bosch will mit
einem Forschungsprojekt an der Augsbur-
ger Universität die Akzeptanz von Wind-
kraftanlagen auf dem Land erhöhen.

Da die meisten Windräder am Widerstand
der Anwohner scheitern, will er ein Mo-
dell erarbeiten, bei dem bisher nicht
genug berücksichtigte soziale und öko-
logische Folgen in die Planung einbezo-
gen werden. Ergebnisse sollen 2019 vor-
gelegt werden.

Während der Bund Naturschutz noch Hun-
derte Standorte für Windräder in Bayern
für geeignet hält, verhindert Bürger-
protest meist die konkrete Ansiedlung.

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Wieder Zwischenfall in AKW Flamanville

Der Reaktor 2 des französischen Atom-
kraftwerks Flamanville am Ärmelkanal
ist nach einem Leck im Kühlkreislauf
vom Netz genommen worden.

Der Zwischenfall betreffe den nicht-
nuklearen Teil der Anlage, teilte der
Betreiber EDF mit. Techniker seien im
Einsatz, um den Schaden zu reparieren.
Der Kreislauf werde mit Meerwasser be-
trieben.

Erst im Februar war der Reaktor 1 nach
einem Brand vom Netz genommen worden.
Dieser werde nicht vor Ende des Monats
wieder in Betrieb gehen, berichtete der
französische Sender France Info.

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Quelle:
BR Text
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