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KOHLEALARM/656: Klimakampf und Kohlefront - folgenreich und weltumspannend ... (Kampagne "Ende Gelände")


Kampagne "Ende Gelände - Kohlebagger stoppen, Klima schützen!"
Pressemitteilung vom 4. November 2019

Dorfspaziergang in Keyenberg mit Carola Rackete

11:30 Start Dorfspaziergang auf der Wiese hinter der Keyenberger Kirche
(An St. Kreuz, 41812 Erkelenz)


Es ist höchste Zeit, zu handeln. Das ist das Credo von Aktivistin Carola Rackete, die im Sommer berühmt wurde, weil sie 53 Menschen aus Seenot rettete und auf der Sea-Watch 3 gegen den Willen der italienischen Regierung in einen sicheren Hafen brachte. Die Klimakrise bedroht die Menschenrechte. Am Sonntag, den 10. November 2019 wird Kapitän Carola Rackete deshalb auf Einladung des Bündnisses "Alle Dörfer Bleiben" den vom Braunkohlebergbau bedrohten Ort Keyenberg besuchen. Der Dorfspaziergang startet um 11:30 Uhr auf der Wiese hinter der Keyenberger Kirche (St. Kreuz, 41812 Erkelenz).

Die Dorfspaziergänge sind aus den Waldspaziergängen im Hambacher Forst entstanden und führen durch die von dem Tagebau bedrohten Dörfer. Für den Kohleabbau sollen in Nordrhein-Westfalen immer noch Menschen enteignet und umgesiedelt werden. Seit Jahren wächst nicht nur die bundesweite Klimabewegung, sondern auch der Widerstand in den betroffenen Dörfern.

Aktivistin Carola Rackete erklärt die Gründe ihres Besuchs in Keyenberg wie folgt: "Auf dem Mittelmeer habe ich gesehen, wie Menschen sterben, weil sie vor Krieg, Terror und Hunger, aber auch vor den Folgen der Klimakrise fliehen. Der Braunkohletagebau im Rheinland ist mitverantwortlich für die Klimakrise. Solidarisch stehe ich an der Seite der Menschen, die sich hier lokal gegen die zerstörerischen Tagebaue engagieren und freue mich sie und ihren Widerstand besuchen zu können. Keine Familie darf mehr für den Abbau klimaschädlicher Braunkohle ihr Zuhause verlieren. Wir müssen sofort raus aus den fossilen Energien."

Das Bündnis "Alle Dörfer Bleiben" streitet für den Erhalt aller vom Braunkohlebergbau bedrohten Dörfer und damit für die Einhaltung der Pariser Klimaschutzziele.

Die Gemeinschaft "Menschenrecht vor Bergrecht" ist ein Zusammenschluss von Bewohner*innen aller bedrohten Dörfer und Höfe am Tagebau Garzweiler II. Die Gemeinschaft besitzt ein Grundstück zwischen dem Tagebau und der Ortschaft Keyenberg, welches sie gegenüber RWE als unverkäuflich deklariert hat. Notfalls ist sie bereit, juristische Schritte bis vor das deutsche Verfassungsgericht zu gehen um dort klären zu lassen, ob Enteignungen für Braunkohle noch verfassungsgemäß sind.

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Quelle:
Kampagne "Ende Gelände - Kohlebagger stoppen, Klima schützen!"
E-Mail: presse@ende-gelaende.org
Internet: https://www.ende-gelaende.org/de/


veröffentlicht im Schattenblick zum 5. November 2019

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