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WISSENSCHAFT/9073: Nachrichten - BR Text 11.09.2019


BR Text vom 11.09.2019 - Nachrichten
Gesundheit/Umwelt/Wissenschaft


+++ Feuer verhindert Raketenstart zur ISS +++ Projekte für Deutschen Zukunftspreis +++ Mordprozess nach Raser-Unfall +++ E-Scooter-Angebot steigt weiter +++ 5 Wissenschaft/Umwelt Kurzmeldungen +++

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Feuer verhindert Raketenstart zur ISS

Wegen eines Feuers nahe der Abschuss-
rampe auf der japanischen Insel Tane-
gashima ist der Start einer Träger-
rakete in Richtung der Internationalen
Weltraumstation ISS abgesagt worden.

Die Rakete sollte eine unbemannte
Transportsonde mit Nachschub für die
Astronauten, darunter Trinkwasser,
Lebensmittel und Batterien, zur ISS
schicken.

Der Grund für den Brand ist noch un-
klar, wie der Betreiber mitteilte. Ge-
klärt werden müsse auch, ob die Rakete
und die umliegenden Anlagen beschädigt
wurden.

*

Projekte für Deutschen Zukunftspreis

Gut zweieinhalb Monate vor der Vergabe
des Deutschen Zukunftspreises stellen
die drei dafür nominierten Forscher-
teams in München ihre Projekte vor.

Bei den Projekten geht es um eine Me-
thode, das Klimagas CO2 als Rohstoff
für Alltagsprodukte zu nutzen, um eine
effizientere Gestaltung der Abläufe in
Unternehmen und um eine bessere Dia-
gnostik für schwere Erkrankungen.

Der Zukunftspreis ist mit 250.000 Euro
dotiert und gehört zu den bedeutendsten
Wissenschaftspreisen in Deutschland. Er
wird am 27. November von Bundespräsi-
dent Steinmeier in Berlin verliehen.

*

Mordprozess nach Raser-Unfall

Nach einem tödlichen Unfall bei viel zu
hoher Geschwindigkeit hat vor dem Land-
gericht Stuttgart der Prozess gegen
einen jungen Autofahrer begonnen.

Dem 20-Jährigen wird vorgeworfen, im
März mit seinem PS-starken Sportwagen
und dreifach überhöhter Geschwindigkeit
in das stehende Auto eines jungen Paa-
res gerast zu sein. Ein 25-Jähriger und
seine 22 Jahre alte Freundin kamen da-
bei ums Leben. Der Unfallverursacher
und sein Begleiter blieben unverletzt.

Der Jaguar-Fahrer habe den Tod anderer
zumindest billigend in Kauf genommen,
wirft ihm die Staatsanwaltschaft vor.

*

E-Scooter-Angebot steigt weiter

Auch im Winter sollen E-Scooter in den
Städten bereitstehen: Die schwedische
Verleihfirma Voi will sie bis Ende des
Jahres in 30 bis 35 deutschen Städten
anbieten.

Schon jetzt haben die verschiedenen
Verleihfirmen Tausende Roller in den
Großstädten und vielen mittelgroßen
Städten aufgestellt. Allein in Berlin
sind es 9.000 E-Scooter von mindestens
fünf Firmen.

Nach Angaben von Voi gab es in Skandi-
navien auch im Winter "eine hohe Nach-
frage". In Deutschland sind E-Scooter
seit 15. Juni im Verkehr zugelassen.

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5 WISSENSCHAFT/UMWELT KURZMELDUNGEN

Zürich: Am Züricher Flughafen ist das
Starten und Landen mit besonders lauten
Flugzeugen in den Randzeiten ab sofort
teurer. So steigt der Nachtzuschlag ab
22.30 Uhr für den Start eines Langstre-
ckenflugzeugs fast auf das Vierfache.
Die Einnahmen sollen ausschließlich in
den Lärmschutz fließen, etwa in Schall-
schutzfenster für Anwohner.

Mitwitz: Eine Brauerei aus Oberfranken
weitet einen Rückruf für "Franken Bräu
Pilsener" aus, weil sich Reinigungs-
mittel in den Flaschen befinden könn-
ten. Grund sei ein technischer Defekt
in der Abfüll-Anlage. Betroffen sind
Flaschen mit den Haltbarkeitsdaten 05.
05.2020 und 06.05.2020, teilte die
Lorenz Bauer GmbH und Co KG mit.

Düsseldorf: Bei einer Explosion in
einem Mehrfamilienhaus in Düsseldorf
ist ein Mann ums Leben gekommen. Ret-
tungskräfte fanden seine Leiche vor
einer Wohnung in der zweiten Etage des
Hauses. Zwei weitere Bewohner erlitten
Rauchgasvergiftungen. Die Ursache für
die Explosion ist noch unklar.

Jakarta: Wegen Bränden in Moorwäldern
sind in der indonesischen Provinz Riau
mehrere Tausend Schulen geschlossen
worden. Dadurch sollen die Schüler vor
dem dicken, schädlichen Rauch der ab-
sichtlich gelegten Feuer geschützt wer-
den. Bereits im Januar war in Rau und
fünf anderen Provinzen wegen der Brände
der Notstand erklärt worden. Laut Ge-
sundheitsverwaltung erlitten fast
300.000 Menschen Atemwegserkrankungen.

Wien: Die Gasexplosion in Wien Ende
Juni mit zwei Toten und 15 Verletzten
geht laut Polizei auf einen Suizid zu-
rück. Laut Ermittler hatte ein Mann
eine Gasleitung manipuliert. Er und
eine Frau starben. Zwei Mehrfamilien-
häuser waren teilweise eingestürzt.

*

Quelle:
BR Text
Bayerischer Rundfunk, Programmbereich Bayern 3 - Jugend - Multimedia
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