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WISSENSCHAFT/8435: Nachrichten - BR Text 13.11.2017


BR Text vom 13.11.2017 - Nachrichten Gesundheit/Umwelt/Wissenschaft


+++ Weltklimakonferenz vor Entscheidung +++ Mehrheit für Autobahn-Tempolimit +++ Stadtbäume wachsen weltweit schneller +++ Schweres Erdbeben in Kurdengebieten +++ Prozess um gepanschte Krebsmedikamente +++ Tod Dutzender Baikalrobben +++

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Weltklimakonferenz vor Entscheidung

Die Weltklimakonferenz in Bonn ist in
in die zweite Woche gegangen.

Bis Freitag muss sich entscheiden, auf
welche Fortschritte sich die 195 Länder
einigen können. Dabei geht es um die
Umsetzung des Pariser Klimaabkommens.
Zur Schlussphase werden u.a. Kanzlerin
Angela Merkel/CDU und Frankreichs Prä-
sident Emmanuel Macron erwartet.

Der Potsdamer Klimaforscher Hans-Joa-
chim Schellnhuber rief zusammen mit in-
ternationalen Kollegen dazu, rasch und
umfangreich gegen die Erderwärmung vor-
zugehen. Diese sei ein "nie da gewese-
nes Risiko für die Menschheit".

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Mehrheit für Autobahn-Tempolimit

Die Mehrheit der Deutschen unterstützt
Tempolimits auf Autobahnen.

Knapp 60 Prozent der Befragten einer
von der staatlichen Förderbank KfW ver-
öffentlichten Umfrage befürworten Ge-
schwindigkeitsbegrenzungen auf deut-
schen Schnellstraßen. Laut KfW hätte
das große Vorteile für den Klimaschutz.
Eine breite Mehrheit der 2.400 Befrag-
ten sehe akuten Handlungsbedarf für
eine Verkehrswende.

Für ein Tempolimit seien 70 % der Frau-
en, aber nur 35 % der Männer unter 30
Jahren.Insgesamt sei die Zustimmung hö-
her als vor einigen Jahren, so die KfW.

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Stadtbäume wachsen weltweit schneller

Bäume wachsen in Großstädten schneller
in den Himmel.

Seit den 1960er-Jahren sei dieses Phä-
nomen weltweit zu beobachten, teilte
die Technische Universität München mit.
Das belege eine Studie,die das Wachstum
von Stadtbäumen in aller Welt auf Fol-
gen von veränderten Umweltbedingungen
untersuchte. Stadtbäume waren bei glei-
chem Alter größer als Bäume auf dem
Land. Grund für das raschere Wachstum
sei der sogenannte Wärmeinseleffekt.

Er führt in Stadtzentren zu einer stär-
keren Aufheizung und höheren Temperatu-
ren.

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Mehr als 400 Tote bei Erdbeben

Nach dem schweren Erdbeben in den Kur-
dengebieten in der Grenzregion zwischen
dem Iran und dem Nordirak ist die Zahl
der Toten auf mehr als 400 gestiegen.

Nach offiziellen Angaben kamen allein
im Iran 407 Menschen ums Leben, über
6.700 wurden verletzt. Aus dem Irak
wurden sechs Tote offiziell gemeldet.

Das Erdbeben der Stärke 7,3 hatte die
Region am Sonntagabend erschüttert.
Laut dem Geoforschungszentrum Potsdam
lag das Zentrum des Bebens in etwa 34
Kilometern Tiefe in der iranischen
Provinz Kermanschah. Die abgelegene
Bergregion ist relativ dünn besiedelt.

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Prozess um gepanschte Krebsmedikamente

Vor dem Landgericht Essen hat der Pro-
zess gegen einen Apotheker aus Bottrop
begonnen, der jahrelang teure Krebsme-
dikamente zu gering dosiert und sich
damit Millionen erschlichen haben soll.

Laut Anklage rechnete der 47-Jährige
die verschriebene Wirkstoffmenge ab.
Den gesetzlichen Kassen sei dadurch
seit 2012 ein Schaden von rund 56 Mil-
lionen Euro entstanden. Die Staatsan-
waltschaft geht von fast 62.000 Fällen
aus, in denen er die Arzneimittel für
mindestens 1.000 Patienten panschte.

Dem Angeklagten drohen bis zu zehn Jah-
re Haft und ein Berufsverbot.

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GESUNDHEIT/UMWELT/WISSENSCHAFT

Irkutsk: Nach dem Tod Dutzender Baikal-
robben haben die russischen Behörden
bei Tests Hinweise auf Darmentzündungen
und Hepatitis-Infektionen gefunden. Ex-
perten hätten Stichproben von 14 toten
Robben genommen und bei elf Tieren An-
zeichen für eine Darmkrankheit gefun-
den, teilte die Staatsanwaltschaft in
Irkutsk mit. Hinweise auf Hepatitis
seien bei zwei Robben entdeckt worden.

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Quelle:
BR Text
Bayerischer Rundfunk, Programmbereich Bayern 3 - Jugend - Multimedia
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