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WISSENSCHAFT/7371: Aus Forschung und Technik - 20.03.2017 (SB)


MELDUNGEN


Cassini-Daten deuten auf Wärmequellen unter Enceladus' Eisdecke hin

Unter dem Eispanzer des nur knapp 500 Kilometer durchmessenden Saturnmondes Enceladus vermuten Forscher schon länger einen großen Ozean. Nun haben Wissenschaftler mit Hilfe von Radarmessungen der Cassini-Sonde herausgefunden, daß die Eiskruste in zwei Regionen weniger dick sein könnte und sich das flüssige Wasser näher an der Oberfläche befindet als bisher angenommen. Vielleicht weniger als fünf Kilometer, denkbar seien sogar nur zwei Kilometer, berichten die Forscher um Alice Le Gall von der Université de Versailles Saint-Quentin-en-Yvelines bei Paris im Fachjournal Nature Astronomy. Die Mikrowellendaten an den beiden Stellen ergaben eine Temperatur von minus 210 Grad Celsius, das sind 20 Grad mehr als an der Oberfläche des Himmelskörpers. Die Ursache der erhöhten Temperaturen ist unbekannt.

20. März 2017


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