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WIRTSCHAFT/2099: Bundesregierung stellt bei UN-Verhandlungen Konzerninteressen vor Menschenrechte


Pressemitteilung - DIE LINKE. im Bundestag vom 15. Oktober 2018

Bundesregierung stellt bei UN-Verhandlungen Konzerninteressen vor Menschenrechte


"Die Bundesregierung sabotiert die Verhandlungen für ein UN-Abkommen über menschenrechtliche Sorgfaltspflichten von Konzernen. Damit spaltet sie Europa und verwehrt Opfern von Konzernverbrechen die Möglichkeit auf angemessene Entschädigung", erklärt Michel Brandt, Obmann der Fraktion DIE LINKE im Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, anlässlich der heute beginnenden 4. Verhandlungsrunde der UN-Arbeitsgruppe zur Schaffung eines verbindlichen internationalen Abkommens über transnationale Unternehmen und Menschenrechte. Brandt weiter:

"Während Länder wie Frankreich verbindliche Regeln für Unternehmen im Bereich Menschenrechte vorantreiben wollen, blockiert Deutschland jeden Fortschritt aus formalen Gründen. Profitinteressen der Wirtschaft sind der Bundesregierung offensichtlich wichtiger als Menschenrechte. DIE LINKE fordert die Bundesregierung auf, sich in der kommenden Woche aktiv und produktiv an den Verhandlungen zu beteiligen. Verbrechen durch Konzerne, wie der Einsturz der Textilfabrik 'Rana Plaza' in Bangladesch mit über tausend Toten, dürfen nicht ungestraft bleiben."

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Quelle:
Pressemitteilung - DIE LINKE. im Bundestag
vom 15. Oktober 2018
Deutscher Bundestag
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Internet: www.linksfraktion.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 16. Oktober 2018

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