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JUSTIZ/7402: Kriminalität und Rechtsprechung - 20.04.2017 (SB)


VOM TAGE


Weitere Hinrichtung in Arkansas aufgeschoben

Im US-Bundesstaat Arkansas hat ein Bezirksgericht eine einstweilige Verfügung gegen den Einsatz des Pharmazeutikums Vecuronium bei Hinrichtungen erlassen. Der Pharmahändler McKesson hatte geklagt, weil er in Unkenntnis darüber gelassen worden war, daß das von ihm gelieferte Mittel für Hinrichtungen mit der Giftspritze eingesetzt werden sollte. Der Oberste Gerichtshof von Arkansas hat zudem den Termin für die Hinrichtung eines Mannes aufgehoben, der 1994 zum Tode verurteilt worden war. Das Urteil hätte am Donnerstag vollstreckt werden sollen. Der Gouverneur von Arkansas hatte ursprünglich angeordnet, zwischen dem 17. und dem 27. April mindestens acht Todesurteile zu vollstrecken, weil die Haltbarkeit der den Bundesbehörden zur Verfügung stehenden Vorräte an Midazolam nur bis Ende des Monats gewährleistet ist. Arkansas kann nicht damit rechnen, von Pharmafirmen weiterhin mit dem Betäubungsmittel beliefert zu werden.

20. April 2017


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